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Facebook meldet neuen Manipulationsversuch mit Fake-Accounts

01.08.18, 06:32


Facebook hat eine Kampagne zur Wahlmanipulation vor den US-Kongresswahlen im November aufgedeckt. Das Soziale Netzwerk schloss wegen eines koordinierten Versuchs zur Wahlbeeinflussung 32 Nutzerkonten, wie das US-Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Insgesamt seien 8 Facebook-Seiten, 17 Profile und 7 Accounts bei der zu Facebook gehörenden Foto-Plattform Instagram gelöscht worden. Im Vergleich zu Aktivitäten der in Russland basierten Gruppe «Internet Research Agency» (IRA) im Umfeld des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 seien die Spuren diesmal aber besser verwischt worden, erklärte Facebook.

Der Konzern wolle aber keine Angaben zu möglichen Hintermännern der Aktion machen - auch wenn einige Verbindungen zur IRA festgestellt worden seien. Es könne «die IRA mit verbesserten Fähigkeiten sein, oder eine separate Gruppe», schrieb Facebooks Sicherheitschef Alex Stamos in einem Blogeintrag.

Rund 150 Anzeigen geschaltet

Auf jeden Fall hätten die neuen Aktivitäten deutlich nach Ende des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs begonnen - also im März 2017. Die jüngste verbundene Facebook-Seite sei im Mai dieses Jahres eingerichtet worden. Insgesamt hätten mehr als 290'000 Accounts diese Seiten abonniert. Die Gruppe habe zwischen April 2017 und Juni 2018 etwa 150 Anzeigen für rund 11'000 Dollar bei Facebook geschaltet.

Die Entdeckung der Gruppe ist umso relevanter, da in den USA im November Kongresswahlen anstehen - und die US-Behörden auf keinen Fall eine Wiederholung von Manipulationen im Wahlkampf zulassen wollen. Die damalige, mutmasslich von Russland aus betriebene Propaganda-Kampagne zielte darauf ab, die politischen Gräben in der US-Gesellschaft zu vertiefen und auch direkt Stimmung für den schliesslich siegreichen Kandidaten Donald Trump zu machen.

Facebook war hart dafür kritisiert worden, dass auf der Plattform gefälschte Accounts in grossem Stil Falschinformationen verbreiten konnten. Deswegen verschärfte das Online-Netzwerk im vergangenen Jahr massiv die Sicherheitsvorkehrungen. (sda/dpa/afp)

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