SRF-Arena
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Fast alle Parteipräsidenten waren vertreten: Für FDP-Präsidentin Petra Gössi, die kurzfristig erkrankte, sprang FDP-Fraktionspräsident Beat Walti (zweiter von links) ein. Für SP-Präsident Christian Levrat stand Vizepräsident Beat Jans (erster von rechts) am «Arena»-Rednerpult. bild: srf arena

SRF-«Arena»: SVP-Rösti schiesst ein Eigengoal und nur einer findet den roten Faden wieder

«Politik am Volk vorbei?» hiess der Titel der jüngsten Arena. Geladen waren die Parteipräsidenten von links bis rechts. Im Strudel der Themen – vom AHV-Steuer-Deal bis zum institutionellen Rahmenabkommen – behielt nur einer den Überblick. 



Erschöpft vor lauter Debattieren waren die Parteipräsidenten noch lange nicht. Auch wenn sich die Müdigkeit von zwei anstrengenden Wochen Session in einige Gesichter gefressen hatte, wurde in der Präsidenten-«Arena» noch munter weiter diskutiert. Sprengstoff genug lieferten die Themen: Der AHV-Steuer-Deal und die Verhandlungen mit der EU über das institutionelle Rahmenabkommen.

Besonders laut im Ring war SVP-Präsident Albert Rösti. Als vehementer Gegner des AHV-Steuer-Deals wetterte er zuweilen so wild, dass Moderator Mario Grossniklaus Mühe hatte, den Nationalrat in Schach zu halten. Es schien, als geniesse es Rösti, endlich all den angestauten politischen Frust rauszulassen. «Das ist einfach keine anständige und akzeptable Vorlage. Anstatt dass die AHV saniert wird, müssen die Jungen bluten und zahlen.» Heimlich im Hinterzimmer sei an diesem Kuhhandel getüftelt worden. Weder er noch seine Partei hätten eigene Ideen einbringen können. «Ein Kompromiss ist das nicht», stellt Rösti brüskiert fest.

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Zwei Pulte weiter rechts schüttelt Gerhard Pfister, Parteipräsident der CVP, den Kopf. «Wir müssen in diesem Land endlich zur Konkordanz kommen. Verantwortlich für den Scherbenhaufen ist die SVP», weiss Pfister. Er meint damit deren Verhalten. Lange eierte die Partei herum. Es war nicht klar, ob sie dem AHV-Steuer-Deal zustimmen würde oder nicht. Bis dann, Anfang September, die Kehrtwende kam und sich die Partei gegen den Deal stellte. Sie fordert eine «schlanke» Steuerreform ohne Kompensation bei der AHV.

Doch die SVP ist nicht die einzige Partei, die dem Kuhhandel wenig abgewinnen kann. Gar nicht zufrieden mit dem Steuerteil der Vorlage ist Regula Rytz, Parteipräsidentin der Grünen. «Eine Unternehmenssteuersenkung wäre für Kantone und Gemeinden ein riesiges Problem und hätte einen enormen Spardruck zur Folge.» Dem AHV-Teil hingegen stimmt Rytz bedingungslos zu. Man müsse das Paket aufteilen, findet Rytz.

Genau umgekehrt sieht es GLP-Präsident Jürg Grossen. Der Steuerdeal der Vorlage sei tiptop. «Der AHV-Teil dagegen, der ist dermassen schlecht und so extrem schädlich, dass wir der Gesamtvorlage einfach nicht zustimmen können», so Grossen. Auf die Frage von Moderator Grossniklaus, ob die GLP daher gedenke, dass Referendum gleich selbst zu ergreifen, zögert Grossen. «Wir werden das an unserer Delegiertenversammlung festlegen, aber unsere Jungpartei ist fest entschlossen.»

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Kritik am Verhalten seiner Kollegen äussert Martin Landolt, Parteipräsident der BDP. Zwar stehe auch er dem Kuhhandel skeptisch gegenüber. «Wir werfen aber nicht einfach alles über den Haufen und lassen die Vorlage fallen, wenn uns ein kleiner Teil davon nicht passt.»

Irgendwann, als beinahe alle im Hickhack von Steuerprivilegien, OECD-Richtlinien und Pensionskassen untergehen, und auch Grossniklaus schon trocken meint: «Wir sind hier nicht in der Kommission, wir machen Fernsehen», schaltet sich Beat Jans, Vizepräsident der SP ein. Er ist es, der den roten Faden wiederfindet und das Kind beim Namen nennt. So, dass auch das Volk versteht, was Sache ist. Trägt doch die «Arena» den Titel «Politik am Volk vorbei?».

«Bei diesen Diskussionen kommen wir doch einfach nicht weiter. Die Leute wollen jetzt eine Lösung von der Politik», stellt Jans fest. Mit dem AHV-Steuer-Paket hätte man eine solche Lösung. «Mit diesem Paket erhalten wir sieben Jahre mehr Zeit, um den restlichen Teil der AHV zu sanieren.» Jans weiss, der Deal ist nicht perfekt. «Aber Alternativvorschläge fehlen weit und breit.»

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Thematisch weniger kompliziert wird es im zweiten Teil der «Arena» nicht. Dafür beinahe philosophisch. So meint SVP-Parteipräsident Rösti im Rahmen der Diskussion über das institutionelle Rahmenabkommen mit der EU poetisch: «Wenn man die zentralen Werte im Leben vergisst, dann verliert man den Boden unter den Füssen.» Er appelliert damit an den Bundesrat, der in seinen Augen alles tun muss, um die zentralen Werte der Schweiz, allen voran die Souveränität gegenüber der EU, zu verteidigen. «Die EU will, dass wir EU-Recht automatisch übernehmen, das kommt einem schleichenden EU-Beitritt gleich.»

Wir erklären dir das institutionelle Rahmenabkommen

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Video: Lea Senn, Angelina Graf

Überraschenderweise widersprechen sich die Gäste im zweiten Themenblock erstaunlich wenig. Eine Lockerung von Lohn- und Arbeitsschutz oder gar eine Aufweichung der flankierenden Massnahmen seien «off the table», sagt CVP-Präsident Pfister bestimmt. Und von der EU erpressen lassen werde man sich schon gar nicht, fügt Regula Rytz hinzu. Einzig Rösti ist weiter auf Konfrontationskurs und beklagt sich gar darüber, dass er ständig unterbrochen werde. Darauf erntet er Gelächter und einen spöttischen Spruch vom Moderator, der zähneknirschend meint: «Da haben sie jetzt aber ein Eigengoal geschossen.»

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Diskutiert wurde wie wild in der Präsidentenarena. Aber wohl ein erneutes Mal am Volk vorbei. Denn die Blicke der Arena-Zuschauer wurden mit jeder verstreichenden Minute etwas glasiger. Ob es an der Komplexität der diskutierten Vorlagen, am meist fehlenden roten Faden in der Sendung oder einfach an den ziemlich warmen Studiotemperaturen lag, sei einmal dahingestellt.

Polit-Plakate mit herabsetzender Tiermetaphorik

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    Alle Leser-Kommentare
  • adi37 22.09.2018 15:55
    Highlight Highlight Was man von Watson erwarten kann, ist nichts Neues. Es sind immer die SVP und deren Exponenten die Schlechten! NR Rösti wurde vom Moderator immer unterbrochen!
    Der Deal, Steuervorlage mit AHV zu verknüpfen, sieht gut aus, ist es aber nicht. Mit der AHV versucht man das Volk zu einem JA zu bringen. Für das Eine ist man einverstanden, für das Andere nicht! Ein "Jein" gibt es nicht! Es ist eigentlich bedenklich, dass 90% der Räte mit einer akademischen Ausbildung, nicht in der Lage sind, akzeptable Lösungen zu bringen! Es scheint auch da Bequemlichkeit und Eigennutz vorzuherrschen!

    • _helmet 23.09.2018 08:11
      Highlight Highlight Sie verfolgen wohl die Politik nicht so aus der Nähe?
      Jegliche konstruktive, vernünftigen Lösungen werden von SVP, die alle Leistungen für das Volk massiv abbauen will und komoromisslos mit gemeingefährlichen Maximalforderungen politisiert und Kompromisse null unterstützt, torpediert. Und das von der grössten Partei. Absolut verantwotungslos. Dazu wird das Volk systematisch angelogen, mit Ablenkungsmanövern vor sich hingetrieben und die wahren Motive verschleiert. Wake up! Das sind keine Freunde des Volkes.
  • Trompete 22.09.2018 10:40
    Highlight Highlight Wenn nur Leute mit grauen Haaren in der Arena über die AHV diskutieren, hinterlässt es bei mir einen sehr schalen Beigeschmack.
    • chäsli 22.09.2018 15:05
      Highlight Highlight Mein Vater hat bei solchen Themen jeweils gesagt, "Häng dich jung, dann wirsch nöd alt."
    • rodolofo 22.09.2018 20:31
      Highlight Highlight Vielleicht sind die Anderen halt noch zu jung für dieses Thema.
  • FrancoL 22.09.2018 10:03
    Highlight Highlight Politik am Volk vorbei?
    Ich mag das kaum mehr hören.

    Gerade in der Schweiz kann man dies, wenn man denn will, bestens korrigieren. Ob in der Gemeinde, im Kanton oder auf nationaler Ebene haben wir ein dichtes Netz an Wahlen. Nur nimmt der kleinere Teil der Bürger an den Wahlen Teil, dann sollte sich schon mal 50% der Bürger nicht zur Politik äussern.
    Gewählt werden auch nur diejenigen die Stimmen erhalten und dies hat der BürgerIn in der Hand. Auch können wir nicht sagen, dass wir nicht wissen wer wem verpflichtet ist. Also viele Gründe uns zu beklagen haben wir ehrlich gesagt nicht.
    • Clife 22.09.2018 10:19
      Highlight Highlight Die Hälfte der Wählerschaft besteht nicht wirklich aus „gut ausgebildeten und informierten“ Bewohnern der Schweiz. Die meisten lesen einen Namen auf der Strasse und sagen sich: Ach der sieht sympathisch aus. Den wähle ich, weil er weisse Zähne hat. Der ist wirklich ein guter Politiker, weil er meinem Unternehmen gut tut...Keine Beleidigung an uns Schweizer, aber ich habe das Gefühl, dass eine massive Lücke beim Informationsaustausch bei den möglichen Kandidaten in den Abstimmungsbüchlein fehlt. Ich habe beispielsweise bestimmt 5 Familien in meinem Umkreis zum Wählen animieren müssen letztens..
    • FrancoL 22.09.2018 12:49
      Highlight Highlight Ist wohl mit ein Grund, dieser Grundentlastet aber keinen einzigen Bürger von der Verantwortung in einer Demokratie.
      Zudem kenne ich genügen gut ausgebildete Bürger, die von Politik null und nichts verstehen und sich auch keine Mühe geben sich zu informieren, ihnen genügt es du delegieren und dann sich zu wundern wenn etwas aus dem Ruder läuft.
      Eine Demokratie ist nur so gut wie sie gelebt wird.
    • Silent_Revolution 22.09.2018 12:55
      Highlight Highlight Wer nicht wählt soll sich nicht zur Politik äussern?! Was für ein Weltbild.

      Deiner Auffassung nach haben also nur Demokraten Anspruch auf eine politische Meinung.

      Demokratischer Extremismus ala FrancoL.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alice36 22.09.2018 09:55
    Highlight Highlight Der AHV Teil mag wohl sinnvoll und akzeptabel sein aber es geht darum das die Politik dazu tendiert sachfremde Themen zu verknüpfen und ansonsten chancenlose Vorlagen durchzuboxen. Das darf nicht sein. Die Politik eine vernünftige und klare AHV Vorlage bringen, auch wenn sie Mehrkosten bringt, die vom Volk verstanden und dann wohl auch akzeptiert wird. Was die USR betrifft haben sie wohl ein grösseres Problem mit der Akzeptanz da der Durchschnittsbürger weitere Entlastungen der Hochfinanz und Belastungen seinerseits wohl nicht mehr versteht.
  • Chääschueche 22.09.2018 08:44
    Highlight Highlight Jeder Schweizer Politiker schaut für sich. Fürs Volk schaut schon lange keiner mehr.

    Sonst würde der Schweiter nicht von Jahr zu Jahr mehr Bluten.

    Ich habe fertig.
    • Gàn dich ins Knie 22.09.2018 12:52
      Highlight Highlight Wenn das so wäre, wäre alles privatisiert, der service public eingestampft, sicherheit und gesundheit könnten sich nir noch reiche leisten.
      Es gibt sicher politiker, die für sich schauen. Aber er gibt ganz viele stille schaffer.
    • Chääschueche 22.09.2018 13:17
      Highlight Highlight Privatisierung: ist schon im gange.
      Gesundheit: können sich bald nur noch Reiche leisten bzw. der Staat springt dann ein (über die Steuern des normalverdieners) = Steuern steigen wenn wir Glück haben...

      Schaffer? Naja....ich kenne keine. Vor allem wenn ich sehe was für Müll die immer öfters Produzieren.



    • Gàn dich ins Knie 22.09.2018 18:57
      Highlight Highlight Eben, es sind STILLE Schaffer, von denen bekommst du nichts mit. Diejenige, über die du dich (und ich mich auch) aufregst, von links bis rechts, sind die lauten. Aber das heisst nicht, dass das die meisten sind. Wie viele Parlamentarier von 246 kennst beim Namen, Partei und wass sie tun? Bei mir sind es ca. 15% und nichtmal bei denen finde ich, dass die alle nur für ihr eigenes Portemonnaie schaffen. Es ist wie in der Schulklasse; die lauten machen am meisten mist, aber es sind die wenigsten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 22.09.2018 08:44
    Highlight Highlight GLP-Grossen sagt, der AHV-Teil sei schlecht und extrem schädlich. Politiker müssen kompromissbereit sein, Lösungen finden und nicht inhaltslose Mackersprüche raushauen. Ich bin auch nicht begeistert. Jetzt wird schon wieder das Geldproblem einer Sozialkasse über die unsoziale MwSt teilgelöst. Von höheren Lohnabzügen ist auch niemand begeistert. Aber woher soll denn das Geld kommen! Jetzt verschafft man sich
    7 Jahre Luft. Während dieser Zeit können längerfristige Lösungen gesucht und gefunden werden.
    • Shikoba 22.09.2018 10:27
      Highlight Highlight Warum soll Frühpensionierung ein Privileg sein? Ich möchte auch bis 65 arbeiten, zwei Jahre mehr Lohn bekommen und somit auch mehr in die Pensionskasse einbezahlen. Zumal Frauen tendenziell länger leben als Männer und somit auch länger von der AHV leben müssen..sorry, aber ich sehe da kein Privileg.
    • rodolofo 22.09.2018 11:34
      Highlight Highlight @ mogad
      "Die Mitte" hat eben genauso ihre Tricks!
      Die geben sich immer als "Lösungsorientiert" und "sachlich", profitieren dann aber von politischen Patt-Situationen, indem sie als Anwälte mit hohen Honoraren profitieren, oder, indem sie als "Zünglein an der Waage" diese Waage immer in die von ihnen gewünschte Richtung kippen lassen, manchmal im Sinne der Unternehmer-Freiheit ("der Markt" soll es regeln!"), und manchmal gegen den Schutz von Arbeitnehmern mit "Flankierenden Massnahmen".
      Da fällt mir gerade ein, dass das "Zünglein an der Waage" die Waage immer nach rechts kippen lässt...
    • Maracuja 22.09.2018 12:14
      Highlight Highlight @Shikoba

      Frauen werden nicht mehr mit 63 pensioniert, sondern mit 64. Im übrigen liegen Sie richtig, gerade alleinstehende und geschiedene Frauen wären dringend darauf angewiesen ein Jahr länger arbeiten zu dürfen. Ich habe wegen meiner Kinder zu lange nur 80% gearbeitet und konnte zu wenig fürs Alter sparen. Gibt es eigentlich für Frauen eine Möglichkeit auf Gleichbehandlung zu klagen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Die Redaktion 22.09.2018 08:41
    Highlight Highlight Seine Eltern haben ihn aus gutem Grund "Albert" und nicht "Ernst" genannt. Er ist in diesem Schmierentheater der grösste Kasper.
  • mogad 22.09.2018 08:30
    Highlight Highlight SVP-Rösti zum AHV-Teil: Die Jungen werden zahlen.
    Falsch. Alle bis 64/65 zahlen mehr Lohnprozente; alle zahlen die höhere MwSt auf sämtliche Einkäufe, alle zahlen via Steuern die höheren Bundesbeiträge.
    Die SVP will der AHV also nicht mehr Geld geben. Auf die Frage nach Alternativen fällt Rösti nur "Rentenalter 65 für die Frauen" ein. Das ist a)sowieso mehrheitsfähig und b)wird es nicht reichen um künftige Löcher zu stopfen. Letztendlich läuft es dann auf 67/67 und eine Kürzung bestehender Renten hinaus. Nur getraut sich die SVP nicht das laut zu sagen.
    • Gähn 22.09.2018 09:45
      Highlight Highlight Ist ja auch logisch.
      Würden die wirklich mal ehrlich ihre Ansichten kommunizieren, wäre der Wähleranteil der SVP vielleicht bei 10%.
    • Nathan der Weise 22.09.2018 09:57
      Highlight Highlight Das stimmt leider nicht. Die jungen zahlen mehr da ihr weg zur Rente länger dauert mit höheren Abgaben. Und es wird ja angekündigt das in 7 Jahren dann eine neue Lösung kommen muss. Diese wird sicher auch mehr Kosten
    • Dominik Treier (1) 22.09.2018 11:09
      Highlight Highlight Der Wähleranteil der SVP war traditionell bei 10-15%... Als sie noch eine konservative Bauernpartei waren und nicht ein neoliberaler Maloch unter dem gern gefressenen Deckmantel von Sündenbockpolitik und Ballenbergromantik...
    Weitere Antworten anzeigen
  • MartinArnold 22.09.2018 08:25
    Highlight Highlight Einmal mehr haben die Politiker bewiesen dass es nicht um die Sache geht, sondern um reine Parteipolitik, reinen Parteierfolg!
    Nur weil die Vorlage vom „Gegner“ kommt wird sie bekämpft. So funktioniert Politik heute, und diese Art Politik hilft uns nicht weiter.
    Erst wenn diese Damen und Herren wieder kernen die Sache und nicht die Partei ins Zentrum zu stellen, wird wieder Politik fürs Volk gemacht!
    Somit war der Titel richtig: Politik am Volk vorbei...
    • Fandall 22.09.2018 12:14
      Highlight Highlight Sehe ich auch so, ständig wurden Parteinamen sowie "links" und "rechts" genannt, als wäre das für irgendetwas entscheidend... Ich glaube die meisten Leute sind je nach Thema mal "links", mal "rechts" eingestellt.
      Mit so einem "Seitendogma" zusammen den goldenen Mittelweg zu finden ist sehr sehr schwierig.
  • rodolofo 22.09.2018 07:44
    Highlight Highlight Danke für die Zusammenfassung!
    Ich hatte gestern die Wahl, ob ich vor- oder während der Arena-Sendung einschlafen wollte.
    Ich habe mich dann dazu entschieden, vorher schlafen zu gehen.
    Zum Glück haben wir in diesem Land immer noch die Wahlfreiheit!
  • N. Y. P. 22.09.2018 07:41
    Highlight Highlight «Politik am Volk vorbei?»

    Was das AHV - Steuer Päckli betrifft, müsste der Titel lauten :

    «Merkt das Volk,
    was hier gerade abgeht?»

    Die ausländischen Firmen zahlen gleichwenig Steuern wie vorher.

    Unsere Firmen zahlen 2 Milliarden weniger Steuern.

    Die AHV bekommt einen Zustupf, den die Arbeitnehmer direkt oder indirekt zu 2/3 selber finanzieren.

    Im Budget haben wir ab sofort ein Loch von 2 Milliarden Franken, das durch neue Sparübungen von uns Blödmännern bezahlt wird.

    Falls ich falsch liege in einem Punkt, korrigiert mich bitte..
    • Platon 22.09.2018 12:44
      Highlight Highlight @NYPD
      Erste Aussage falsch.

      Zweite Aussage falsch.

      Dritte Aussage falsch, es sei denn Sie gehören zu den 10% Spitzenverdienern. Dann sollten sie aber mit den Steuersenkungen für Unternehmen zufrieden sein.

      Mit 5mia. Überschuss haben wir kein Loch.

      Die Frage sollte also lauten: Merkst du was abgeht, oder laberst du einfach einmal los?
    • sowhat 22.09.2018 14:27
      Highlight Highlight NYPD, genau richtig.
      Auch wen Platon versucht uns das Gegenteil weis zu machen.
      Es geht ja v.a. darum, dass die EU die Ungleichbehandlung moniert. Damit aber die lieben ausländischen Firmen, die wg der Steuerermässigung hier sind, nicht wegziehen, sollen die CH Unternehmen auch weniger bezahlen. Logisch, dass das dann nicht mehr reicht.
    • Platon 22.09.2018 16:32
      Highlight Highlight @sowat
      Ich habe mich noch nicht für oder gegen die Vorlage entschieden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Göschene-Eirolo 22.09.2018 07:34
    Highlight Highlight Auffällig ist vor allem der Stil, mit dem Rösti argumentiert. Er unterstellt seinen Gegnern permanent, am Volk vorbei zu politisieren. Eine typische SVP-Masche, die sich viele von ihnen verinnerlicht haben und auffällt. Deshalb auch Gestern immer wieder der Hinweis, dass vor allem die Jungen bluten müssten, bei Annahme dieser Vorlage. Er unterstreicht damit mantrartig den Mythos, die SVP sei die einzige und wahre Volkspartei in diesem Land.
  • legis 22.09.2018 07:20
    Highlight Highlight Jans weiss, der Deal ist nicht perfekt. «Aber Alternativvorschläge fehlen weit und breit.»

    Als überzeugter Befürworter der Legalisierung aller Drogen (I mean...ich darf ja mit meinem Körper wohl noch machen was ich will! Andere dürfen auch in den Mac!) Macht mich diese Aussage so hässig!
    Der AHV wäre dadurch wohl für die nächsten Jahrzehnte geholfen und wir hätten einen riesen Rattenschwanz an weiteren positiven Effekten (sinkende Kosten im Gesundheitswesen durch Rückgang des Opiat- und Antidepressivakonsums)
    • Göschene-Eirolo 22.09.2018 08:47
      Highlight Highlight "...ich darf ja mit meinem Körper wohl noch machen was ich will!" sagt sich jeder Alki auch. Sucht ist keine Alternative, um die AHV zu retten.
    • mogad 22.09.2018 08:54
      Highlight Highlight Genau. Alle Drogen legalisieren. Dagegen sind die Neoliberalen, Rechten, Bürgerlichen, weil es dann sehr viel weniger Schwarzgeld zu verstecken und zu waschen gibt.
      Was ja sehr lukrativ ist, wie Sie wissen. Drum: legalize it. Freier Verkauf in den Apotheken und vom Umsatz ein paar Prozente in die AHV. Wie bei Alkohol und Tabak.
    • FrancoL 22.09.2018 10:06
      Highlight Highlight Ich bin mir nicht so sicher ob man das alles so hochrechnen kann und schon gar nicht der Effekt des Rattenschwanzes.
      Den Spruch "ich kann doch mit meinem Körper das machen was ich will . . . . " ist dann auch etwas mehr zu hinterfragen; kleine Anmerkung, das Hirn gehört auch zum Körper und steuert unser Verhalten. Also lassen wir uns da auch freie Hand geben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pafeld 22.09.2018 02:50
    Highlight Highlight Simple Lösung: Wir stimmen noch einmal über die letzte AHV-Reform ab. Und diesmal steht die FDP offen hin und gibt zu, dass es keinen Plan B gibt. Wir vergessen doch sehr gerne, dass eine der angeblich staatstragenden Parteien diese Reform mit gezielter Desinformation für eine (eigennützige) Alternative vergiftet hat.
    • mogad 22.09.2018 12:50
      Highlight Highlight Wenn man nicht 70 Franken mehr AHV in die Rentenreform 2020 gestopft hätte, wär das Paket durchgekommen. Das Volk hat vor ca. 2 J. deutlich nein gesagt zu 10% mehr AHV. Das wurde nicht berücksichtigt.
    • Pafeld 22.09.2018 14:44
      Highlight Highlight Weil man behauptet hat, diese 70 CHF würden sinnlos mit der Giesskanne an die Neurentner verstreut werden. Stattdessen hat man systematisch Desinformation über den Sinn dieser 70 CHF betrieben, was dann die VOX-Analyse klar bestätigt hat. Die Initiative ist wuchtig bei den aktuellen Rentnern verworfen worden, weil sie sich um die 70 CHF betrogen fühlten. Und das überrasch auch nicht, dass die aktuellen Rentner nicht auf diese verzichten wollten, da die letzte Reform mehr als zwei Jahrzehnte her ist und die Mehrheit der Rentner auf Ergänzungsleisungen angewiesen ist.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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