
Endlich bricht aus, was schon immer raus musste.
kafi freitag
FragFrauFreitag
Liebe Frau Freitag. Während über 5 Jahren waren ich und meine Ex-Freundin ein Herz und eine Seele. Kein einziges Mal war ich richtig böse auf sie, nicht einmal nach der gemeinsam beschlossenen Trennung. Nun erfuhr ich, dass Sie sich knapp einen Monat nach unserer Trennung auf eine neue Beziehung eingelassen hat. Zum ersten Mal fühle ich mich verarscht. Darf ich böse auf meine Ex-Freundin sein? Und darf ich es ihr auch mitteilen? Liam, 23
06.06.2017, 09:3406.06.2017, 09:40

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Lieber Liam
Wenn man sich trennt, dann ist mehr nicht mehr zusammen. Faktisch hätte Ihre Ex 5 Minuten nach der Trennung einen neuen Freund haben dürfen.
Aber dennoch ist es verständlich, dass es einen kränkt, wenn man so schnell ersetzt wird. Das ist nur menschlich. Und in Ihrem Fall ist diese Erkenntnis vermutlich doppelt wichtig. Zum Einen ist jetzt wirklich klar, dass es da einen Schnitt gab und zum Zweiten können jetzt unterdrückte Gefühle endlich hochkommen. Es kann mir nämlich niemand erzählen, dass es nach einer Trennung nur Friede Freude und Eierkuchen gibt. Wenn dem so wäre, hätte man sich wohl kaum trennen müssen. Und selbst supereinvernehmliche Trennungen hinterlassen immer Enttäuschung und meistens auch Wut.
Wenn dem nicht so ist, darf man getrost an der Beziehung, die davor war, zweifeln. Wenn man jemanden verliert, der einem etwas bedeutet hat, dann geht das nun Mal nicht ohne Emotionen. Und dass Sie erst nach 5 Jahren Herz und Seele davon erfahren, ist auch eine Sache für sich. Vielleicht gut, dass Ihnen endlich die Augen geöffnet wurden und Sie sich nun endgültig von der Ex emanzipieren können. Dadurch werden Sie nämlich frei und unabhängig und das ist das Wichtigste.
Ob Sie es Ihr sagen dürfen? Natürlich! Sie dürfen alles. Aber unter dem Strich ist es mehr Ihr Thema, als das Ihrer Ex.
Mit herzlichem Gruss. Ihre Kafi
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Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen:
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Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (
Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 12-jährigen Sohn in Zürich.
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