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EGE Import Export an der Zürcher Josefstrasse darf keine Lebensmittel mehr verkaufen.
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Immo-Riese vertreibt türkische Quartierläden mit Verkaufsverbot für Lebensmittel

Die Quartieraufwertung im Zürcher Langstrassenviertel trifft nun auch zwei beliebte türkische Quartierläden. Die Immo-Verwalterin Swiss Prime Site verbietet den Geschäften Lebensmittel zu verkaufen. Doch das ist, was die tun. 
10.03.2016, 12:1710.03.2016, 15:06

Die grösste Immobilienverwalterin der Schweiz, die Swiss Prime Site, erhält heute schlechte Presse im «Tages-Anzeiger». Deren Tochterfirma Wincasa verbietet dem türkischen Quartierladen Dirok Market Lebensmittel zu verkaufen, ansonsten der Mietvertrag nicht verlängert werde. Begründet wird das Verbot damit, dass schon Migros und Denner in unmittelbarer Nähe das gleiche täten.   

Da Denner mit einer Filiale im gleichen Gebäudekomplex nach eigenen Angaben keine Konkurrenzschutz-Klausel im Mietvertrag hat, vermuten Quartierbewohner, dass Swiss Prime Site und Wincasa den Dirok Market schlicht loswerden wollen, um einen Swisscom oder Sunrise-Shop einzuquartieren. 

Prozessieren oder nicht prozessieren?

Für die Betreiber des Dirok Market bedeutet das Lebensmittelverbot das Ende der Geschäftstätigkeit, denn vor Gericht gehen will die Besitzerfamilie nicht. «Das kostet nur viel Geld und könnte das Ende unseres Ladens höchstens hinausschieben», sagt Besitzerin Fatma Yapici. 

Auch an der Josefstrasse versucht die Wincasa einen orientalischen Lebensmittelhändler mit derselben Methode los zu werden. EGE Import Export handelt hauptsächlich mit Lebensmitteln und hat ein angeschlossenes Restaurant und einen Barbiershop. Weil sich der Besitzer Erol Kutlu weigerte, seinen Laden zu schliessen, verlängerte ihm die Wincasa 2013 den Mietvertrag nicht. Im Gegensatz zu den Yapicis prozessiert Kutlu gegen die Wincasa. Derzeit liegt der Fall vor Obergericht. (thi) 

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