Charlie Hebdo
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Markus Seiler, Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB), spricht waehrend einem Interview bei einer Medienkonferenz des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) zum Lagebericht 2013, am Dienstag, 30. April 2013 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Markus Seilers Nachrichtendienst soll mehr Kompetenzen erhalten. Bild: KEYSTONE

Internet- und Handy-Überwachung

Schweizer Terrorexperten sehen Sammlung von Datenmassen kritisch 

Mit dem neuen Nachrichtengesetz NDG soll der Nachrichtendienst des Bundes den Internetverkehr der Schweiz mit dem Ausland belauschen und auf bestimmte Begriffe durchsuchen können. Experten halten wenig davon.

«Man hat Unmengen von Daten und weiss nicht, was man damit anfangen soll», wird Informatik-Forensiker Guido Rudolphi im Blick zitiert. Auch Terrorismus-Expertin Christina Schori Liang hält die Massenüberwachung für «zwecklos». Die begrenzten Ressourcen sollten lieber dafür genutzt werden, Verdächtige zu überwachen.

Statt Massenüberwachung fordert sie «aktiv Gegenpropaganda». Diesen Weg beschreiten die Schweizer Ermittler schon heute, indem sie ein Internet-Monitoring betreiben und gezielt nach Dschihadisten Ausschau halten.

«Hier ist die Schweiz Vorreiterin», sagt Terrorismus-Forscher Lorenzo Vidino. So arbeite die Schweiz mit vergleichsweise wenigen Leuten sehr effizient und könne immer wieder Erfolge verbuchen. 

Nach Pariser Attentat: Politiker über Überwachung in der Schweiz

Umfrage

Soll die Überwachung der Handy- und Internet-Nutzung ausgebaut werden?

  • Abstimmen

355 Votes zu: Soll die Überwachung der Handy- und Internet-Nutzung ausgebaut werden?

  • 9%Ja, das ist für die Sicherheit notwendig
  • 90%Nein, wir werden schon genug überwacht

(kad)



Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Wenn 10'000 Schweizer ihr Gast-WLAN öffnen, wird die staatliche Netz-Überwachung nutzlos»

Anonymes Surfen im WLAN von Cafés und Bars soll in der Schweiz bald nicht mehr möglich sein. Die Bewegung #CHFreeWiFi ruft mit einer originellen Idee zum zivilen Ungehorsam auf. Der Schuss kann allerdings nach hinten losgehen.

Justizministerin Simonetta Sommaruga zieht die Schraube an. «Angriff auf die Privatsphäre» ist noch das höflichste, was Medien zuletzt über den Ausbau der staatlichen Internetüberwachung schrieben.

Konkret will der Bund künftig nicht nur Handy- und Internet-Nutzer jederzeit identifizieren können (was längst Realität ist), sondern neu auch wissen, wer, wann und wo einen offenen WLAN-Hotspot bei McDonalds, Starbucks etc. genutzt hat. Der gläserne Bürger wird somit auch in der Schweiz …

Artikel lesen
Link to Article