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«Bild» und der Vorwurf gegen Dall

Die Beweise sprechen gegen jegliche Seriosität

Komoediant Karl Dall zusammen mit seiner Tochter Janina am Samstagabend, 13. Januar 2001, nach der Aufzeichnung der Geburtstagsshow 60 Jahre Karl Dall im Studio Hamburg. Die Show soll zum 60. Geburtstag von Karl Dall am Donnerstag, 1. Februar 2001, um 20.15 Uhr im Ersten Programm der ARD ausgestrahlt werden. (AP Photo/Christof Stache)

Karl Dall mit Tochter Janina 2001. Bild: AP

«Was geschah wirklich in Karl Dalls Hotelzimmer?», fragt die Bild jetzt mit Blick auf den 5. September 2013, als der Komiker eine Schweizer Journalistin vergewaltigt haben soll. Ausserdem ist von neuen Vorwürfen die Rede, von denen wir aber im Text nichts erfahren.

Auch sonst lässt die Zeitung den Leser mehr verwirrt als aufgeklärt zurück. Denn die Antwort auf die Frage, was wirklich geschah, ist: «Bild» hat drei Theorien. Erstens: Er hat sie vergewaltigt («schwer zu beweisen!»). Zweitens: Sie hatten einvernehmlich Sex («auch hier ist die Beweislage unklar.»). Drittens: Alles gelogen («für Dall gilt die Unschuldsvermutung!»).

Wir haben deshalb auch noch drei Thesen aufgestellt. Erstens: «Bild» musste irgendwas Neues zu Dall schreiben («egal, ob es Wiederholungen von gestern sind»). Zweitens: «Bild» hat keinen blassen Schimmer, was passiert ist («aber einen Finger, den man in die Luft halten kann, um zu schauen, von wo der Wind weht!»). Drittens: «Bild» hat keine Hemmungen, die Frau, die Dall der Vergewaltigung beschuldigt, mit Foto zu zeigen («seit wann geniessen potenzielle Opfer Schutz?»).

(phi)



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