Islam
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epa06343714 (FILE) A file picture dated 23 March 2016 shows Swiss philosopher and professor of Contemporary Islamic Studies Tariq Ramadan speaking during a panel session 'How can religion contribute to fight against extremism?', at the Geneva Press Club in Geneva, Switzerland. Several women have filed rape charges or sexual assault against Tariq Ramadan in the past month. Ramadan denied accusations. He is on leave from Oxford University where he was teaching as a professor.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Ramadan an einer Konferenz in Genf. Bild: EPA/KEYSTONE

Niedergang eines schillernden Doppelagenten: Der Fall Tariq Ramadan in 5 Akten

21.02.18, 11:24


Er ist eine der zentralen Figuren des frankophonen Islams und wohl einer der einflussreichsten Schweizer Denker und Schriftsteller der Gegenwart: Tariq Ramadan, Theologe mit internationalem Renommee.

Ramadan ist gefeiert wie gefürchtet. Befürworter in ganz Europa hängen an den Lippen des «islamischen Erneuerers» während seine Gegner ihn als «gefährlich» und «Prinzen der Doppelzüngigkeit» titulieren.

Sicher ist, Ramadan hat eine steile Karriere hingelegt: Er berät Regierungen, hält einen Lehrauftrag an der renommierten Oxford-Universität, ist Gast in zahlreichen Talkshows zur Primetime und debattiert dabei mit Persönlichkeiten wie dem französischen Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy.

Doch die Zukunft des Intellektuellen sieht weniger rosig aus. Der Schneeballeffekt nach dem Weinstein-Skandal hat auch ihn erfasst: In Frankreich reichten Ende 2017 zwei Frauen Klagen wegen Vergewaltigung, Gewalttätigkeit und Belästigung gegen ihn ein. In der Schweiz wird Ramadan beschuldigt, als Lehrer mit drei minderjährigen Schülern sexuelle Beziehungen gehabt zu haben. Der Skandal ist gross: Seit Anfang Februar sitzt der Theologe in Untersuchungshaft, Anhänger wenden sich von ihm ab und nun soll er auch noch an multipler Sklerose erkrankt sein.

Der Aufstieg und Untergang eines schillernden Theologen in fünf Akten. 

1. Akt: Die Muslimbrüder erhalten Nachwuchs 

Die Geschichte Ramadans nimmt 1962 in Genf seinen Anfang, wo er als das jüngste von sechs Kindern geboren wird. Das theologische Wirken wird Tariq in die Wiege gelegt: Er ist ein Enkel von Hassan al-Banna, dem Begründer der ägyptischen Muslimbrüder.

Der junge Ramadan besucht eine Schweizer Schule, studiert später Philosophie, französische Literatur und Sozialwissenschaften in Genf und schliesst sein Lizenziat mit einer Arbeit über Friedrich Nietzsche ab. Schon in jungen Jahren gilt er als äusserst wortgewandt und kultiviert.

Ramadan weiss früh um die Wichtigkeit, Kontakte zu knüpfen. Er freundet sich mit dem damaligen SP-Nationalrat Jean Ziegler an, ist aktiv bei der Nichtregierungsorganisation SOS-Racisme, engagiert sich für die palästinensische Sache. Später geht er nach Ägypten, um islamische Theologie zu studieren.

2. Akt: Steiler Aufstieg

Nach seinem Koranstudium kehrt er 1992 in die Schweiz zurück. In den darauf folgenden Jahren gründet er die Organisation «Musulmans, Musulmanes de Suisse», wird Lehrer für Philosophie in Genf und Lehrbeauftragter an der Universität Fribourg. In Frankreich tritt er zu dieser Zeit regelmässig im Fernsehen und an Konferenzen auf und sichert sich so einen immer wachsenden Bekanntheitsgrad. Seinen Namen ist spätestens ab 2003 den meisten Frankophonen ein Begriff, als er eloquent den damaligen Innenminister Nicolas Sarkozy an die Wand redet. 

Debatte Sarkozy vs. Ramadan

Video: YouTube/Kristopher Middleton

Ramadan wird Mitglied in diversen EU-Expertenkommissionen für Islamfragen und hält Vorlesungen an Hochschulen der ganzen Welt. Dabei sieht sich der Vater von vier Kindern als Vertreter des «Euro-Islams». Er fordert seine Glaubensbrüder auf, sich in der westlichen Welt nicht länger als Minderheit und Opfer anzusehen, sondern sich als vollwertige Bürger zu bezeichnen und gleichzeitig den Prinzipien des Islam treu zu bleiben. Diese Haltung sorgt besonders bei Zuwanderern der zweiten Generation in den Vorstädten, aber auch bei linken Intellektuellen für viel Zuspruch. 2009 wird Ramadan Professor für Islamwissenschaft an der Oxford-Universität in England.

3. Akt: Prinz der Doppelzüngigkeit

Mit diesem Lehrstuhl gerät Ramadan aber auch sofort in Kritik. Denn dieser wird vom Emirat Katar finanziert. Viel beachtet wird auch Ramadans Vorschlag, ein Moratorium für körperliche Strafen im islamischen Recht zu erreichen: Für seine Anhänger ein mutiger Reformvorschlag, während seine Gegner einen Skandal darin sehen, dass er sich nicht zu einer direkten Abschaffung dieser Strafen bekennt.

Im Januar 2015 äussert sich Ramadan zu dem Anschlag auf Charlie Hebdo und attestiert der Zeitschrift unter anderem einen «Humor von Feiglingen». Weiter stösst er seine Gegner mit einem auf seiner Webseite erschienenen Editorial vor den Kopf. Der Artikel kritisiert einen angeblich mangelnden «Universalismus» jüdischer Intellektueller sowie die Unfähigkeit gewisser französischer Publizisten, von ihrer jüdischen Abstammung zu abstrahieren und klar die Palästinapolitik Israels zu verurteilen.

Zu reden gibt ebenfalls seine familiäre Herkunft. Die Muslimbruderschaft ist eine der einflussreichsten sunnitisch-islamistischen Bewegungen. Gegründet wurde sie als Reaktion auf die, wie sein Grossvater al-Banna meinte, sich verbreitende Zügellosigkeit innerhalb der muslimischen Gesellschaft. Die Muslimbrüder strebten an, einen islamischen Staat aufzubauen.

Seine Kritiker werfen Ramadan vor, für eine besonders konservative und politische Auslegung des Islam einzutreten. Er selbst weist aber jede Nähe zu extremistischen Strömungen zurück. Ist Tariq Ramadan ein radikaler Salafist oder differenzierter Reformer? Mehrere Dutzend Bücher haben sich seit 2003 mit dieser Frage befasst.

Zwischen 1995 und 1996 ist es Ramadan nicht erlaubt, in Frankreich einzureisen. Das französische Innenministerium erteilt ihm ein entsprechendes Verbot. Der Vorwurf: Er unterstütze Islamisten. Jean Ziegler reicht damals übrigens eine Interpellation gegen die «willkürliche» Massnahme ein. Einige Jahre später, zwischen 2004 und 2010, erteilt die USA dem Theologen aus politischen Gründen ein Einreiseverbot. 

4. Akt: Schweizer Weinstein? 

Im Zuge der MeToo-Bewegung erstattet die feministische Muslimin Henda Ayari, früher bekennende Salafistin, im Oktober 2017 Anzeige gegen Ramadan. Ihr Vorwurf: Ramadan habe sie 2012 in einem Pariser Hotel vergewaltigt. Ayari hat das Erlebte in ihrer Jahre zuvor erschienenen Autobiografie «J’ai choisi d’être libre» (deutsch: Ich habe mich entschieden, frei zu sein) beschrieben, ohne den Namen ihres Peinigers zu nennen. Später kommt Ayari jedoch selbst in Kritik, als Facebook-Chats zwischen ihr und Ramadan an die Öffentlichkeit gelangen. Darin wird ersichtlich, dass Ayari knapp ein Jahr nach dem mutmasslichen Übergriff auf freundschaftliche Weise den Kontakt zu Ramadan sucht. Laut den Kritikern Grund genug, Ayaris Version anzuzweifeln. 

«Die Verteidigung von Tariq Ramadan: ‹Ich bin die sechste Säule des Islams.›» Wegen dieser Titelseite gingen bei der Satire-Zeitschrift viele Charlie Hebdo Morddrohungen ein.  Bild: screenshot charlie hebdo

Wenige Tage nach Ayari reicht eine weitere Frau, eine gehbehinderte 45-jährige Französin, Klage gegen Ramadan ein. Auch sie berichtet, der Gelehrte sei in einem Hotelzimmer über sie hergefallen, habe sie vergewaltigt und geschlagen. Ramadan habe ihr ausserdem die Krücken weggenommen, sie an den Haaren ins Badezimmer geschleift und auf sie uriniert, wie die Frau der Zeitung Marianne erzählt. 

Ramadans Antwort: «Ich habe mit diesen Frauen nie Geschlechtsverkehr gehabt.» Diese Behauptung gerät aber ins Wanken, als die Frau erklärt, Ramadan habe eine drei Zentimeter lange Narbe zwischen Leiste und Geschlecht, was dieser daraufhin bestätigen musste. 

Im November wird bekannt, dass Ramadan auch in der Schweiz  mit seinem Verhalten auffiel. Die Tribune de Genève berichtet von Vorwürfen, Ramadan habe in den 90er-Jahren als Lehrer an einem Genfer Gymnasium mit mehreren minderjährigen Schülerinnen ein Verhältnis gehabt. Der damalige Direktor der Schule bestätigt gegenüber der Zeitung, über derartige Aussagen informiert gewesen zu sein. Untersuchungen seien damals aber nicht eingeleitet worden. 

Die Gegner des charismatischen Rhetorikers lachen sich derweil ins Fäustchen, hat Ramadan doch immer gegen jegliche Gewalt und für die Enthaltsamkeit ausserhalb der Ehe gepredigt.

Letzte Woche hat sich in den USA nun ein drittes mutmassliches Opfer gemeldet, wie die US-Anwältin Rabia Chaudry auf Facebook bekannt gibt. Sie habe den Fall an den Bundesstaatsanwalt weitergegeben. 

5. Akt: Der gefallene Prinz

In Frankreich läuft gegen Ramadan wegen den Vergewaltigungsvorwürfen nun ein Ermittlungsverfahren. Bei seiner Einreise Ende Januar wird er festgenommen und sitzt seither in einem Untersuchungsgefängnis in Paris. Er bestreitet die Vorwürfe, wertet sie als Teil einer Verleumdungskampagne und hat eine Gegenklage eingereicht. 

Am 17. Februar berichtet die Radiosendung Journal du dimanche, dass im Zuge der französischen Ermittlungen auch eine Schweizerin als Zeugin einvernommen werde. Die Frau sei eine ehemalige Geliebte Ramadans. 

Vor drei Wochen haben Ramadans Anwälte eine medizinische Untersuchung gefordert, die darüber entscheiden soll, ob ein Gefängnisaufenthalt für den 55-Jährigen zumutbar ist oder nicht. Denn Ramadans Zustand soll sich während der Zeit seiner Inhaftierung erheblich verschlechtert haben, die Rede ist von multipler Sklerose. Doch seit Montag ist sicher: Der Prediger muss in Haft bleiben. Sein Gesundheitszustand ist laut ärztlichem Gutachten mit seiner Inhaftierung vereinbar.

Etwa zeitgleich mit der Enthüllung von Ramadans schlechtem Gesundheitszustand taucht in den sozialen Medien ein Video auf, in dem Ramadans Ehefrau Iman zu sehen ist. Sie wirft den Medien eine Vorverurteilung ihres Mannes vor und plädiert für Gerechtigkeit.

Kritiker sehen darin eine Medienstrategie. Die französische Zeitung «Liberation» spricht bei der Enthüllung der beiden neuen Informationen – dem Verdacht auf multiple Sklerose und der Videobotschaft der Ehefrau – von einem «diabolisch effizienten Timing von Ramadans Anhängern». Dass sich Iman Ramadan zum Fall äussere, sei zudem eine Überraschung, da die Ehefrau bisher stets «im Schatten verborgen» gewesen sei.

Die Vorwürfe gegen Kevin Spacey

Video: srf

#MeToo: Diese Frauen belasten Harvey Weinstein

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51
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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Saraina 21.02.2018 22:58
    Highlight "Im Zweifel für den Angeklagten" scheint nicht mehr zu gelten, wenn politische Interessen im Spiel sind.
    4 10 Melden
    • Maracuja 22.02.2018 08:16
      Highlight Der Grundsatz „in dubio pro reo“ gilt für Prozesse. Soweit ist dieser Fall aber gar noch nicht fortgeschritten. Solange die Untersuchung läuft bzw. kein Urteil gesprochen ist, gilt die Unschuldsvermutung (wenn wie in diesem Fall kein Geständnis vorliegt). Vorverurteilungen sind genauso fehl am Platz wie Behauptungen, es handle sich um ein von politischen Interessen geprägtes Verfahren. Vergewaltigung ist ein schweres Delikt, das entsprechend geahndet werden muss.
      4 0 Melden
    • Saraina 22.02.2018 08:54
      Highlight ...dafür spielt plötzlich die Zensur, wenn eine Meinung nicht linienkonform ist? Das besänftigt keine Zweifel. Ich könnte mir vorstellen, das Ramadan für alle die zum Märtyrer wird, die sich nicht den Salafismus als neue islamische Leitkultur vorschreiben lassen wollen.
      2 3 Melden
    • Saraina 22.02.2018 09:50
      Highlight Maracuja, ich weiss das. Ich meine die Vorverurteilung durch die Medien, die von "diabolisch" sprechen, wenn sich die Frau von Ramadan zu Wort meldet. Und für mich ist es nicht von der Hand zu weisen dass die Beschuldigungen praktischerweise während einer massiven Imagekampagne Saudi Arabiens und einer ebenso massiven Verteufelung der Muslimbrüder und Katars kommen. Das wirft dem unbefangenen Leser zumindest Fragen auf.

      In Frankreich lässt es sich als verurteilter Vergewaltiger einer Minderjährigen übrigens ganz gut lebeb...

      1 4 Melden
    • Maracuja 22.02.2018 09:51
      Highlight @Saraina

      Was wird in diesem Zusammenhang zensuriert.
      0 0 Melden
    • Saraina 22.02.2018 17:53
      Highlight Mehrere Beiträge von mir, die weder unsachlich noch irgendwie beleidigend waren, aber offensichtlich nicht zur verordneten Leseart passen.
      2 1 Melden
  • kularing 21.02.2018 17:24
    Highlight Wieso steht im Artikel nichts davon, dass Ramadan erfolgreich, die von Hervé Loichemol inszenierten Aufführung eines Voltaire-Stücks verhinderte, mit dem man in Genf und in Ferney-Voltaire den 300. Geburtstag des Philosophen feiern wollte. (...)

    Es war religionskritisch.

    Soviel ich weiss, wurde das Stück seither nirgends mehr gezeigt, weil sich niemand mehr traute.

    https://www.nzz.ch/articleDFFWU-1.192273
    29 1 Melden
  • Rabbi Jussuf 21.02.2018 14:33
    Highlight Warum wird nichts über seinen Vater Said Ramadan gesagt, der doch immerhin eine wichtige Nummer bei den Muslimbrüdern war???

    Und warum wird sein Bruder Hani nicht erwähnt, der schon seit Jahrzehnten Schlagzeilen mit seinen zurückgebliebenen islamischen Ansichten über Frauen und Scharia Schlagzeilen macht???? und anscheinend immer noch an einer Schweizer Schule unterrichten darf, während er in Frankreich Auftrittsverbot hat?
    46 10 Melden
    • Maracuja 21.02.2018 15:33
      Highlight Wo unterrichtet denn Hani Ramadan heute? Der hat doch schon vor Jahren seine Stellung als Gymilehrer aufgeben müssen, weil er sich eindeutig pro Steinigung äusserte. War halt nicht so schlau wie sein jüngerer Bruder, der sich für ein Moratorium (das wohl gilt, solange Muslime nicht die Mehrheit in einem Staat haben - nehm ich an, Ramadan hat das m.W. nie genauer ausgeführt) aussprach.
      20 3 Melden
    • Rabbi Jussuf 21.02.2018 17:02
      Highlight Maracuja
      Ich schrieb ja "anscheinend". Ich weiss es nicht. Es ist nur so dass Hani nach einer Beurlaubung einen Rekurs gewonnen hatte und für 2 Jahre sein Gehalt nachgezahlt werden musste. (wiki)

      Schlimm finde ich auch, dass sich Oxford einen Lehrstuhl aus Katar finanzieren lässt.
      18 1 Melden
    • Maracuja 21.02.2018 20:22
      Highlight Rabbi Jussuf

      Eine Entschädigung hat er zwar erhalten (sogar eine unerklärlich hohe - üblich sind bei ungerechtfertigten Entlassungen max. sechs Monatslöhne), zurück an seinen Arbeitsplatz durfte er aber nicht. <Der Kanton Genf stellte ihn daraufhin erneut an und musste ihm zwei Jahreslöhne nachzahlen; eine Lehrtätigkeit an der öffentlichen Schule wurde ihm aber nicht mehr gestattet> Wikipedia
      Zurzeit ist er Direktor des Islamischen Zentrum Genfs, das sein Vater gegründet hat.
      7 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 21.02.2018 22:09
      Highlight Danke!
      Hab wohl nicht alles gelesen.
      Würde sich wohl lohnen, das "Islamische Zentrum" genauer unter die Lupe zu nehmen.
      5 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 22.02.2018 01:31
      Highlight Maracuja
      Nach zwei Jahren wurde er vom Kanton Genf wieder eingestellt... Wo? In welcher Funktion? Ich habe dazu nichts gefunden. Wird er noch bezahlt, obwohl er anscheinend nicht mehr unterrichtet?
      0 0 Melden
  • Don Sinner 21.02.2018 13:17
    Highlight "einer der einflussreichsten Schweizer Denker und Schriftsteller der Gegenwart". Das wär mir das neuste. Bitte Scharlatane, Blender und Schwätzer (was zutreffender ist als "Denker") nicht unnötig beweihräuchern.
    53 9 Melden
    • Spooky 21.02.2018 13:53
      Highlight @Don Sinner

      Richtig sollte es heissen: "....einer der tausend einflussreichsten Schweizer Denker...." 😂
      9 10 Melden
  • Angelo C. 21.02.2018 13:08
    Highlight Nun hat es also auch diesen schrägen Vogel erwischt und ihm wird, nicht zuletzt auf Grund seiner äusserst konservativen islamistischen Vorstellungen, der kruden Lehrpositionen auch, in der Schweiz kaum jemand eine Träne nachweinen 👍🏼 !
    45 5 Melden
  • N. Y. P. 21.02.2018 13:02
    Highlight Der damalige Direktor der Schule bestätigt gegenüber der Zeitung, über derartige Aussagen informiert gewesen zu sein. Untersuchungen seien damals aber nicht eingeleitet worden.

    Wieso wurden keine Untersuchungen eingeleitet ? Oder habe ich was übersehen im Text ?


    ..da die Ehefrau bisher stets «im Schatten verborgen» gewesen sei.

    Humane Umschreibung für ihren Status als Frau.
    56 5 Melden
    • Saraina 22.02.2018 09:00
      Highlight Diabolisches Timing ist gut. Wenn mein Ehemann derartiger Taten bezichtigt würde, und ich ihn für unschuldig hielte, würde ich auch aus dem Schatten treten. Verborgen war die Frau ja bis jetzt nicht, nur nicht in der Öffentlichkeit.

      Es sind übrigens auch etliche Kollegen der Oxford Universität "aus dem Schatten getreten", und haben sich für eine faire Behandlung Ramadans eingesetzt. Denn bis jetzt gibt es nur Anschuldigungen und eine Hexenjagd, die total politisch inspiriert riecht.
      5 4 Melden
    • N. Y. P. 22.02.2018 09:37
      Highlight Er soll eine faire Verhandlung bekommen. Klar.

      Die Hexenjagd ist entstanden, weil er umstrittene Ansichten (Moratorium) vertritt und er vermutlich gegen Aussen seine radikalen Ansichten verbirgt. Auch ich halte ihn für einen Wolf im Schafspelz.

      Aber, er soll jetzt einen fairen Prozess bekommen.
      4 0 Melden
    • Maracuja 22.02.2018 10:03
      Highlight @Saraina

      Wenn die Polizei eine Anzeige wegen Vergewaltigung erhält, muss sie dieser nachgehen, auch wenn ausser einer Aussage der Anzeigeerstatterin keine Beweise vorliegen, s. Fall Kachelmann & Strauss-Kahn. Handelt es sich bei der angezeigten Person um einen Ausländer, der sich in sein Heimatland absetzen könnte, ist die Anordnung von U-Haft während der Ermittlung nicht ungewöhnlich, s. Fall Kachelmann. Bereits von einer Hexenjagd zu reden, ist fragwürdig, warten Sie doch die Untersuchungsergebnisse ab.
      5 0 Melden
    • Saraina 22.02.2018 17:29
      Highlight Ich spreche nicht von einer Hexenjagd der Justiz, die offnsichtlich ihre Arbeit macht. Mich stört weder Anklage noch Untersuchungshaft. Die Hexenjagd und Vorverurteilung findet in den Medien statt. Sein Versuch, sich aus gesundheitlichen Gründen von der U-Haft befreien zu lassen, oder dass seine Frau und Arbeitskollegen sich für ihn aussprechen ist eben nicht "diabolisch" sondern durchaus normal.
      2 1 Melden
    • Saraina 22.02.2018 17:51
      Highlight Maracuja: Muslime waschen sich nach dem Toilettengang, Urin gilt als höchst unrein. Nun wird in den Zeitungen breitgeschlagen, Ramadan habe auf eine Behinderte uriniert - gerade dann, wenn Saudi Arabien Katar boykottiert und herzige Versuche macht, sich dem Westen anzubiedern. Wetten, Ramadans Gefolgschaft wittert hier eine Verschwörung, nicht von Israel, sondern seitens KSA, das mit Katar, Al- Jazeera und Ramadan um Einfluss auf Europas Muslime ringt? Von daher gesehen finde ich die Berichterstattung und mediale Vorverurteilung und konstante Verweise auf seinen Vater und Bruder fragwürdig.
      3 3 Melden
  • MaskedGaijin 21.02.2018 12:12
    Highlight Möge er noch lange in Untersuchungshaft bleiben.
    55 12 Melden
  • juba 21.02.2018 11:56
    Highlight In der Schweiz wird Ramadan beschuldigt, als Lehrer mit drei minderjährigen Schülern sexuelle Beziehungen gehabt zu haben? – falsch: Schülerinnen!
    28 7 Melden
  • Guzmaniac 21.02.2018 11:44
    Highlight Die Einleitung "blablabla in X Akten" verwendet ihr mittlerweile auch bei gefühlt jedem zweiten Artikel.
    57 8 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 21.02.2018 12:58
      Highlight Stimmt, aber das Schema "X Dinge, die du über blablabla wissen musst" finde ich noch schlimmer.
      24 0 Melden
    • Madison Pierce 21.02.2018 13:24
      Highlight Ist mir auch aufgefallen. Der Titel "...in x Akten" kommt bei verschiedenen Autoren vor, scheint also keine persönliche Vorliebe zu sein. :)

      Überhaupt scheinen die Leute bei watson ein Faible für Zahlen zu haben: es gibt nicht "Suppen für kalte Tage", sondern "7 Suppen für kalte Tage", nicht "liebevoll versteckte Film-Details" sondern "10 liebevoll versteckte Film-Details" etc.
      21 0 Melden
  • Rumbel the Sumbel 21.02.2018 11:39
    Highlight Tariq Ramadan ist gefährlicher als gefährlich. Aber er konnte schalten und walten wie er wollte.
    32 7 Melden
    • Saraina 22.02.2018 15:38
      Highlight Wieso soll er gefährlicher als gefährlich sein? Irgendwelche Argumente? Wieso soll ein "Euro-Islam" gefährlicher sein als die salafistische Variante, welche zum Beispiel vom Islamischen Zentralrat vertreten wird? Ramadan war und ist kein Salafist, sein Lehrstuhl wurde ja von Katar finanziert und nicht von Saudi Arabien, welches wiederum weniger Lehrstühle als Dschihadisten finanziert. Was, ausser seiner Eloquenz also machte ihn gefährlich?
      0 3 Melden
    • Saraina 22.02.2018 22:13
      Highlight Salafistisch und wahabitisch ist das Selbe. Wahabiten sind Anhänger des Abdal Wahab, deswegen werden sie so genannt. Da "Al-Wahab" aber einer der Namen Gottes ist, und sie der Ansicht sind, dass Menschen nicht einen solchen Namen tragen dürfen, nennen sie sich Salaf. Salaf ist die Bezeichnung der Gefährten des Propheten Muhamads, in deren direkter Nachfolge sich die Salafisten oder Wahabiten sehen. Sie lehnen die vier Rechtsschulen ab und befürworten den Gottesstaat und die Scharia in all ihren Facetten.
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