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epa04547935 (FILE) FIFA Vice-President representing Asia, Prince Ali Bin al Hussein (L) presents a souvenir to FIFA President, Sepp Blatter (R) during a press conference in Amman, Jordan, 26 May 2014.  FIFA's current vice president Prince Ali bin al-Hussain said on 06 January 2015 he planned to challenge the incumbent Sepp Blatter for the presidency. The determination by Swiss national Blatter to run for a fifth consecutive term has met with criticism across Europe. Al-Hussain had been widely considered a favourite to challenge Blatter in the upcoming poll.  EPA/JAMAL NASRALLAH

Al Hussein wird im Mai gegen Joseph Blatter antreten. Bild: JAMAL NASRALLAH/EPA/KEYSTONE

Zur Kandidatur von Al-Hussein

«Mein linker grosser Zeh hat mehr Chancen gegen Blatter»

Für Joseph Blatter wäre es die fünfte Amtszeit, doch bei der Wahl zum FIFA-Präsidenten bekommt der Schweizer nun Konkurrenz: Der jordanische Verbandschef Prinz Ali Bin Al Hussein will gegen ihn antreten. Doch wie stehen dessen Chancen?



Ein Artikel von

Spiegel Online

Prinz Ali Bin Al Hussein tritt bei der Wahl zum FIFA-Präsidenten gegen Joseph Blatter an. Das gab der Vizepräsident des Weltfussballverbandes in der Nacht auf Dienstag via Twitter bekannt.

«Es war keine einfache Entscheidung», teilte Hussein mit. Er habe in den vergangenen Monaten viele Gespräche mit FIFA-Kollegen geführt und sich die Kandidatur reiflich überlegt. «Ich habe wieder und wieder gehört, dass es Zeit sei für eine Veränderung.»

Dass FIFA-Präsident Blatter eine fünfte Amtszeit anstrebt, wird vor allem in Europa kritisiert. Für grosse Fussballnationen wie Deutschland, England und Frankreich ist der Schweizer nicht mehr tragbar; sie wollen, dass er abtritt. Vor allem die umstrittene Weltmeisterschaft 2022 in Katar lässt die FIFA seit Monaten schlecht aussehen.

Seit Blatter 1998 unter dubiosen Umständen Chef der FIFA wurde, hat es dort zahlreiche Korruptionsaffären gegeben. Bei weltumspannenden Organisationen, die sich einer transparenten Unternehmensführung verpflichten, wäre jede einzelne dieser Affären ein Rücktrittsgrund für einen Vorsitzenden gewesen.

Platinis Schützling

Michel Platini, Chef der Uefa und einst ein treuer Weggefährte des FIFA-Präsidenten, ist nun die Schlüsselfigur der Blatter-Opposition. Der «Spiegel» berichtete schon im Dezember darüber, dass Platini den 38 Jahre alten Königssohn in Stellung bringen wolle.

Prinz Ali Bin Al Hussein ist Präsident des jordanischen Fussballverbands und seit 2011 Mitglied der FIFA-Exekutive und soll Blatter bei der Präsidentenwahl Ende Mai vor allem Stimmen der Asiaten und Europäer abspenstig machen. Bislang hat ausser ihm und Blatter nur der frühere FIFA-Funktionär Jerome Champagne seine Absicht zur Kandidatur erklärt. Ihm werden keine Aussichten eingeräumt.

FIFA president Sepp Blatter, right, and UEFA president Michel Platini talk before the semi final soccer match between Real Madrid and Cruz Azul at the Club World Cup soccer tournament in Marrakech, Morocco, Tuesday, Dec. 16, 2014. (AP Photo/Christophe Ena)

Michel Platini will mit Al Hussein Blatter vom Thron stürzen.  Bild: Christophe Ena/AP/KEYSTONE

Doch Blatter zählte schon vor Monaten in seinem Büro jene Verbände Europas auf, die fest an seiner Seite stehen sollen. Er baut auf Spanien, auf Italien, die Türkei, Moldau, Litauen, Lettland, Slowenien, Rumänien, Bulgarien, Russland, selbst auf Norwegen. Ein weiteres Dutzend, davon geht er wohl aus, werde folgen, es wäre in etwa die Hälfte aller europäischen Stimmen.

Ein Angestellter des FIFA-Hauptquartiers, der Zugang zum Präsidenten hat, sagt: «Mein linker grosser Zeh hat mehr Chancen gegen Blatter als ein Mann von Platinis Gnaden.»

(vet/dpa/Reuters/Ap/cma)

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