DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ombudsmann schmettert Beanstandungen wegen Epineys Heiratsantrag im TV ab



Bild

Dieser Antrag führte zu Beschwerden. Bild: Screenshot Twitter/Schweizer Illu

Ein für die meisten wohl rührendes Fernseh-Ereignis und seine Folgen: Der überraschende Heiratsantrag von SRF-Moderator Sven Epiney während der TV-Tanzshow «Darf ich bitten?» führte zu mehreren Beanstandungen. Ombudsmann Roger Blum befindet aber, dass der Antrag keinen Missbrauch darstellt. Er hat die entsprechenden Beanstandungen abgewiesen.

Epiney hatte in der Finalshow vom 30. März seinem Lebenspartner Michael Graber vor laufenden Kameras einen Antrag gemacht. Er war zuvor als Teilnehmer und nicht als Leiter der SRF-Fernsehshow zu sehen.

Im Fernsehen habe es Platz für Privates, auch Überraschendes gehöre dazu, heisst es im Dienstag veröffentlichten Newsletter der Ombudsstelle der SRG Deutschschweiz. «Dieses - von SRF nicht geplante - Ereignis bescherte sowohl Teilnehmenden wie auch dem Publikum einen schönen, emotionalen Moment.»

Kein Verständnis für «Propagandaaktion von Homosexuellenverbänden»-Beschwerde

Für das Unbehagen von mindestens fünf Zuschauern hat Ombudsmann Roger Blum kein Verständnis. Den Vorwurf, Epiney habe eine Gebühren finanzierte Sendung ausgenutzt, um seinen eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern, kann er nicht nachvollziehen.

Gar kein Verständnis hat Blum für die Sichtweise eines Beanstanders, der durch die «Propagandaaktion von Homosexuellenverbänden» die öffentliche Sittlichkeit gestört sah. «Wir sind nicht in Brunei, wo Homosexuelle hingerichtet werden. Wir sind auch nicht in Russland, wo sie diskriminiert werden. Wir sind in der Schweiz, einem Land, das die gleichgeschlechtliche Partnerschaft gesetzlich anerkennt. Das sollten Sie sich mal merken», konterte Blum. (tam/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Ungewöhnliche Hochzeit: 3800 Paare geben sich das Jawort

Sowas geht nur in Japan

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

3 Gründe, warum wir den Facebook-Leak nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten

Betrüger:innen haben durch den jüngsten Facebook-Leak ein riesiges Geschenk erhalten. Wir sagen, wie einfache Informationen wie die Handynummer missbraucht werden können.

Es ist doch nur ein Telefonbuch: Diesen Kommentar konnte man einige Male zum jüngsten Facebook-Datenleak lesen. Es waren verharmlosende Reaktionen darauf, dass seit vergangener Woche eine halbe Milliarde Handynummern, Vor- und Nachnamen und weitere persönliche Angaben wie Wohnort, Mailadresse oder Geburtsdatum im Internet kursieren.

Der Vergleich drängt sich nicht zu Unrecht auf: Vor Jahren gab es tatsächlich dicke Telefonbücher, wo Anschrift, Adresse und teilweise der Beruf von Millionen …

Artikel lesen
Link zum Artikel