Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Krankenkassenprämien werden 4,5 Prozent teurer

26.09.16, 10:08


Die Krankenkassenprämien für Erwachsene steigen im nächsten Jahr um durchschnittlich 4.5 Prozent. Am grössten ist der Anstieg mit 6.6 Prozent bei den Kinderprämien.

Grund dafür sei, dass die Prämien bei den Kindern in den letzten Jahren die Kosten nicht mehr zu decken vermochten, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Mitteilung vom Montag.

Zwar müssen die Krankenkassen für Kinder tiefere Prämien festsetzen als für Erwachsene. Die Höhe des Rabatts ist aber nicht vorgeschrieben. Auch die jungen Erwachsenen werden 2017 stärker zur Kasse gebeten: Ihre Prämien steigen im Schnitt um 5.4 Prozent.

Die Prämienerhöhung um 4.5 Prozent gilt für sogenannte Standardprämien - die Grundversicherung einer erwachsenen Person mit 300 Franken Franchise und Unfalldeckung. Je nach Kanton variieren die Zahlen stark.

In sieben Kantonen (AG, BE, LU, SH, TG, ZG, ZH) liegen die durchschnittlichen Anpassungen der Standardprämien unter 4 Prozent. Personen in elf Kantonen (AI, BL, FR, GE, GL, GR, JU, NE, SO, TI, VS) müssen mit einem Anstieg von über 5 Prozent rechnen.

Basler und Genfer zahlen am meisten

Am höchsten sind die Prämien für Erwachsene weiterhin in Basel und Genf mit 567 respektive 554 Franken. Die günstigsten Prämien bezahlen Erwachsene in Appenzell Innerrhoden mit 347 Franken und in Nidwalden mit 360 Franken.

Einen Einfluss auf die nächstjährigen Prämienanstiege hat auch der sogenannte verfeinerte Risikoausgleich. Kassen mit vielen gesunden Versicherten müssen ab 2017 mehr Geld in den Ausgleich einzahlen, ihre Prämien dürften stärker ansteigen. Krankenkassen mit Versicherten, die viele medizinische Leistungen benötigen, erhalten mehr Geld aus dem Ausgleichstopf. Diese Kassen dürften die Prämien moderater nach oben anpassen.

Die Krankenkassen müssen ihre Versicherten bis Ende Oktober über die Prämien für das kommende Jahr informieren. Ein Wechsel der Krankenkasse oder des Versicherungsmodells ist dann bis Ende November möglich.

Prämien steigen jährlich

Die Krankenkassenprämien sind seit der Einführung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im Jahr 1996 jedes Jahr angestiegen, in den letzten zehn Jahren im Schnitt um 3.6 Prozent. Lag die Durchschnittsprämie bei der Einführung noch bei 173 Franken pro Monat, sind es im nächsten Jahr bereits 447 Franken. Das BAG begründet dies mit der demographischen Entwicklung, dem medizinisch-technischen Fortschritt und Mengenwachstum. (sda)

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Goodzilla 27.09.2016 10:36
    Highlight Habe nun die Abrechnung vor mir liegen, da waren noch je SFR 5,2 Abzüge enthalten, Anstieg "nur" noch 14%
    0 0 Melden
  • Goodzilla 27.09.2016 10:33
    Highlight Überall steht geschrieben die Prämien erhöhen sich um 4,5 bis 6%, irgendwo habe ich gelesen, dass sie max: 10% steigen werden. Ich habe soeben unsere neuen Prämien ausgerechnet. Selber Wohnort, selbe Franchise, selbe KK (zweitgünstigste), neu bezahlen wir sage und schreibe 19,3% mehr KK Prämien! Wer soll das verkraften können? Es darf sich gerne ein interessierter Mitarbeiter von Watson bei mir melden, ich finde das einen Skandal. Ländlicher Wohnort, max Franchise.
    0 0 Melden