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Displaced people from the minority Yazidi sect, fleeing violence from forces loyal to the Islamic State in Sinjar town, walk towards the Syrian border, on the outskirts of Sinjar mountain, near the Syrian border town of Elierbeh of Al-Hasakah Governorate August 11, 2014. Islamic State militants have killed at least 500 members of Iraq's Yazidi ethnic minority during their offensive in the north, Iraq's human rights minister told Reuters on Sunday. The Islamic State, which has declared a caliphate in parts of Iraq and Syria, has prompted tens of thousands of Yazidis and Christians to flee for their lives during their push to within a 30-minute drive of the Kurdish regional capital Arbil. Picture taken August 11, 2014.     REUTERS/Rodi Said     (IRAQ - Tags: POLITICS CIVIL UNREST) CONFLICT)

Menschen der religiösen Minderheit der Jesiden auf der Flucht im Norden des Iraks. Bild: STRINGER/REUTERS

Mehr Schutz für Jesiden

Obama schickt weitere 130 Militärs in den Irak – Die EU gibt grünes Licht für Waffenlieferungen an Kurden



Die USA haben rund 130 weitere Militärbeobachter in den Irak geschickt. Sie sollen Möglichkeiten für zusätzliche humanitäre Hilfe zum Schutz für die tausenden Jesiden sondieren, die vor den islamistischen Milizen auf den Berg Sindschar geflohen sind.

Dabei gehe es um Wege, den Angehörigen der religiösen Minderheit über den Abwurf von Hilfsgütern aus der Luft hinaus zu helfen, teilte das US-Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Verteidigungsminister Chuck Hagel zufolge sind die Soldaten bereits in der Umgebung der Kurden-Hauptstadt Erbil eingetroffen.

«Diese Kräfte werden an keiner Kampfhandlung teilnehmen», hiess es. Sie sollten «vorübergehend» ins Land geschickt werden und sich dabei mit dem US-Aussenministerium und der Hilfsorganisation USAID abstimmen, um die Pläne auch mit internationalen Partnern zu koordinieren. Präsident Barack Obama habe die Entscheidung auf Empfehlung von Hagel gefällt.

Seit dem Vormarsch der radikalen Kämpfer der Sunniten-Bewegung Islamischer Staat im Juni haben die USA etwa 700 Soldaten zum Schutz ihrer Diplomaten und zur Beratung des irakischen Militärs in den Golfstaat entsandt. Seit einigen Tagen fliegen die USA zudem Luftangriffe auf die Islamisten, mit eher ernüchternder Bilanz. Eine Entsendung von Bodentruppen lehnt Obama kategorisch ab.

Waffen aus der EU

Unterdessen gab die Europäische Union ihren Mitgliedsstaaten grünes Licht für Waffenlieferungen an die irakischen Kurden im Kampf gegen die radikalen Islamisten. Auf einer Sondersitzung einigten sich die EU-Botschafter am Dienstagabend darauf, dass einzelne Staaten in enger Abstimmung mit der irakischen Regierung militärische Ausrüstung liefern dürfen, wie die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton mitteilte. 

Eine gemeinsame Haltung zu Waffenlieferungen fanden sie indes nicht. Einige Länder sprachen sich Diplomaten zufolge strikt dagegen, andere Länder, wie Frankreich, Italien und Tschechien, dafür aus. Deutschland und Grossbritannien erwägen inzwischen die Lieferung von Militärgütern an den Irak. Mindestens 200'000 Menschen sind im Nordirak vor den IS-Kämpfern auf der Flucht, viele davon sind Christen und Jesiden. (trs/sda/reu/dpa/afp)

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