Fussball
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Real's Daniel Carvajal, right, falls in front of Barcelona's Andres Iniesta during the final of the Copa del Rey between FC Barcelona and Real Madrid at the Mestalla stadium in Valencia, Spain, Wednesday, April 16, 2014. (AP Photo/Alberto Saiz)

Barça-Legende Andrés Iniesta war als kleiner Junge Real-Fan. Bild: AP

Diese 23 Fussball-Stars drückten als Kind ihrem späteren Erzrivalen die Daumen

Für viele Profifussballer geht irgendwann mal ein Traum in Erfüllung: Sie dürfen für das Team spielen, welches sie schon seit ihrer Kindheit liebten. Dieser Traum geht aber bei weitem nicht immer in Erfüllung. Im Gegenteil: Bei diesen 23 Stars ist bestätigt, dass sie als Kind ausgerechnet ihrem einstigen Erzrivalen die Daumen gedrückt haben.



Andrés Iniesta

Der Welt- und Europameister ist eine absolute Barcelona-Legende. Mit 15 Jahren wechselte er zu den Katalanen, gewann im Barça-Trikot alles, was man als Spieler gewinnen kann, und verliess den Verein erst 19 Jahre später in Richtung Japan.

In seiner Kindheit war Iniesta aber Fan eines anderen Teams – ausgerechnet von Real Madrid, wie ein alters Video zeigt. «Ich war Real-Fan, so fest, wie es nur geht», so der damals 11-jährige Iniesta.

Von den «Merengues» erhielt der junge Andrés allerdings nie ein Angebot. Als sich dann die renommierte Barcelona-Akademie «La Masia» meldete, sagte Iniesta deshalb zu – und wurde so zum Superstar.

John Terry

Der ehemalige englische Nationalverteidiger ist Rekordspieler beim FC Chelsea und so einer der grossen Helden aller Fans der «Blues». Als Kind schlug Terrys Herz allerdings für einen der grossen Konkurrenten von Chelsea. «Ich war Manchester-United-Fan», erklärte Terry einst gegenüber der «Daily Mail», «ihr wisst, wie es ist. Wenn man ein Junge ist, gefällt einem das Team, welches immer gewinnt. Zudem waren mein Vater und mein Grossvater United-Fans.»

Tatsächlich wäre Terry dann fast bei United gelandet. Sir Alex Ferguson lud das damals 14-jährige Talent zum Training ein und versuchte, Terry unter Vertrag zu nehmen. Allerdings entschied sich der Verteidiger dann doch gegen sein ehemaliges Lieblingsteam. «An meinem ersten Tag bei Chelsea wusste ich sofort, dass es der Klub ist, bei dem ich spielen will. Ich habe es toll gefunden», so der Kult-Verteidiger.

Cristiano Ronaldo

Die ersten Schritte zum Weltstar machte CR7 in seiner Heimat Portugal bei Sporting Lissabon – dabei war er zuvor ausgerechnet Fan von Lokalrivale Benfica. Dies verriet seine Mutter Dolores Aveiro einst in einem Interview mit «maisfutebol».

«Ich bin Sporting-Fan, Cristiano hingegen unterstützte früher Benfica wegen seinem Vater. Aber nach seinem Wechsel zu Sporting hat sich das geändert,» so die Mutter. Heute unterstütze Ronaldo noch immer seinen Jugendverein, versicherte Aveiro.

Giorgio Chiellini

In der Juventus-Verteidigung ist Giorgio Chiellini seit langer Zeit gesetzt. Schon fast 15 Jahre spielt der Innenverteidiger bei den «Bianconeri», in dieser Zeit gewann er 17 Titel. So ist er bei vielen Juve-Fans zu einem der Lieblingsspieler der Vereinsgeschichte geworden.

Wäre es nach dem kleinen Giorgio gegangen, wäre es aber wohl nie so weit gekommen. Chiellini steht offen dazu, dass er als Kind der AC Milan die Daumen drückte.

«Früher war ich Milan-Fan, leider. Maldini war mein Lieblingsspieler, zudem war mein Bruder Juve-Fan, deshalb konnte ich nicht das gleiche Team unterstützen. Aber als ich nach Turin kam, war es sofort wie Liebe. Heute ist es schwierig, jemanden zu finden, der mehr Juve-Fan ist als ich», erklärte Chiellini gegenüber «Juventus TV».

Tatsächlich streifte sich Chiellini sogar einmal in seiner Karriere ein Milan-Trikot über: Beim «Torneo di Arco» im Jahr 2000 testeten die Mailänder den damals 16-jährigen Chiellini, entschieden sich aber gegen eine Verpflichtung.

Paolo Maldini

Chiellini wurde also unter anderem Milan-Fan, weil Paolo Maldini sein Jugendidol war. Das Kuriose daran: Maldini selbst war seinerseits in jungen Jahren Fan von Juventus Turin.

«Ich war Juve-Fan», gab Maldini einst zu, «aber als ich bei Milan zu spielen begonnen habe und wegen meinem Vater habe ich dann doch den rot-schwarzen Weg eingeschlagen.» Und der Weg sollte ein langer werden: Ganze 901 Spiele absolvierte Maldini für Milan, damit ist er mit Abstand Rekordspieler der Mailänder. Schon Vater Cesare, später italienischer Nationaltrainer, war als mehrfacher Meister und Meistercup-Sieger eine Milan-Legende, heute steht mit Paolos Sohn Daniel die dritte Generation Maldini im Profikader.

FILE - In this  May 24, 2009 file photo AC Milan defender Paolo Maldini salutes his fans at the end of his last match at the San Siro stadium, after 24 years and 901 games for the club. Maldini has been presented to the media Monday, Aug. 6, 2018, as the club's sporting strategy and development director. (AP Photo/Alberto Pellaschiar)

Ein Leben lang «Rossonero» statt «Bianconero»: Paolo Maldini. Bild: AP

Mario Götze

In den Saisons 2010/11 und 2011/12 kam es in der Bundesliga zu Überraschungen: Borussia Dortmund wurde zweimal Deutscher Meister und wies so den Favoriten Bayern München in die Schranken. Einer der Schlüsselspieler beim BVB war damals Mario Götze – ein Bayern-Fan.

Als Götze dann Dortmund 2013 in Richtung München verliess, sprach er offen über seine Liebe zu den Bayern. Er gab sogar zu, als Kind in Bayern-Bettwäsche geschlafen zu haben. «Ja, das stimmt. Ich hatte damals auch ein Trikot von Zé Roberto! Ich glaube, wenn du im Allgäu, in Memmingen geboren bist, daher ja auch schnell in München bist, ist diese Verbindung einfach da», wird Götze von der «Abendzeitung München» zitiert.

epa04648018 Bayern Munich's Mario Goetze reacts after scoring the 2-0 lead during the German DFB Cup round of 16 soccer match between Bayern Munich and Eintracht Braunschweig in Munich, Germany, 04 March 2015. 

(ATTENTION: The DFB prohibits the utilisation and publication of sequential pictures on the internet and other online media during the match (including half-time).  EPA/TOBIAS HASE

Mario Götze war schon als Kind ein grosser Fan von Bayern München. Bild: EPA/DPA

Als Fussballer wurde Götze beim FCB allerdings nie wirklich glücklich. In seinen drei Saisons in München konnte der Offensivspieler nie an seine Leistungen aus Dortmunder Zeiten anknüpfen. So kehrte er im Sommer 2016 doch wieder zum BVB zurück.

Jamie Carragher

Als Kind muss sich jede Person aus Liverpool entscheiden: Entweder unterstützt man den aktuellen Premier-League-Leader FC Liverpool oder den FC Everton. Diese Entscheidung traf einst auch Liverpool-Legende Jamie Carragher – und er entschied sich für Everton.

Jamie Carragher (rechts) und seine Familie waren alle Everton-Fans.

«Als Kind war ich ein riesiger Everton-Fan», verriet der ehemalige Verteidiger einst dem «Liverpool Echo». «Mittlerweile hat sich das aber geändert. Nach all dem, was Liverpool für mich, meine Familie und meine Freunde getan hat, könnte ich nie mehr Everton-Fan sein», so der Champions-League-Sieger von 2005.

Raúl

Es gibt wohl kaum einen Spieler, den man mehr mit Real Madrid in Verbindung bringt als Raúl Gonzalez. Mit 741 Partien ist der Stürmer Rekordspieler der Blancos, zudem hinter Cristiano Ronaldo der zweitbeste Torschütze der Vereinsgeschichte.

Dabei hätte alles anders kommen können: Raúl war als Kind Fan vom Stadtrivalen Atlético, auch Vater Pedro war schon immer ein Anhänger der «Colchoneros». Tatsächlich spielte Raúl zu Beginn seiner Karriere dann auch im Atlético-Nachwuchs, allerdings wurde dieser im Jahr 1992 vom umstrittenen Präsidenten Jesus Gil y Gil aufgrund finanzieller Nöte aufgelöst.

Daraufhin kontaktierte Stadtrivale Real die Familie Gonzalez, man wolle den jungen Raúl übernehmen. Die Familie akzeptierte das Angebot, um dem damals 16-jährigen Talent eine Fussball-Karriere zu ermöglichen.

Allerdings hoffte Raúl auch während seiner Zeit bei Real noch, eines Tages zu Atlético zurückzukehren. So verriet der einstige Real-Trainer Jorge Valdano dem spanischen Radiosender «Onda Cero»: «Sie haben mir gesagt, dass Raúl zu Atlético zurück will. Ich habe dann geholfen, ihn zu überzeugen, dass er bei Real bleibt.» So blieb der Stürmer doch bei den «Blancos» – und wurde zur Legende.

Filippo Inzaghi

«Superpippo» ist ein Kultstürmer in Italien. Seine grössten Erfolge feierte der Stürmer bei der AC Milan, mit der er zweimal die Champions League gewinnen konnte. Zuvor spielte Inzaghi auch für Juventus Turin, wo er immerhin einmal Meister wurde.

Wenn man Inzaghi aber fragt, vom welchem Team er Fan ist, lautet die Antwort weder Milan noch Juventus – sondern, so berichten mehrere italienische Medien, Inter Mailand, der Erzrivale sowohl der «Rossoneri» als auch der «Bianconeri». Dies erklärte einst ausgerechnet Star-Trainer José Mourinho. Der Portugiese erklärte einst bei einer Pressekonferenz auf die Frage, ob es ihn stört, dass sein damaliger Inter-Spieler Mario Balotelli Milan-Fan ist: «Mir wurde gesagt, dass Inzaghi Inter-Fan ist, aber er verteidigt seine Farben bei Milan wie nur wenig andere. Deshalb ist es kein Problem.»

Inzaghi spielte einst in schwarz-blau – aber nicht bei Inter, sondern bei Atalanta.

Andrea Pirlo

Ähnlich wie bei Inzaghi sieht die Situation bei Andrea Pirlo aus. Der ehemalige Mittelfeld-Stratege gewann mit Milan je zweimal die Champions League und den Meistertitel, danach holte er vier «Scudetti» mit Juventus. Doch auch sein Herz schlägt seit seiner Kindheit eigentlich für Inter Mailand. Im Gegensatz zu Inzaghi lief Pirlo einst selbst im Trikot der «Nerazzurri» auf und absolvierte von 1998 bis 2001 40 Spiele für Inter.

«Ich habe eine wundervolle Erinnerung an den Moment, als Inter meinen Berater anrief, ich war als Kind Inter-Fan», berichtete Pirlo einst in der «Gazzetta dello Sport». Allerdings lief es dort dann nicht so, wie er es sich erhofft hatte: «Ich ging zu Inter, hatte eine gute Vorbereitung und konnte danach etwa 20 Saisonspiele absolvieren. In zweiten Jahr lief es dann weniger gut, deshalb wurde ich verliehen.»

Trotz allem bereut es Pirlo nicht, dass er nicht länger bei seinem Lieblingsverein geblieben ist. «Die Geschichte hat halt einen anderen Verlauf genommen. Es musste wohl so kommen», meinte der Italiener.

Neymar

«O Ney» hat seine Karriere in Brasilien beim FC Santos so richtig lanciert. Als Kind mochte der Superstar allerdings Palmeiras – also einen der grössten Rivalen von Santos. Dies bestätigte Neymar in einem Interview mit «ESPN»: «Ich war Palmeiras-Anhänger, aber als ich angefangen habe, professionell für Santos zu spielen, hat das gewechselt.»

Der junge Neymar (rechts) im Palmeiras-Dress.

Dass dies als Fussballspieler passiert, sei logisch, so Neymar weiter: «Wenn man klein ist, sucht man sich ein Team aus, das man unterstützen kann. Wenn man dann Sportler wird, ändert sich das. Wenn man nicht im Team seines Herzens ist, beginnt einem das Team zu gefallen, für das man spielt.»

Bei Neymar munkelt man zudem, er habe als Kind Real Madrid favorisiert, also nicht etwa Barcelona, wo er selbst einst spielte. Dies hat der Brasilianer allerdings selbst nie bestätigt.

Zinédine Zidane

Real Madrid und Zinédine Zidane – das passt einfach. Erst holte der Franzose als Spieler bei den «Königlichen» einen Meistertitel und einen Champions-League-Sieg, mittlerweile hat er als Trainer von Real weitere drei Mal die Königsklasse und einmal die Meisterschaft gewonnen.

Als Kind hätte Zidane wohl so etwas nie erwartet – vor allem deshalb nicht, weil er Barcelona-Fan war, wie er in einem Video verriet.

Beim zweiten seiner Herzensklubs, Juventus Turin, konnte «Zizou» hingegen selbst mal spielen: Zidane trug während fünf Saisons das schwarz-weisse Trikot und holte in dieser Zeit zweimal den Meistertitel.

Gareth Bale

Der walisische Flügelstürmer wurde bei den Tottenham Hotspur zum Star. Zuvor gingen seine Sympathien aber an einen anderen Klub aus London – den FC Arsenal, wie er in einem Interview in der spanischen Radiosendung «El Larguero» verriet: «Ich mochte Arsenal sehr. Aber als ich zu den Spurs wechselte, mochte ich Arsenal natürlich weniger.»

An den Gunners gefielen Bale vor allem die einzelnen Spieler: «Ich habe Thierry Henry und Patrick Vieira bewundert. Diese Art von Spieler. Sie waren unglaublich.»

Raheem Sterling

Fragt man einen Fan von Manchester United, welche zwei Vereine ihm am wenigsten sympathisch sind, wird die Antwort ziemlich sicher «Liverpool und Manchester City» lauten. Eine Ausnahme bildet wohl Raheem Sterling. Der englische Star spielte in seiner Karriere bisher nämlich ausgerechnet für Liverpool und City, obwohl er dazu steht, einst Anhänger von Manchester United gewesen zu sein.

«Ich sollte das eigentlich nicht sagen, aber als ich jünger war, war ich ein grosser Manchester-United-Fan», verriet Sterling dem «Mirror». Er habe auch ein Trikot der Red Devils gehabt, so Sterling weiter.

Manchester City's Raheem Sterling fights for the ball with Manchester United's Victor Lindelof, right, during the English Premier League soccer match between Manchester United and Manchester City at Old Trafford Stadium in Manchester, England, Sunday, Dec. 10, 2017. (AP Photo/Dave Thompson)

Raheem Sterling bei einem Spiel gegen Manchester United im Old Trafford. Bild: AP/AP

Ob von der ehemaligen Sympathie für United noch was übrig ist, wird Sterling wohl nicht verraten. Spannend ist aber: Manchester United ist neben Sheffield United das einzige Premier-League-Team, gegen das Sterling noch nie getroffen hat.

Ciro Immobile

Der Stern von Ciro Immobile ging in der Saison 2013/14 auf, als er mit 22 Toren Toptorschütze der Serie A wurde. Diese Treffer erzielte Immobile für den FC Turin – dabei war der Stürmer immer Anhänger von Stadtrivale Juventus gewesen.

Seine ganze Familie habe Juve früher unterstützt, erzählte der Knipser gegenüber «ilbianconero.com». «Wir hatten Juventus-Poster an den Wänden, wir waren alle Juventini.» Später spielte Immobile auch im Nachwuchs der «Bianconeri», zu mehr als fünf Teileinsätzen reichte es ihm in der ersten Mannschaft dann allerdings nicht.

Der junge Immobile konnte sich bei Juventus Turin nicht durchsetzen.

Mittlerweile steht Immobile bei Lazio Rom unter Vertrag, das in dieser Saison um den Meistertitel kämpft. Lazio liegt nur einen Punkt hinter dem momentanen Leader – Juventus Turin.

Kevin De Bruyne

In der letzten Saison lieferten sich in der Premier League Manchester City und Liverpool ein packendes Duell um den Titel. Am Ende setzten sich die «Citizens» durch. Eine wichtige Rolle übernahm dabei Kevin De Bruyne – ein einstiger Liverpool-Anhänger.

«Mein Lieblingsklub ist Liverpool und mein Lieblingsspieler ist Michael Owen. Ich würde gerne mal dort spielen», sagte der kleine Kevin einst in seinem allerersten Interview als Kind. Später erklärte er gegenüber dem «Match of the Day Magazine» auch noch warum: «Mein Familienteil, der in England lebt, war Liverpool-Fan. Und Owen liebte ich, weil ich war wie er, sehr klein und flink. Ich habe mich mit ihm verglichen.»

Sergio Agüero

De Bruyne ist derweil nicht der einzige City-Spieler, dessen Herz einst für den FC Liverpool schlug. Auch Starstürmer Agüero war als Kind Liverpool-Fan. Allerdings nicht wegen seiner Familie – der Grund ist relativ aussergewöhnlich.

«Ich war Liverpool-Fan, weil ich für Independiente spielte, das ebenfalls Rot als Hauptfarbe hatte», wird Agüero vom «Mirror» zitiert. Zudem habe auch ihm Michael Owen besonders gut als Spieler gefallen.

Sergio Aguero of Independiente reacts after he scored against River Plate, Sunday, March 12, 2006, during Argentine first division soccer match in Buenos Aires. The match ended 1-1 tie.  (AP Photo/Daniel Luna)

Sergio Agüero in roten Independiente-Dress. Bild: AP

George Weah

Der heute 53-Jährige ist der vielleicht beste afrikanische Fussballer der Geschichte. Gleich in mehreren europäischen Topligen vermochte Weah zu überzeugen. Auch in Italien, wo er fünf Jahre lang bei Milan spielte.

Dabei hätte der Stürmer aus Liberia eigentlich lieber für ein anderes Serie-A-Team gespielt, wie er Jahre später in einem Interview mit «L'Équipe» bekannt gab: «Juventus Turin ist mein Herzensklub, seit ich klein bin. Als Kind habe ich immer das Juve-Trikot getragen. Ich hätte so gerne mal für Juve gespielt, aber es war nicht möglich.»

Weah bejubelt einen Treffer in Turin gegen Juventus.

Dabei bewunderte Weah vor allem eine Juve-Legende: «Als ich Michel Platini im TV spielen sah, habe ich mich in diese Mannschaft verliebt. Als ich ihn später dann mal getroffen habe, konnte ich nicht aufhören zu lächeln.»

Isco

Real-Star Isco hat nie offen darüber gesprochen, welches Team er als Kind besonders gut mochte. Allerdings hat er gesagt, welches Team ihm nie besonders gut gefiel – Real Madrid. So gab er einst gegenüber «superdeporte.es» zu Protokoll: «Ich war nicht Real-Fan als Kind, ich würde sagen, dass ich etwas ein ‹Antimadridista› bin. Man weiss zwar nicht, wie die Zukunft sein wird, aber es ist ein Team, das mir nie gefallen hat.»

Isco erklärte weiter, dass ihm vor allem die Einstellung des Klubs missfiel: «Ich habe den Eindruck, dass es ein überheblicher Klub ist, so wie die Spieler sind. Ohne Bescheidenheit kommst du nicht weit.»

Heute sagt Isco, er sei so stark Madridista, wie es nur gehe. Allerdings machen immer wieder hartnäckige Gerüchte die Runde, Isco sei früher eigentlich Barcelona-Fan gewesen. Unter anderem deshalb, weil einer seiner Hunde «Messi» heisst.

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Isco und sein Messi im Pool.

Giuseppe Bergomi

Eine der grössten, wenn nicht sogar die grösste Legende der Geschichte von Inter Mailand. Der ehemalige Verteidiger gehört zu den wenigen Spielern, welche in ihrer Karriere nur für einen einzigen Verein gespielt haben. Von 1979 bis 1998 trug Bergomi das Inter-Trikot und wurde dabei zweimal Meister, einmal Cupsieger und dreimal UEFA-Cup-Sieger.

Dabei wäre um ein Haar alles anders gekommen: Als Kind war Bergomi ein grosser Fan vom Erzrivalen AC Mailand. Dies erzählte er in einem Interview mit «Rai Radio2»: «Ich bin in einem Dorf von Milanisti aufgewachsen, meine Familie und ich waren auch Milan-Fans. Aber zum Glück hat man immer Zeit, um sich zu verändern.»

Zu Beginn seiner Karriere wäre Bergomi fast beim Rivalen gelandet, erzählte er weiter: «Ich hatte sogar ein Probetraining bei Milan, aber sie wollten mich nicht. Nach zwei Jahren wollten mich alle, dann habe ich mich für Inter entschieden. Ich habe den Meistertitel von 1980 in der Kurve gefeiert – da bin ich Inter-Fan geworden.»

Diego Armando Maradona

Der ehemalige Weltklasse-Fussballer machte nie ein Geheimnis daraus, Fan von Independiente zu sein. Für den Verein aus Avellaneda, einem Vorort von Buenos Aires, lief Maradona in seiner Karriere allerdings nie auf – stattdessen für die ungeliebten Boca Juniors.

Als Grund dafür gab Maradona an, er habe wegen seiner Familie das Trikot der Boca Juniors tragen wollen. So sagte er in einem Interview kurz vor dem Wechsel zu Boca: «Ich bin Independiente-Fan, aber mein Vater und meine Mutter waren für Boca. Ich würde deshalb gerne wechseln und meinen Eltern jeden Sonntag eine Freude machen.»

Als Trainer ging Maradona dann aber nochmals einen Schritt weiter: 1995 wurde er Cheftrainer bei Racing Club, also vom Erzrivalen seines Lieblingsteams Independiente. Das Abenteuer war allerdings nur von kurzer Dauer: Nach nur zwei Siegen in zwölf Partien musste Maradona zwei Monate später wieder gehen.

Roberto Mancini

Heute ist «il Macio» italienischer Nationaltrainer, zuvor konnte er im Klubfussball grosse Erfolge feiern. Mit Manchester City gewann er die Premier League, mit Inter Mailand drei «Scudetti» in der Serie A. Ausgerechnet mit Inter – dabei unterstützte er als Kind den Erzrivalen der «Nerazzurri». So bestätigte Mancini in einem Interview mit dem «Corriere della Sera»: «Ich war Juventus-Fan.»

Vor seinen grossen Erfolgen mit Inter trainierte Mancini zudem noch ein zweites Team, welches Juve-Fans eigentlich gar nicht mögen: Mancini war von März 2001 bis Januar 2002 Coach der Fiorentina und konnte mit den Toskanern die Coppa Italia gewinnen.

Italy head coach Roberto Mancini gestures during the friendly soccer match between Italy and The Netherlands at the Allianz Stadium in Turin, Italy, Monday, June 4, 2018 (Alessandro Di Marco/ANSA via AP)

Roberto Mancini dirigiert die italienische Nati bei einem Testspiel im Juve-Stadion. Bild: AP/ANSA

Alessio Romagnoli

Im Sommer 2015 sorgte ein Transfer in Italien landesweit für Aufruhr. Alessio Romagnoli, der bei der AS Roma im Nachwuchs gespielt und den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hatte, wechselte nach 12 Jahren bei den «Giallorossi» zur AC Milan.

Als Abschiedsbotschaft veröffentlichte der Verteidiger ein Foto von sich – im Trikot von Erzrivale Lazio Rom. Die Roma-Fans waren schockiert, gewisse richteten sogar Todesdrohungen an den damals 20-jährigen Romagnoli.

Sein Herz habe schon immer für die «Biancocelesti» geschlagen, verriet Romagnoli später in einem Interview nach einem Sieg mit Milan gegen Lazio: «Ich war schon immer ein Lazio-Fan, das ist noch immer so, auch wenn ich jetzt für Milan spiele.»

Mittlerweile sorgt Romagnoli auch auf dem Platz für Schlagzeilen. Mit starken Leistungen wurde der Verteidiger zum Milan-Captain und Nationalspieler.

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mr44 02.06.2020 11:13
    Highlight Highlight Wo habt ihr denn das mit Inzaghi her? Ich glaube, sein Bruder Simone ist der Interista in der Familie. laziopress.it klingt mir doch ziemlich nach einer Lazio-Seite, da ist Simone als Lazio-Trainer wohl prädestiniert dafür, ein Interview zu geben. Im Gegensatz zu Pippo :)
  • Glenn Quagmire 02.06.2020 08:00
    Highlight Highlight Lampard war Hammers Fan...bis er dort fortgejagt wurde.
  • Max Cherry 01.06.2020 23:37
    Highlight Highlight Manuel Neuer war Schalker von Geburt an und seit seinem vierten Lebensjahr Vereinsmitglied. Ausserdem stand er als Jugendlicher in der Nordkurve und war sogar Mitglied einer Ultra-Gruppierung in Gelsenkirchen, bevor er nach München wechselte. Dort gab es dann, nach anfänglichen Anfeindungen, auch bald eine Aussprache mit den lokalen Ultras, welche sich mit ihm über einige Verhaltensregeln einigen konnten.
  • Pukelsheim 01.06.2020 22:53
    Highlight Highlight Harry Kane war früher Arsenal Fan 😄
    Benutzer Bild
    • Kennlar 02.06.2020 01:42
      Highlight Highlight Harry Kane betont aber, dass er von einer Spurs-Familie stammt und das Stadion unmittelbar nah
      an seinem Zuhause war.
      Dieses Bild ist von der Meisterfeier 2004, als Arsenal eine tadellose Saison spielte und zum besten Klub Europas (oder halt einer der Besten) verkam. Diese Mannschaft hat so einige Kiddies verzückt (was mich damals auch zum Sympathisanten machte). Von daher kein zwingendes Indiz. Noch im selben Jahr zog es ihn übrigens in die Tottenham-Akademie.

      Noch ein anderer: David Beckham, Londoner Junge nah bei Tottenham stammend und noch immer wieder bei ihnen anzutreffen. ;)
      Benutzer Bild
    • Pukelsheim 02.06.2020 07:43
      Highlight Highlight Harry Kane war nach eigenen Aussagen etwa 2 Jahre in der Arsenal Academy (2001/02) bevor er sie verlassen musste. Da war er 8- oder 9-jährig. In diesem Bild (2004) war er nicht mehr in der Arsenal Academy – und immer noch im Arsenal Trikot unterwegs. Make of that what you will. 😉
    • Glenn Quagmire 02.06.2020 07:58
      Highlight Highlight @Kennlar: Becks ist und bleibt ein Lobdon Red. Er sei mit einem Utd Shirt zum Probetraining bei den Spurs aufgetaucht. Sagt er zumindest.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LifeIsAPitch 01.06.2020 22:26
    Highlight Highlight Fehlt noch Ole Gunnar Sölskjaer. Der war Liverpool-Fan bis ihn Alex Ferguson verpflichtet hat. Und wenn man seine Leistungen als aktueller Manchester Utd-Manager betrachtet, dürfte sich der eine oder andere fragen, ob Sölskjaer vielleicht immer noch insgeheim Liverpool-Anhänger ist...
    • Pümpernüssler 02.06.2020 06:06
      Highlight Highlight 2. Bestes Team der Rückrunde. Momoll du hast Ahnung.
  • Victor Paulsen 01.06.2020 21:16
    Highlight Highlight Iniesta als real fan, das schmerzt etwas😔
    • Illuminati 01.06.2020 23:03
      Highlight Highlight Nicht nur das, gab für mich viele Überraschungen und erstauntes Raunen...
  • goonerch 01.06.2020 21:12
    Highlight Highlight Harry Kane?
    Benutzer Bild
  • Dan Rifter 01.06.2020 21:10
    Highlight Highlight Boah, wie langweilig!

    Juve, Real, Milan, Barca, ManU,etc.

    Glory hunter Einheitsbrei .. aber ist wohl symptomatisch.

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