Gesellschaft & Politik
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ARCHIV - ZUR KONFERENZ GEGEN ARMUT, WELCHE HEUTE DIENSTAG, 22. NOVEMBER 2016 IN BIEL STATTFINDET, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG -  [Symbolic Image, Staged Picture, Model Released] A girl is sitting on the floor at home and counts his money, photographed on March 10, 2016 in Lucerne, Canton of Lucerne. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

[Gestellte Aufnahme, Symbolbild, Model Released] Ein Kind sitzt zu Hause am Boden und zaehlt sein Geld, fotografiert am 10. Maerz 2016 in Luzern. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

Vielen Menschen reicht das Geld nicht aus in der Schweiz. Bild: KEYSTONE

500'000 Schweizer sind arm – und es werden mehr: Das sind die Mittel dagegen  



In der Schweiz sind über eine halbe Million Menschen von Armut betroffen. Und es drohen noch mehr zu werden. An der Nationalen Konferenz gegen Armut haben Fachleute am Dienstag in Biel über die Möglichkeiten diskutiert, diese Entwicklung zu stoppen.

Die Nationale Konferenz dient dazu, eine erste Zwischenbilanz über das auf fünf Jahre angesetzte Nationale Programm gegen Armut zu ziehen. Sie soll einen Einblick in die laufenden Arbeiten rund um die Prävention und Bekämpfung von Armut in der Schweiz geben.

ZUR CARITAS-STUDIE UEBER ARMUT UND ALLEINERZIEHENDE STELELN WIR IHNEN AM FREITAG, 12. JUNI 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Der Koch des Familientreffs Bern kocht einen Linseneintopf mit Gemuese, am Freitag, 1. Mai 2015, in Bern. Die Organisation

Die Caritas sorgt sich um die Armen. Bild: KEYSTONE

Bürokratie als Problem

In seiner Begrüssungsansprache sagte der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr, in der Schweiz werde die Armut oft gar nicht in der Öffentlichkeit wahrgenommen. «Sie findet gewissermassen im Schatten statt», sagte der SP-Politiker. Viele Menschen, die von Armut betroffen seien, würden sich gar nicht erst bei den öffentlichen Sozialdiensten melden. «Manchmal aus Unwissenheit, aber manchmal eben auch aus Scham», sagte er.

ARCHIV - ZUR KONFERENZ GEGEN ARMUT, WELCHE HEUTE DIENSTAG, 22. NOVEMBER 2016 IN BIEL STATTFINDET, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG -  Eine gebrauchte Jeans ist im Brockenhaus der Heilsarmee bei der Hardbruecke in Zuerich fuer 2 Franken zu haben, am 12. April 2007. Heilsarmee-Brockis unterstuetzen die Sozialarbeit der Heilsarmee, einerseits durch den Transport von Waren in Katastrophengebiete und zu Beduerftigen, andererseits durch den finanziellen Ertrag, der gemeinnuetzigen Projekten zufliesst. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Second hand jeans for two Swiss francs in the thrift shop of the Salvation Army near the Hard bridge (Hardbruecke) in Zurich, Switzerland, pictured on April 12, 2007. Thrift shops of the Salvation Army support the welfare work of the Salvation Army, on the one hand by transporting goods to disaster areas and to the deservings, on the other hand by the financial profit, which accrues to charitable projects. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Günstige Kleider helfen. Bild: KEYSTONE

Jean-Pierre Tabin, Professor an der Hochschule für Sozialarbeit und Gesundheit in Lausanne, verwies darauf, dass heute vor allem auf den Missbrauch der Sozialhilfe insistiert werde. Dabei gebe es sehr viele Menschen, die gar nicht erst Sozialhilfe beanspruchten, obwohl sie Anrecht auf Leistungen hätten. Er führte dieses «bedeutende soziale Problem» unter anderem auf die Bürokratie, die Unkenntnis des Systems, das komplexe Dispositiv oder ganz Einfach die Angst vor Diskriminierung oder Stigmatisierung zurück.

Diese Menschen müssten in die Konzeption der Sozialpolitik und die Reformen der Sozialhilfe einbezogen werden, forderte er.

ARCHIV - ZUR KONFERENZ GEGEN ARMUT, WELCHE HEUTE DIENSTAG, 22. NOVEMBER 2016 IN BIEL STATTFINDET, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG -  Stefan Nagy, driver of the food bank

Die Konferenz gegen Armut findet in Biel statt. Bild: KEYSTONE

Es soll in die Bildung investiert werden

Schweiz hat im Vorfeld der Armutskonferenz einen Appell an Sozialminister Alain Berset gerichtet. Armut dürfe nicht bloss durch Leistungen aus der Sozialhilfe bekämpft werden. Oberstes Ziel müsse es sein, Armut zu verhindern. Dazu brauche es Investitionen auf der Ebene des Bundes, die bei den Ursachen der Armut ansetzten.

Weil mangelnde Bildung Armutsursache Nummer eins sei, fordert Caritas in ihrem Appell dazu auf, dass der Bund ein stärkeres Engagement für gezielte Weiterbildung und Nachholbildung an den Tag legt. Um der Familienarmut Herr zu werden, brauche es Ergänzungsleistungen für Familien. Gerade angesichts der oft zu vernehmenden Sparparolen müsse daran erinnert werden, dass es langfristig billiger sei, Armut zu vermeiden, als Armut zu bekämpfen oder zu lindern, schreibt Caritas. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 28.11.2016 04:00
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, das - ausser mir - ein verarmter Schweizer jemals einen zweiten Kommentar auf Watson postet. Nach dem ersten Kommentar kommen von den WatsonUsern die Antworten: "Es gibt keine armen Schweizer. Schau nach Afrika. Arm ist erst jemand, der verhungert ist."

    Das Dumme ist, dass die verarmten Schweizer diesen grosskotzigen Afrikakennern überhaupt ein Wort glauben. In Afrika sind die Reichen hundert Mal reicher als die reichsten Schweizer. Schade, dass auf Watson nicht darüber berichtet wird.



    • Thinkdeeper 07.12.2016 17:17
      Highlight Highlight Was ist denn genau die Aussage?
      Tut mal nicht so und weiter wie bisher?
    • Spooky 08.12.2016 00:39
      Highlight Highlight Ein erfundenes Beispiel: Ein Schweizer Sozialfall trifft einen noch ärmeren Menschen aus einem Entwicklungsland und sagt ihm: "Jedesmal, wenn es mir schlecht geht, dann denke ich an dich, du halb Verhungerter, und dann geht es mir wieder besser." Ich hoffe, der halb Verhungerte hätte noch die Kraft, dem Schweizer Sozialfall eine runterzuhauen.

      Das ist doch der üble Trick der schamlos Reichen: "Teile und herrsche!" Die Armen gegen andere Arme ausspielen und sie gegeneinander aufhetzen.

      Man vergleiche sich bitte mit den Reichen, nicht mit den noch Ärmeren! Das ist doof.
  • Spooky 24.11.2016 00:15
    Highlight Highlight Sobald Weihnachten vorbei ist, wird auch dieses Thema wieder vorbei sein.
  • Schneider Alex 23.11.2016 07:09
    Highlight Highlight Beschäftigungsprogramme statt Sozialhilfe!

    Viele Sozialhilfebezüger und –bezügerinnen wären bereit, Arbeit im Rahmen von Beschäftigungsprogrammen zu leisten. Sinnvolle Arbeit gibt es genügend, zum Beispiel im Gesundheits- oder Bildungswesen, im Umwelt- oder Naturschutz. Die öffentliche Hand ist aufgerufen, solche Arbeitsplätze in einem sekundären Arbeitsmarkt zu schaffen oder zu unterstützen, ohne allerdings den primären Arbeitsmarkt zu konkurrenzieren oder zu subventionieren.
    • Thinkdeeper 07.12.2016 17:21
      Highlight Highlight Teilweise einverstanden....
      Und Maschinen und Energie so besteuern, dass es sich lohnt wieder Menschen einzusetzen!!!
      Dennoch..Entweder zahlen wir das alles über den Produktpreis oder die Steuern. Warum also nicht von Anfang an ein Grundeinkommen?
  • Hugo Wottaupott 23.11.2016 03:51
    Highlight Highlight Frohe Weihnachten.
    • Spooky 23.11.2016 22:42
      Highlight Highlight Danke. Dir auch.
  • zialo 22.11.2016 22:00
    Highlight Highlight Man behandelt in 15 Schul- und Studienjahren vielleicht bei so ca 10 verschiedenen Lehrerpersonen das Thema Armut. Acht davon wissen nicht was Armut inder Schweiz ist und bekräftigen durch ihre Verhalten Stereotype und Stigmatisierungen. Dies scheint mir ein Problem zu sein.

    Oder wie ein Schweizer Geographieprofessor zu seinen Studierenden beim Thema Armut in der Schweiz sagte: Sie sind nicht arm!
    Er hatte 13000 CHF Monatslohn und keine Ahnung vom Thema.
  • Asmodeus 22.11.2016 19:31
    Highlight Highlight Und dann gibt es TAUSENDE denen Leistungen von der IV abgesprochen werden, respektive denen die Krankenkassen die Krankentaggelder streichen.

    Das Sozialamt fühlt sich nicht verantwortlich und verweist auf die IV. Die IV verweist auf das Sozialamt und die Menschen leiden unter Armut, Schulden und Betreibungen.
  • pamayer 22.11.2016 19:15
    Highlight Highlight Liebe FDP, SVP und CVP: sparen verschärft die Armut. S
    paren bei der Bildung, sparen bei der Sozialhilfe, sparen bei Familien Unterstützungen, sparen bei der AHV etc.
    Aber ihr müsst bekanntlich sparen, da ihr mit der USR III nochmals mit milliardenbeträgen der Wirtschaft - also euch selbst - zuschauen wollt.
    Dort liegt ein grosser Teil des Problems. Bei euch, werte SVP, CVP und FDP.
    • Moti_03 22.11.2016 20:54
      Highlight Highlight Ein bisschen einfach, weisst du was genau die udsr III genau ist? Ich habe mich lange damit befasst, von Geschenken kann ja nicht wirklich die Rede sein. Wenn nur 10% ( von diesen bösen) Unternehmen den Sitz verlegen, bist du sicher einer der ersten der schreit wenn zu wenig steuern eingenommen werden und man Kürzungen anstrebt :-) sparen bei Bildung.... Mhm... Wenn ich mir die zahlen der letzten Jahre anschaue, sehe ich keine Kürzungen. pro Jahr sind diese im Schnitt um 2% gewachsen. Desshalb bei den Fakten bleiben. Bei der ahv wird auch nicht gespart, sondern saniert.
    • Asmodeus 23.11.2016 07:46
      Highlight Highlight @Moti
      Die Schweiz ist nachweisbar zur Zeit (neben Hongkong) der wettbewerbsfähigste Standort für Firmen.

      Wäre die Schweiz zu teuer, wären viele dieser Firmen nie in die Schweiz gekommen. Das ist Panikmache die bei Leuten wie Dir super funktioniert.

      Man muss aufhören ständig vor Economiesuisse zu buckeln und Angst zu haben.
    • Moti_03 23.11.2016 20:28
      Highlight Highlight Asmodeus: das mit panikmache lass ich hicht gelten, ich arbeite im Finanzwesen und bin mit der Vorlage bestens vertraut. Das was du beschreibst ist der ist Zustand, das stimmt so im Moment. Die Steuern wurden erhoben, desshalb auch die Vorlage. Wenn du 10 vor 10 geschaut hast, würdest du dies nicht behaupten., dort wurde es klar aufgezeigt. Mit dem neuen Steuersatz ist die Schweiz nicht mehr vorne dabei, deshalb würde auch die Steuerreform in die Wege geleitet. Bitte an den Fakten orientieren.
  • Der Zahnarzt 22.11.2016 18:43
    Highlight Highlight Das (Neo)liberale-kapitalistische System ist fähig Milliardäre hervorzubringen aber unfähig die Armut zu beseitigen. Das System ist weder Gott- noch naturgegeben sondern von Menschen gemacht. Das System spiegelt die herrschenden Machtverhältnisse bzw. die herrschende Ideologie (Liberalismus). Wenn man die Armut beseitigen will, müsste man die Machtverhältnisse ändern.

    Armut zeigt auch, dass die Ökonomie als Wissenschaft versagt hat.
  • Thinktank 22.11.2016 18:25
    Highlight Highlight Wieso lässt man so viele Menschen in dieses Land, damit ein Überangebot an Arbeit entsteht und Arbeit keinen Wert mehr hat? Ist das die neue linke Wirtschaftsrevolution?
    • Asmodeus 22.11.2016 19:32
      Highlight Highlight Warum ist an allem die Rechte Schuld? Inklusive an einem Sozialsystem dass von FDP und SVP kaputt gemacht wird?

      Ist das der neue rechte Faschismus? Oder nur Idiotie?
    • Markus Hofstetter 22.11.2016 21:52
      Highlight Highlight Klar, eine andere Meinung zu haben, ist Faschismus.
    • pachnota 23.11.2016 01:38
      Highlight Highlight Orwell grüsst eben schon wieder.
  • Lowend 22.11.2016 17:39
    Highlight Highlight Zum Glück weiss keiner von euch hochnäsigen, präpotenten Dummschwätzern vom rechten Rand, wie schnell man durch Krankheit seinen Job verlieren kann und ehe man sich versieht Auskunft über seine Finanzen ablegen muss, denn sonst würdet ihr nie solchen braunen Müll absondern!
    • Lowend 22.11.2016 19:32
      Highlight Highlight Wie hiessen damals die Heuschrecken, die diese Massaker angerichtet haben? Ach ja, dass waren Herren mit Name Blocher, Ebner, Tetamanti, usw. Und die sind ja bei den devoten Stiefelleckern per Definition ganz unschuldige Wölfe im Schafspelz, die nur das Beste vom Volk wollen, nämlich ihr hart verdientes Geld und ihre Arbeitsplätze.
      Frage mich schon manchmal, wie verblendet man sein muss, um die Fakten derart zu verleugnen?
  • Lowend 22.11.2016 17:29
    Highlight Highlight Die Herrliberger schaffen es sicher noch, dass diese Zahl schon bald mal weit über eine Million geht, denn weil es nur wenige Gewinner ihrer verlogenen Bonzen-Politik gibt, muss es ganz zwangsläufig auch viele Verlierer geben.
    • AlteSchachtel 22.11.2016 18:00
      Highlight Highlight ja, und dann behauptete einer, Sozialhilfebezüger erhielten mehr als die bezahlten Arbeiter und prompt wird die Sozialhilfe gekürzt.
      Und keiner hat gemerkt, dass die Löhne zu tief sind. Und derweil wählen die Kälber weiterhin ihre eigenen Metzger, die sämtliche Sozialausgaben zusammenstreichen und in der Wirtschaft auch nur sich selbst belohnen.
    • Lowend 22.11.2016 19:18
      Highlight Highlight Willkommen in der faktenfreien Welt des Sille. Jetzt habe ich immer gemeint, die Linken arbeiten nie etwas und nun sollen es plötzlich sie sein, welche die Menschen entlassen? Glauben sie den Stuss, den sie schreiben, oder verdrehen sie einfach die Wahrheit, bis sie ihnen in den Kram passt?
    • Asmodeus 22.11.2016 19:34
      Highlight Highlight "Wer hat momentan das sagen in der Politik? "

      FDP und SVP. Und beide sind Huren der Wirtschaft die lieber an Bildung und Sozialwesen sparen als ihren reichen Zuhältern in die Suppe zu spucken.

      CVP kann man noch teilweise dazu zählen.
  • AlteSchachtel 22.11.2016 17:28
    Highlight Highlight Die Bildung wurde hierzulande so verakademisiert und geforderte Weiterbildungen so sehr verteuert, dass gar nicht alle eine Chance haben. In der Schule werden sie früh demotiviert, wenn sie nicht in den vorgegebenen Rahmen passen und gute Diplome können die sich holen, welche selbst nicht gleichzeitig für den Lebenunterhalt sorgen müssen. Ganz zu schweigen von den miesen Löhnen beim normalen Büetzer. Aber so erreicht man, dass 5% der Bevölkerung zur Elite wird, die die restlichen 95% für sich einspannen kann. Gut bürgerlich eben.
  • Aliyah 22.11.2016 16:46
    Highlight Highlight Ich bin mir nicht ganz sicher, aber wäre das nicht mal gut wenn z.B. Jeder Rappen zählt mal gegen so was etwas tut?
    • Kstyle 22.11.2016 18:14
      Highlight Highlight Ein tropfen auf den heissen stein und es würden wieder arme für arme spenden. Das wäre ein Pflaster für ein Jahr.
      Nette idee aber nicht zu ende gedacht.
    • Aliyah 22.11.2016 23:29
      Highlight Highlight Stimmt, da habe ich nicht zu Ende gedacht.... Bei solchen Themen bin ich halt sehr berührt da ich selber auch davon betroffen war da lange Arbeitsunfähig. Vielleicht lesen die Verantwortlichen trotzdem mit. Träumen darf man ja.... 🤕😓
  • zombie woof 22.11.2016 16:21
    Highlight Highlight Bildung ist nun mal das Zauberwort. Noch vor 15 Jahren gab es Firmen wie z.B. Scintilla in Solothurn wo sehr viele Ungelernte eine Anstellung hatten. Ob die jetzt Bohrmaschinen getestet haben oder Maschinen verpackt, sie hatten einen Job. Diese Zeit ist endgültig vorbei, heute haben ungelernte fast keine Aussicht mehr auf einen Job, ältere Ungelernte schon gar nicht. Und etwas mehr Bodenhaftigkeit wäre auch wieder angebracht, nicht jeder Jugendliche ist dafür gemacht zu studieren, auch wenn es Mami und Papi gerne hätten.
    • teufelchen7 22.11.2016 19:11
      Highlight Highlight ganz deiner meinung!
    • SwissGTO 22.11.2016 20:29
      Highlight Highlight Es geht nicht um Studieten. Wie viele Lehrstellen sind jedes Jahr frei? Tausende! Es gibt leider zu viele, und ich kenne solche persönlich die einfach keine Lehre machen wollen, keinen Boxk auf gar nichts haben und das Gefühl es kommt dann schon gut.
  • Menel 22.11.2016 16:17
    Highlight Highlight Mich würde mal interessieren, was ein grösseres "Loch" in unsere Kassen reisst, "Sozial-Schmarotzer" oder Millionäre, die ihr Geld am Fiskus vorbei schleusen?!
    • zombie woof 22.11.2016 16:26
      Highlight Highlight Das wäre tatsächlich interessant zu wissen
    • Menel 22.11.2016 16:43
      Highlight Highlight Wie beantwortet das jetzt meine Frage?
    • lilie 22.11.2016 17:20
      Highlight Highlight @Menel: Sozialbetrug sei schwer zu ermitteln, da es auf die Definition ankommt. Der Beobachter kommt auf Beiträge zwischen 39 und 190 Millionen, von denen ein Teil missbräuchlich verwendet werden könnte:

      http://www.beobachter.ch/geld-sicherheit/sozialhilfe/artikel/sozialhilfe_wie-viel-missbrauch-gibt-es-wirklich/

      Steuerhinterziehung ergibt gemäss Beobachter Fehlbeträge von 5-10 Millionen:

      http://www.beobachter.ch/geld-sicherheit/steuern/artikel/steuerhinterziehung_schwarzgeld-besser-freiwillig-melden/

      Ist also fast nicht zu vergleichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MacB 22.11.2016 16:05
    Highlight Highlight In der Schweiz hat (grundsätzlich) jeder Zugang zu Bildung. Viele, die in der Armut landen, wollen oder können davon einfach nicht Gebrauch machen. Der Zugang besteht aber. Von daher glaube ich nicht, dass Bildung in der Schweiz der richtige Weg ist, Armut zu verhindern. In Ländern mit per se tiefem Bildungsniveau stimme ich aber 100% zu.
    • Menel 22.11.2016 16:13
      Highlight Highlight Ermöglichen sie mal einem Kind in der Schweiz ein Instrument zu erlernen, wenn sie kein Geld haben!
    • zombie woof 22.11.2016 16:29
      Highlight Highlight Menel, da gibt es ganz sicher Möglichkeiten ein Instrument mehr oder weniger Kostenlos zu erhalten, ob das jetzt via Schule, Gemeinde oder Musikverein etc ist.
    • Midnight 22.11.2016 17:27
      Highlight Highlight @Zobie Nope!
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 22.11.2016 16:04
    Highlight Highlight Wie wird Armut definiert? Ich denke, dass da nicht alle das gleiche darunter verstehen.
    • Kstyle 22.11.2016 18:19
      Highlight Highlight Man kann auch arm sein in einem reichen land obwohl man mit dem lohn in afrika ein könig wäre. Aber ich lebe ja hier nicht in afrika.
  • pachnota 22.11.2016 15:59
    Highlight Highlight In der Schweiz ist Armut, glücklicherweise, ein theoretischer Begriff.
    Es ist ähnlich wie bei der Lungenliga, die sich die Probleme auch selber findet, um sie dann zu bewirtschaften.
    Die subventionierte Organisation, Caritas, braucht möglichst viele "arme", auch um ihre eigenen Jobs zu sichern.
    • R&B 22.11.2016 16:21
      Highlight Highlight @pachnota: Provozieren Sie gerne, sind Sie weltfremd oder ...
      Alle Ihre Kommentare, egal welches Thema, sind so was von daneben.
    • pachnota 22.11.2016 16:33
      Highlight Highlight R&B...unter uns gesagt, mir geht es mit ihren Kommentaren genau gleich.
      soo ein Zufall nicht?
      ; )
    • Queen C 22.11.2016 17:15
      Highlight Highlight R&B: wie kommen Sie dazu, pachnotas Kommentare als daneben zu bezeichnen,bloss weil Sie anderer Meinung sind? Leute wie Sie bezeichnen sich oft als tolerant und weltoffen. Das hält aber meist bloss bis vor die eigne Haustür an.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Firefly 22.11.2016 15:50
    Highlight Highlight Aber irgendwie wollen die Schweizer den Mindestlohn nicht. Sind wohl noch zuwenige arm oder die Wirtschaftslobies zu mächtig.

    Ein Einkommen zu 100% sollte eine Familie ernähren können Punkt.
    • pamayer 22.11.2016 19:19
      Highlight Highlight Wirtschaftslobby zu mächtig.
    • Asmodeus 22.11.2016 19:42
      Highlight Highlight Wenn die Economiesuisse rumjammert man würde den Wohlstand verlieren (welchen Wohlstand? Die Löhne steigen nicht ansatzweise so stark wie die Krankenkassenprämien, GA etc.), dann zittert 0815-Schweizer und macht den Bückling.

      Wenn dann auch noch die SVP zetert, dass damit nur mehr Ausländer kommen würden, dann wars das auch schon.
  • esmereldat 22.11.2016 15:42
    Highlight Highlight Ab wann gilt man denn als arm? Gibt es da "harte" Zahlen dazu (also z.B. unter einem bestimmten Einkommen) oder wie kommt die Aussage zu Stande?
  • Madmessie 22.11.2016 15:17
    Highlight Highlight Arm, aber auf hohem Niveau.
    • herschweizer 22.11.2016 15:31
      Highlight Highlight 5 köpfige Familien mit 100000 Jahresbudget können sich selten eine Wurzelbehandlung leisten... Von der Sozialhilfe versorgte Menschen aber doch schon noch dann wenn es halt sein muss
    • pachnota 22.11.2016 16:13
      Highlight Highlight @herschweizer ...hab ich das richtg gelesen?
      5köpfige Familie mit 100000...kann sich keine ...wass leisten?
      Sie meinen wohl keien Ferrari?
    • zombie woof 22.11.2016 16:34
      Highlight Highlight herrschweizer, wenn man das Hirn vor dem Sex einschaltet kann das sehr hilfreich sein ausser es gibt beim ersten Mal Drillinge ;-) Aber, mit einem Einkommen von 100k pro Jahr macht man etwas ganz schön falsch, wenn es nicht reicht. Und seien mal ganz schön froh wenn Sie nicht Sozialhilfe benötigen, oder kommt dieser Spruch aus SVP Ecke?
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 22.11.2016 15:14
    Highlight Highlight Ein sehr, sehr wichtiges Thema. Es ist traurig, dass es in der reichen Schweiz so viele Menschen gibt, die von Armut betroffen sind.

    Und es macht mich traurig und wütend, dass dauernd über die "Sozialschmarotzer" gewettert wird und dass den Ausländern das Geld in den A**** geschoben werde, aber niemand redet über die Tatsachen: Dass es weitaus mehr Leute, vor allem Schweizer, gibt, die sich nicht getrauen, Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen etc. in Anspruch zu nehmen, obwohl sie Anspruch darauf hätten.

    Soviel zu den "Früchten" der Partei, die sich angeblich für das gemeine Volk einsetzt. 😕
    • herschweizer 22.11.2016 15:38
      Highlight Highlight Man müsste eine Zweitwährung schaffen die nur im Inland gültig ist für Sozialhilfe dann würde auch das heimische Gewebe wieder gefördert und nachhaltige Strukturen geschaffen...
  • Theor 22.11.2016 15:09
    Highlight Highlight Kurzum: Das Schweizer Sozialwesen ist leider einfach total verkorkst. Was helfen würde, ist wenn Leute jenseits vom Alter 55 endlich vom Staat gegen Kündigungen besser geschützt würden oder ihre Sozialabzüge nicht so unverhältnissmässig teuer wären, das Firmen sie einfach durch jüngere Arbeitgeber ersetzen. Denn wenn der Job weg ist mit 55+, DANN kommt die Armut für Personen und ihre Familien. Nichts mit Bildung.

    Man, haben diese Politiker und Experten wiedermal keine Anhung!
    • pachnota 22.11.2016 16:26
      Highlight Highlight Die Altersarmut herbeireden, gelichzeitig die Personenfreizügigkeit mit einem tollen Lifestyleprodukt verwechseln...geht irgendwie nicht...oder? : )
    • pachnota 22.11.2016 17:00
      Highlight Highlight ...erlich gesagt...das glaube ich ihnen sogar noch : )
  • Theor 22.11.2016 15:07
    Highlight Highlight Mangelnde Bildung halte ich übrigens überhaupt nicht für einen Lösungsansatz. Es ist eher das Gegenteil: Die extrem langen Bildungswege können zur Armut führen. Ich kenne eine gute Kollegin von mir, die kurz vor Ende ihres Studiums abbrechen musste, weil den Eltern beide gekündet wurden und sie sich nicht noch ein Jahr Vollzeitstudium und anschliessend ein bis zwei Jahre als Praktikant zum Hungerlohn arbeiten konnte, bevor sie mit 30 in die Arbeitswelt Fuss fassen konnte. Ihre Familie musste jetzt ernährt werden. Also musste sie abbrechen und einen Bürojob annehmen, indem sie noch heute sitzt.
    • Scenario 22.11.2016 15:22
      Highlight Highlight Nur weil man das Studium abbricht, heisst es noch lange nicht, dass man bei einem 0815 Job bleiben muss. Mann kann auch vielerorts berufsbegleitend studieren...
    • Silent_Revolution 22.11.2016 15:25
      Highlight Highlight Ich kenne einen Fall, das reicht dann wohl als fundierte Studie.

      Ihre Familie musste ernährt werden, weil die Eltern den Job verloren haben? Wenn beide gekündet werden, gibt es erst einmal das RAV bis zur Aussteuerung, davon lebt es sich sehr gut. Und auch von der Sozialhilfe lässt es sich leben, ohne dass die Tochter ihr Studium abbrechen müsste.
      Wenn ernähren allerdings bedeutet, die neuste Elektronik, Wohnung und sonstigen Luxus zu kaufen, ja dann kann ich verstehen, wenn es knapp wird.
    • Theor 22.11.2016 15:36
      Highlight Highlight Ja, das mag bei manchen Studiengängen so sein, aber worauf ich hinaus will, ist, dass viele Studiengänge mit Erlangung des Masters einfach nicht mehr getan sind heute. Nach dem Studium folgen unbezahlte/schlecht bezahlte Praktikas, die nie und nimmer eine Familie ernähren können.

      Ich selber habe Jura studiert und musste nach 5 Jahren Studium noch anderhalb Jahre für knapp 1500 Franken Brutto arbeiten. Anwalts- und Notarspraktikum nennt man das in meinem Kanton. Kein einziger Tag Ferienanspruch. Krankheitstage musste ich ebenfalls nachholen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Awesomeusername 22.11.2016 15:02
    Highlight Highlight Ach wie kann den das sein, gestern erst hiess es doch das wir die reichsten sind. Hätten halt ihre halbe Million besser anlegen sollen. *Ironie off*
  • Charlie Runkle 22.11.2016 14:58
    Highlight Highlight Armut? Unmöglich! Nicht in meiner Schweiz......
  • Theor 22.11.2016 14:57
    Highlight Highlight "Viele Menschen, die von Armut betroffen seien, würden sich gar nicht erst bei den öffentlichen Sozialdiensten melden. «Manchmal aus Unwissenheit, aber manchmal eben auch aus Scham"

    Oder vieleicht auch einfach deswegen, weil einem der Sozialdienst zuerst einmal alles wegnehmen würde. Das mühsam erspaarte Auto, das geerbte Haus im Familienbesitz, alles was man in besseren Zeiten aufgebaut hatte, muss erstmal an den Staat.

    Es heisst zwar, das Sozialwesen sei dazu da, die Eigenständigkeit zu erhalten, aber Praktisch wird genau das Gegenteil gemacht und der Betroffene zur Abhängigkeit gezwungen.
    • moedesty 22.11.2016 17:18
      Highlight Highlight Was würdest du als Arbeiter sagen, wenn Seppel B. sein Haus im Wert von CHF 600'000.00 behalten kann und Sozialhilfe bezieht? Das würdest du sicher toll finden, oder?

      Und der "Staat" ist nichts anderes als die Bevölkerung bzw. der Steuerzahler. Der Steuerzahler finanziert deine Sozialhilfe und du findest es nicht in Ordnung wenn du dein Haus Verkaufen musst bevor die Allgemeinheit für die aufkommen muss? Und sowieso wie viele Leute haben ein eigenes Haus in der Schweiz? 90% leben ja in gemieteten Wohnungen.

      Wenn man von etwas keine Ahnung hat, sollte man einfach nichts sagen.
    • Theor 22.11.2016 17:32
      Highlight Highlight Das kann ich schnell und kurz beantworten:

      Wenn Seppel B. 55 Jahre lang ein guter Arbeiter war, seine Rechnungen immer gezahlt, das Sozialwesen mit seinem Lohn unterstützt hat und mit 55 einfach unverschuldet den Beruf verliert und nach einem Jahr ausgesteuert wird, drei Kinder hinterlässt und alles was er an Vermögen noch hat um vor seinen Kindern nicht als Vollversager dazustehen, ist das Haus, auf dass er seinen Kindern wenigstens etwas hinterlassen kann?

      Ja, dann fände ich das toll, wenn der Staat ihm helfen würde, ohne ihn zuerst zum Totalversager zu machen.
    • Theor 22.11.2016 17:34
      Highlight Highlight PS: Ich bin Jurist und durfte bereits im Sozialwesen arbeiten. Also ist nebst ihrer Wutrede insbesondere der letzte Satz wahnsinnig disqualifizerend für Sie. Denn ich habe solche Situationen erlebt. Sie lesen warscheinlich nur im Blick von den "Sozialschmarotzern" und halten sich nun deswegen für gebildet und informiert.
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  • Hoppla! 22.11.2016 14:53
    Highlight Highlight Bildung ist sicherlich der richtige Ansatz.

    Btw: Ironischerweise sind gerade viele gut ausgebildete Leute aber auch "arm". So ist die Grenze momentan bei ca. 2'200/Monat. Eine Grenze die z.B. viele Studenten, sei es im Bacholor oder Master, so kaum erreichen. Fazit: Hinterfrage jede Statistik...
    • pulcherrima* 22.11.2016 15:21
      Highlight Highlight Dem kann ich nur zustimmen. Meiner Meinung nach ist die Investition in Bildung sowieso eine gute Sache, denn erst durch eine gute Ausbildung (egal ob Lehre oder Studium, inkl. lernen selber zu denken und zu hinterfragen) eine wichtige Grundlage nicht nur für jede Person selbst sondern auch für die gesamte Gesellschaft.
    • teufelchen7 22.11.2016 19:36
      Highlight Highlight aber wenn die latte der ausbildung immer höher wird, haben wir künftig noch mehr arme.... die schule und ausbildung sollten ein handwerk für menschen sein. nicht ein pool, um für die wirtschaft super-profis zu züchten!
    • pulcherrima* 23.11.2016 08:19
      Highlight Highlight Liebes teufelchen7, ich habe ja auch nirgends gesagt, dass nichts handwerkliches gemeint sein kann. Ich habe sogar extra in einer Klammerbemerkung darauf hingewiesen, dass es egal ob Lehre oder Studium wichtig ist, selbständig und kritisch denken zu lernen. Damit habe ich durchaus alle Ausbildungen gemeint und ganz bedtimmt nicht nur den wirtschaftlichen Sektor.

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