Homosexualität

Bild: shutterstock

Erfassen von Gewalt gegen Schwule – Bund gibt LGBT-Community einen Korb

Straftaten gegen Homosexuelle werden auch künftig nicht separat in der Kriminalstatistik erfasst. Schwulenverbände und Politiker reagieren bestürzt – zumal es Hinweise darauf gibt, dass solche Übergriffe zunehmen.

14.08.17, 08:01 15.08.17, 00:37

In Deutschland haben Gewalttaten gegen homo- und transsexuelle Menschen jüngst deutlich zugenommen. Im ersten Halbjahr 2017 haben die Behörden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast 30 Prozent mehr Straftaten registriert, die einen klaren Bezug zur sexuellen Orientierung des Opfers hatten, wie das Bundesinnenministerium bekannt gab.

Ob Schwule und Lesben auch in der Schweiz häufiger mit Gewalt konfrontiert sind, ist unklar. Denn: Anders als bei unseren Nachbarn im Norden werden solche Straftaten bei uns bisher nicht systematisch erfasst. Dies hätte sich eigentlich ändern sollen: Vor zwei Jahren antwortete der Bundesrat auf eine Interpellation der BDP, er erachte es als sinnvoll, sogenannte «Hate Crimes» gegen LGBT-Menschen (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transmenschen) zu erfassen und die Daten zu veröffentlichen.

Projekt stillschweigend beerdigt

Doch jetzt zerschlagen sich die Hoffnungen der LGBT-Community: Wie watson-Recherchen zeigen, hat der Bund stillschweigend beschlossen, auf die Einführung einer solchen Statistik zu verzichten. Man habe die Kantone im Frühsommer dazu befragt – und eine Mehrheit habe sich gegen die Erhebung des zusätzlichen Tatmotivs ausgesprochen, heisst es beim zuständigen Bundesamt für Statistik (BFS) auf Anfrage.

«Hauptargumente waren ein ungünstiges Aufwand-Ertrag-Verhältnis und die Schwierigkeit, eine genügende Datenqualität sicherzustellen», so Sprecher Stephan Gysi. Kritisiert wurde etwa, dass das Motiv eines Täters nicht immer offensichtlich sei. Will heissen: Nur weil ein Schwuler angegriffen wird, muss es sich nicht zwingend um eine homophob motivierte Tat handeln. Wie viel die zusätzliche Statistik gekostet hätte, kann Gysi nicht sagen.

«Es kann doch nicht sein, dass man solche Gewalttaten im 21. Jahrhundert einfach unter den Teppich kehrt.»

Rosmarie Quadranti, BDP-Fraktionschefin

BDP-Fraktionschefin Rosmarie Quadranti, die sich im Parlament für die zusätzliche Statistik stark gemacht hatte, versteht die Welt nicht mehr: «Es kann doch nicht sein, dass man solche Gewalttaten im 21. Jahrhundert einfach unter den Teppich kehrt.» Gerade, weil die Fälle von Hate Crime im Nachbarland Deutschland zunehmen, müssten auch die Schweizer Behörden genau hinsehen.

Die Kritik, dass die Abgrenzung der Motive schwierig sei, ist für Quadranti Augenwischerei: «Häusliche Gewalt wird schliesslich auch separat erfasst. Es leuchtet mir nicht ein, warum das in diesem Fall nicht machbar sein sollte.» Die Nationalrätin plant, mit einem weiteren Vorstoss nachzudoppeln – und die Behörden so zu zwingen, doch noch eine Hate-Crime-Statistik zu erstellen. «Verlässliche Zahlen sind das A und O, damit gute Präventionsmassnahmen ergriffen werden können», ist sie überzeugt.

Meldestelle registriert wöchentlich Taten

Mangels einer offiziellen Statistik haben private Organisationen im letzten November eine eigene Meldestelle ins Leben gerufen. Seither würden wöchentlich Straftaten gemeldet, sagt Bastian Baumann, Geschäftsleiter des Schwulen-Dachverbands Pink Cross, der bei der Meldestelle federführend ist. Die genauen Fallzahlen werden demnächst im Rahmen eines Halbjahresberichts veröffentlicht.

«Dass man den Aufwand nicht auf sich nehmen mag, auf dem Polizeiposten ein zusätzliches Kreuzchen im Protokoll zu machen, zeugt von einem fatalen behördlichen Desinteresse.»

Bastian Baumann, Pink Cross

«Dass sich der Bund nun davor drückt, selber eine Statistik einzuführen, zeigt, wie die Schweizer Behörden mit dem Problem umgehen: nämlich gar nicht», so Baumann. Gewalt gegen LGBT-Menschen werde negiert, obwohl bekannt sei, dass sich junge Schwule häufiger das Leben nehmen als gleichaltrige Heterosexuelle. «Dass man den Aufwand nicht auf sich nehmen mag, auf dem Polizeiposten ein zusätzliches Kreuzchen im Protokoll zu machen, zeugt von einem fatalen behördlichen Desinteresse.» Andere Länder zeigten, dass die Erfassung von Hate Crime keine Hexerei sei.

SVP-Nationalrat Pirmin Schwander steht neuen Statistiken grundsätzlich skeptisch gegenüber. Er steht hinter einer Forderung seiner Partei, wonach das Budget des Bundesamts für Statistik halbiert werden soll. Trotzdem würde er einen Ausbau der Kriminalstatistik unter gewissen Umständen begrüssen. «Damit unsere Gesellschaft sicherer wird, brauchen wir robuste und vor allem transparente Zahlen zum Thema Gewalt.»

Zusätzliche Statistiken dürften sich aber nicht auf Straftaten gegen Schwule und Lesben beschränken, so Schwander. «Auch in anderen Bereichen brauchen wir detailliertere und transparentere Zahlen – etwa, was die Nationalität der Täter bei bestimmten Delikten betrifft, insbesondere bei Eingebürgerten.» Im Gegenzug könnten viele andere Erhebungen gestrichen werden, findet Schwander. «Oder müssen wir wirklich wissen, wie viele Kilo Orangen jährlich pro Haushalt konsumiert werden?»

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    Alle Leser-Kommentare
  • derEchteElch 14.08.2017 23:06
    Highlight Ich finde die Entscheidung der Kantone und des Bundes richtig. Die LGBT-ler wollen doch immer gleichbehandelt werden, oder nicht? Deswegen sollen sie auch nicht speziell in der Statistik erfasst werden.

    Alle sind gleich, unabhängig seiner oder ihrer sexuellen Orientierung. So müssen andere auch nicht gleicher als gleich behandelt werden. Ist selbstverständlich.
    40 35 Melden
    • Marlon Mendieta 15.08.2017 08:40
      Highlight Wenns so einfach wäre mit der Gleichberechtigung, gäbe es keine Hassverbrechen...
      Oder hast du schon mal gehört, dass jemand verprügelt, oder nur schon beleidigt wurde, weil er/sie hetero ist?
      12 10 Melden
    • solani 15.08.2017 11:23
      Highlight Es geht darum wie man etwas erfasst. Nicht wie man jemanden behandelt.
      8 3 Melden
    • happybeast 15.08.2017 11:54
      Highlight Dein Gedanke finde ich indes eigentlich sehr erstrebenswert und sollte auch so sein. Leider sieht die Realität anders aus. Anfeindungen aufgrund Sexualitäten, finden sehr häufig statt und sind salontauglich (siehe gebrauch des Adjektivs schwul). Um dies zu bekämpfen braucht man statistische Erhebungen der Ursache.
      3 5 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 15.08.2017 11:59
      Highlight Ich frage mich, was du sagen tätest, wenn du mal 'gleich' behandelt würdest?

      Wie soll deiner Meinung nach bewiesen werden, dass eine Gruppe nicht gleich behandelt wird?
      0 4 Melden
    • derEchteElch 15.08.2017 12:16
      Highlight @Terence, ich habe auch nich nie gehört, dass jemand Beleidigt oder Angegriffen wurde, NUR weil er/sie homosexuell ist. Es hatte immer andere Gründe (z.B. Streitigkeit über andere Dinge).

      Im Grunde würden doch nur Delikte unter die geforderte Kategorie fallen, die innerhalb der Homo-Szene passieren, etwa wegen Eifersucht oder desgleichen. Wobei, dies wieder allgemein unter Eifersucht erfasst werden kann 😉
      4 15 Melden
    • happybeast 15.08.2017 14:28
      Highlight Dann hast du Glück gehabt. Ein Auszug aus meinen Erfahrungen:
      - an einem Sportanlass wurde das WC Häusschen unseres Teammitglieds mit ihm drin umgeworfen, nachdem er seinen Mann geküsst hat. (und wer jetzt kommt, ja dann selbst schuld, kann sich gleich in die gleiche Ecke stellen mit den Angreiffern; vielleicht unpassend, aber kein Grund für eine solche Tat). Im Gespräch mit ihnen hat sich der homophobe Grund bestätigt.
      - Beim Überqueren der Strasse am HB sah ich drei Jungs ein Paar, das sich die Hand hielt, anspucken. Es war reines Glück, dass es nicht zur Schlägerei kam.
      - kein Platz mehr
      6 1 Melden
    • terribile 15.08.2017 15:37
      Highlight realitätsfremd oder realitätsverlust?
      3 1 Melden
  • Nevermind 14.08.2017 18:28
    Highlight Das wird lustig, wenn der Polizist dann jedesmal nach einer Schlägerei alle Beteiligten nach ihrer sexuellen Orientierung fragt. Oder werden dann nur diejenigen erfasst die ihr Comming out freiwillig auf dem Polizeiposten machen oder die vom Polizisten einfach als "offensichtlich Schwul" kategorisiert werden.
    Vielleicht brauchts auch einfach ein nationales Schwulenregister, obwohl sowas gabs irgendwie schonmal und gut war das nicht.
    65 16 Melden
    • happybeast 15.08.2017 12:09
      Highlight Nein, sondern wenn dieses Verbrechen vom Opfer direkt als homophob bezeichnet wird. Und wenn du denkst, dass dann jeder irgendein Verbrechen als homophob bezeichnen wird, täuschst du dich. Es braucht Mut dies vor den Behörden bekannt zu geben, da man als minderwertig behandelt wird.
      5 9 Melden
    • Nevermind 15.08.2017 13:30
      Highlight Was dann die Statistik überhaupt nicht verzerrt und nutzlos macht?
      Oder rechnet man einfach Handgelenk mal Pi eine Dunkelziffer dazu?
      8 0 Melden
    • happybeast 15.08.2017 14:13
      Highlight Sobald das Gericht das Verbrechen als homophobes Hassverbrechen deklariert und das damit verbundene Urteil spricht, ist es nicht mehr Handgelenk mal pi. ABER; weil die Gerichte bewussterweise die Kategorie der Hassverbrechen (Ausländer, Religion und Sexualität) herunterspielen, wird es schwierig. Auch mit den Anpöbeleien, weil diese gar nicht oder nur administrativ geahndet werden. Die Ursache von körperlicher Gewalt muss aber in jedem Fall erfassbar sein.
      1 2 Melden
  • Turi 14.08.2017 18:25
    Highlight "Nur weil ein Schwuler angegriffen wird, muss es sich nicht zwingend um eine homophob motivierte Tat handeln."

    Und nicht jeder homophobe Angriff muss einen Schwulen treffen, es können ebenso Heteros Opfer sein. Wenn jemand verprügelt wird und der Täter dabei homophob schimpft, weil das sein begrenzter Wortschatz ist.
    38 11 Melden
  • pamayer 14.08.2017 17:45
    Highlight Sonst wird ja jede Joghurt Marke statistisch erfasst. Also ist es ein nicht wollen. Und das spricht für sich. Ein bisschen eingetragene Partnerschaft und schöne Worte beseitigen die Homophobie in den Betonköpfen noch lange nicht.
    Wir leben da zum Teil noch im tiefen Mittelalter.
    32 46 Melden
  • pamayer 14.08.2017 17:35
    Highlight De Schwander... will einfach Statistiken um zu beweisen, dass Es Krimineller sind als echte Schweizer.
    Aber sonst sind Statistiken Verschwendung von Steuergeldern.

    So ein einfaches Weltbild möchte ich auch Mal haben. Da kommst sicher nicht ins Grübeln...
    21 35 Melden
  • Vachereine 14.08.2017 17:26
    Highlight Im Sinne einer diskriminierungsfreien Gesellschaft ist es widersinnig, Straftaten ausgewählter Minderheiten statistisch gesondert zu erfassen.
    Denn durch diese Praxis würden zahlreiche andere Minderheiten benachteiligt, weil Straftaten deren sie Opfer wurden unter den Teppich gekehrt würden, im Gegensatz zu jenen deren LGBTs Opfer wurden.
    Jede Form von bevorzugter Behandlung von Menschen mit bestimmten persönlichen Merkmalen ist genauso eine willkürliche Diskriminierung, wie die Benachteiligung derselben.
    33 13 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 15.08.2017 12:04
      Highlight Du willst das traditionelle Familienmodell schützen, indem du alle beleidigst, die nicht darin leben. Das ist ziemlich diskriminierend.
      1 9 Melden
  • dracului 14.08.2017 15:06
    Highlight Versicherungen und Krankenkassen optimieren sich durch die Analyse von Statistiken. Migros und Coop beklagen sich nicht über den Datenberg, welcher ihnen die Cumulus und Supercard beschert. Bei der SBB wird die Auswertbarkeit der Swisspass-Daten eifrig diskutiert. Kreditkartenunternehmen analysieren ihre Kunden - zu ihrer Sicherheit selbstverständlich. Auch das Bundesamt für Statistik kann gut mit Daten umgehen, und bis zu den Haustieren ist alles auswertbar in der Schweiz. Anstatt Ausreden suchen, könnte man mit denen sprechen, die schon lange Daten auswerten und darin Erfahrung haben?
    14 31 Melden
    • Karl33 14.08.2017 17:17
      Highlight Oder man kann noch mehr Daten sammeln, um die Verischerungsprämien etc noch mehr zu optimieren...
      18 4 Melden
  • dondor 14.08.2017 13:45
    Highlight In Schweden muss die Regierung die Zahlen zur Gewalt gegen Frauen und Homosexuelle schönen.
    18 29 Melden
    • Vachereine 14.08.2017 17:27
      Highlight Zuwenige?
      18 11 Melden
    • Fabio74 15.08.2017 02:35
      Highlight Zahlrn? Quellen? Fakten? Oder doch nur Lügen?
      6 8 Melden
  • ch2mesro 14.08.2017 12:19
    Highlight dann aber auch separate statisiken über gewalt gegen andere minderheiten wie; andersfarbige, ausländer, behinderte, atheisten, muslime etc. etc. denn jede minderheit hat ein recht auf schutz vor gewalt.....
    88 11 Melden
    • inmi 14.08.2017 13:11
      Highlight Jeder Mensch hat ein Recht auf Schutz vor Gewalt. Selbst wenn er nicht zu einer Minderheit gehört.
      62 2 Melden
    • häfi der Spinat 14.08.2017 13:40
      Highlight Sie haben grundsätzlich recht.
      Bei einigen von ihnen genannten, Statistiken, würde ich mir aber auch die umgekehrte Statistik wünschen.
      23 13 Melden
  • äti 14.08.2017 10:29
    Highlight Statistiken sind nur sinnvoll, wenn klare, eindeutige Sachen gezählt und ausgewertet werden.
    49 9 Melden
  • hueberstoebler 14.08.2017 10:24
    Highlight dann möchte ich aber, dass personen, die sich als apachee kampfhubschrauber fühlen, ebenfalls separat erwähnt werden.
    108 111 Melden
    • Genital Motors 14.08.2017 11:18
      Highlight Danke. endlich einer der mich ernst nimmt.
      Gruss AH-64 forever
      53 8 Melden
    • BrigitteA 14.08.2017 11:22
      Highlight Was für ein dümmlicher, sinnfreier Kommentar!
      34 83 Melden
    • Datsyuk 14.08.2017 11:43
      Highlight Wieso? Dein Kommentar macht doch keinen Sinn.
      17 39 Melden
    • Sandro Lightwood 14.08.2017 11:49
      Highlight Folglich ist für dich Gewalt gegen Homosexuelle abstrus? Gibt es nie bis selten?
      25 38 Melden
    • EvilBetty 14.08.2017 16:26
      Highlight 9gag checking in!
      23 6 Melden
    • hueberstoebler 14.08.2017 19:35
      Highlight @blitzmenschen:
      ist ein witz, kennen wahrscheinlich nur diejenigen die das internet nicht nur zum zeitunglesen benutzen.

      siehe angehängte graphik
      24 6 Melden
  • m. benedetti 14.08.2017 10:22
    Highlight LGBT-Community ist auch wieder so ein schwachsinniger Begriff. Die LGBT sind weder politisch noch sozial eine Community, die einen politisieren in der SVP, andere im linken Block, andere sind Hardrockfans und wieder einige finden wir an Schwingfesten, möglicherweise sogar dieselben. Es wäre ebenso schwachsinnig, mich als Member der Hetero Community zu beschreiben.
    126 30 Melden
    • Sandro Lightwood 14.08.2017 11:50
      Highlight Dann mach doch 👌
      8 47 Melden
    • dääd 14.08.2017 16:50
      Highlight M. Benedetti, vielleicht sind Sie in ihrem Leben irgendwo auch in einer Minderheit? Evtl. in einer, die (subtil) abgewertet wird?

      Wer bei einem bestimmten Merkmal zur Mehrheit gehört, braucht kaum eine Community.
      9 20 Melden
  • häfi der Spinat 14.08.2017 10:15
    Highlight Offenbar haben wir keine anderen Probleme mehr.
    72 94 Melden
    • Datsyuk 14.08.2017 11:44
      Highlight Doch, haben wir. Aber für dich stellt das hier Beschriebene wohl kein Problem dar. Wieso aber?
      40 26 Melden
    • Sandro Lightwood 14.08.2017 11:50
      Highlight Doch.
      9 13 Melden
    • Bruno S. 88 14.08.2017 13:02
      Highlight Der obligatorische "haben wir keine anderen Probleme?"-Kommentar! darf in keiner Diskussion fehlen!
      Es ist nämlich nicht möglich mehrere Probleme durch mehrere Personen gleichzeitig zu lösen!!
      39 15 Melden
    • Fabio74 14.08.2017 14:31
      Highlight Haben wir aber intelligente Menschen können mehrere Dinge gleichzeitig
      Gewalt gegen Minderheiten ist ein Problem
      16 18 Melden
  • a-n-n-a 14.08.2017 10:14
    Highlight Das ist eine Schande, als ob es in der CH keine homophobe Übergriffe gäbe..
    90 98 Melden
    • Calvin WatsOff 14.08.2017 12:11
      Highlight Möchte ja zu gerne wissen, wieso hier geblitzt wird.
      37 55 Melden
    • a-n-n-a 14.08.2017 13:31
      Highlight Ich auch Calvin.. 😑

      Invasion der "Rechten"?!
      14 55 Melden
    • Driver7 14.08.2017 16:43
      Highlight Niemand der dein Kommentar blitzt findet Gewalt an anderen OK. Aber nerven sich vielleicht an der ewigen Opferrolle von einigen Individen oder so genannten Communitys, oder an der übermässen Medienpräsenz usw.. es geht ja im Artikel nicht darum, das Übergriffe vermieden werden sollen.. sondern schlicht um statistische Erfassung.. wie schon weiter oben jemand geschrieben hat, dann sollten für alle möglichen Gewalt-Motive eine eigene Statistik geführt werden.. was keinen Sinn ergibt.
      39 10 Melden
    • hueberstoebler 14.08.2017 19:37
      Highlight warum die "rechten", anna?
      29 6 Melden
    • Fabio74 15.08.2017 02:37
      Highlight @Driver Was genau ist denn das Problem des weissen Heteros? Was genau stört an solchen Berichten?
      4 22 Melden
    • Driver7 15.08.2017 07:29
      Highlight @Fabio74: lol.. weisser Hetero.. schon Kategorisiert.. ich dacht du bist gegen Vorurteile.. :-) und sonst.. einfach lesen bitte..
      10 0 Melden
    • Calvin WatsOff 15.08.2017 12:12
      Highlight Merci @Driver für deine Sicht.

      Von Akzeptanz, Toleranz ist dieser Entscheid nicht. Ein weiterer Fauxpas unserer Regierung.

      Aber eben, wir haben ja andere gewichtigere "Probleme".

      Geduldet, solange man schweigt.
      3 5 Melden
  • Karl Müller 14.08.2017 10:08
    Highlight In klaren Zahlen:

    Es handelt sich um 130 Straftaten zwischen Januar und Ende Juli, die gegen die sexuelle Orientierung motiviert waren, gegenüber 102 solcher Straftaten im selben Zeitraum des Vorjahrs. Fast die Hälfte davon waren Gewaltdelikte.

    Demgegenüber stehen eine Jahresgesamtzahl von 193'500 erfassten Gewalttaten und 6,33 Mio Straftaten insgesamt im Jahr 2016.

    http://www.n-tv.de/politik/Starker-Anstieg-bei-Mord-und-Totschlag-article19807048.html

    http://derstandard.at/2000056292332/Zahl-der-Gewaltdelikte-in-Deutschland-2016-deutlich-gestiegen

    53 6 Melden
  • Bijouxly 14.08.2017 09:46
    Highlight Was soll denn diese Statistik für den Schutz von LGBT+ beitragen? Gibt es danach weniger Opfer, weil es eine Statistik gibt? Gibt es weniger Opfer häuslicher Gewalt, seit man dazu eine separate Statistik führt? Ich denke nicht. Und wenn wir ehrlich sind, interessiert es uns ja auch nur mässig, was spezifsche Statistiken sagen: Gewalt ist immer unangebracht, ob homophob oder nicht.
    80 29 Melden
    • dääd 14.08.2017 16:52
      Highlight Naja, was benannt wird, kommt zur Sprache. Das müssen Täter wissen.
      6 12 Melden
    • happybeast 15.08.2017 13:45
      Highlight Genau weil Gewalt unangebracht ist, muss man durch Bildung, Aufklärung und im härtesten Fall mit Machteinwirkung (Gefängnis) die Mitbürger schützen. Dazu braucht man Daten der Täter um ein Profil zu erstellen.
      0 4 Melden
    • Bijouxly 15.08.2017 15:27
      Highlight Nur weil es keine separate Statistik gibt, heisst das nicht, dass die Daten der Täter nicht erfasst werden^^ Es geht hier allein um die Statistik, um nichts mehr.
      4 0 Melden
  • pun 14.08.2017 09:46
    Highlight «Auch in anderen Bereichen brauchen wir detailliertere und transparentere Zahlen – etwa, was die Nationalität der Täter bei bestimmten Delikten betrifft, insbesondere bei Eingebürgerten.»

    Die Nationalität von Eingebürgerten dürfte relativ leicht festzustellen sein: sofern sie in der Schweiz eingebürgert wurden, dürfte diese Gruppe Täter/innen durchgehend Schweizer Bürger sein. 😏
    96 16 Melden
  • Fulehung1950 14.08.2017 09:44
    Highlight Nicht zu fassen
    22 30 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 14.08.2017 09:39
    Highlight Kann Pirmin Schwander ehrlichgesagt nicht verstehen. Seit Jahren warnt man in apokalytischen Tönen vor den gewalttätigen, homophoben Männern aus Nordafrika, nun möchte man diese Behauptung trotzdem nicht mit Zahlen unterlegen?
    Könnte es sein, dass es der SVP gar nie um den Schutz der Homosexuellen gegangen ist?
    *üngläubiges Staunen*
    79 24 Melden
    • Asmodeus 14.08.2017 10:50
      Highlight Es geht der SVP nur um den Schutz der Homosexuellen und der Frauen, wenn man sie vor bösen Ausländern schützen kann.

      Ansonsten sollen sie gefälligst nachwievor die Klappe halten und dem heterosexuellen Mann dienen.
      51 31 Melden
    • poga 14.08.2017 12:32
      Highlight Ich zweifle daran, dass die Täter da separat gelistet würden. Ich persönlich hätte die Statistik begrüsst. Um zu sehen, ob da wirklich ein signifikantes Problem vorherscht. So können alle Seiten weiter Ihre Wahrheiten verbreiten und wir haben keinen Plan wo wir stehen....
      19 3 Melden
  • Uf em Berg 14.08.2017 09:37
    Highlight Was bringen all diese Statistiken? Dadurch wird kein Verbrechen verhindert.
    31 37 Melden
    • Asmodeus 14.08.2017 10:50
      Highlight Erster Schritt. Eruieren ob ein Problem besteht.
      Zweiter Schritt: Eruieren wie gross das Problem ist.
      Dritter Schritt: Eruieren was die Ursachen sind
      Vierter Schritt: Ursachen bekämpfen.
      54 12 Melden
    • Patrick Felder 14.08.2017 10:53
      Highlight Die Statistik wäre der erste Schritt, um geeignete Massnahmen zu erarbeiten, da man für eine solide politische Arbeit eine Faktengrundlage braucht. Aber wer kopflose Brüllaffenpolitik bevorzugt, für den ist natürlich in gesicherte Informationen investiertes Geld Verschwendung.
      31 8 Melden
    • Uf em Berg 14.08.2017 11:16
      Highlight @ Patrick Felder: Dass es Gewalt gegen diese Minderheiten gibt ist unbestritten, dass diese Gewalt wie jegliche Gewalt auf ein Minimum zu reduzieren ist, ist auch klar. Wie dies zu tun ist, hängt nicht von der Statistik ab. Es muss verhindert werden, egal wieviele Fälle es gibt. Das Geld soll hierfür verwendet werden und nicht um Zahlen zu analysieren.
      12 12 Melden
    • Uf em Berg 14.08.2017 11:19
      Highlight @Asmodeus: Denke nicht, dass die Statistik Auskunft über die Ursache gibt. Die Ursache liegt in der Dummheit der Menschheit und der Angst vor allem, welches nicht als "normal" gilt. Häufig sind es doch genau die Personen, die selbst diese Neigung haben und es auf diese Weise "verstecken" und verdrängen wollen.
      18 8 Melden
    • Sandro Lightwood 14.08.2017 11:51
      Highlight Mit deinem Kommentar auch nicht.
      3 8 Melden
  • _helmet 14.08.2017 09:27
    Highlight Endlich mit der Sparwut im öffentlichen Sektor aufhören, dann wäre das kein Problem.Es braucht schlicht und einfach Ressourcen, wo eine Aufgabe ist, so einfach ist das. Die Kantone sind mehr und mehr unter Druck, das kann es nicht sein.Öffentliche Leistungen wie Bildung, Gesundheit, Soziales, Polizei, Justiz, Umweltschutz und sind ein wichtiger Bestandteil unseres Wohlstands und Statistiken Grundlage für evidenzbasierte Entscheidungen.Das alles wird mit der Steuerprogression überproportional von reichen Personen und Unternehmen finanziert. Ist daher dazu wichtige Umverteilung. Verteidigen!
    14 26 Melden
  • Scott 14.08.2017 09:13
    Highlight Zum Glück wurde der "Diktatur einer Minderheit" nicht stattgegeben.
    26 81 Melden
    • Sapere Aude 14.08.2017 10:31
      Highlight Der Schutz von Minderheiten hat nichts mit einer Diktatur zu tun.
      68 23 Melden
  • Caturix 14.08.2017 09:11
    Highlight Ja das ist ein rieser Aufwand heutzutage mit dem PC. Ich würde auch Gewalttaten gegen Frauen nicht mehr separat aufführen.
    36 10 Melden
  • moimoimoi 14.08.2017 08:57
    Highlight Aufwand und Ertrag stehen in einem schlechten Verhältnis? Da könnten wir ja auch gleich die Strafbarkeit von Tötungsdelikten aufheben, schliesslich gibt es ja nur eine Handvoll jedes Jahr in der Schweiz. Da lohnt sich eine Strafverfolgung nicht. Das beschäftigt Strafverfolgungsbehörden, Gerichte und den Justizvollzug jahrelang und das kostet ja nur.
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  • Cyman 14.08.2017 08:52
    Highlight Mich überzeugt das Konterargument von Quadranti nicht: Häusliche Gewalt lässt sich einfacher abgrenzen und seperat erfassen, weil sie eben ortsgebunden ist. Hingegen wäre es tatsächlich schwierig abzugrenzen, ob es nun ein Hatecrime ist oder nicht. Daher nachvollziehbarer Entscheid
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  • olmabrotwurschtmitbürli 14.08.2017 08:50
    Highlight Vorab zu Pirmin Schwander, der das Budget des BfS halbieren will: Diese Statistiken haben einen hohen wirtschaftlichen Wert. Anwälte und Versicherungen berechnen damit häufig abstrakte Schadenspositionen. Marktanbieter nutzen diese Statistiken für Ersteinschätzungen, da kann sogar der Orangenkonsum interessant sein.

    Zur Erfassung der LGBT-Delikte: Fände ich gut, aber die Frage wie man diese erkennt und abgrenzt ist doch nicht so einfach. Anders als bei häuslicher Gewalt geht es um die Feststellung des Motivs und nicht um äusserliche Umstände der Tat.
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    • giandalf the grey 14.08.2017 11:48
      Highlight Seh ich genaus so! Olma dich würi! Mit Senf :P
      9 2 Melden
    • Patrick Felder 14.08.2017 12:50
      Highlight In Anbetracht der Tatsache, dass die BFS-Daten im Schnitt 98% der Behauptungen eines gewissen "Extrablattes" widerlegen, würde ich als Herausgeber jenes Altpapieres ebenfalls an der Demontage desBFS arbeiten.
      6 4 Melden
  • stabiler 14.08.2017 08:47
    Highlight Finde ich nicht nachvollziehbar. Der Aufwand scheint mir gering und auf jeden Fall lohnenswert zu sein, wenn es darum geht, mühsam erkämpfte Minderheitsrechte zu verteidigen - zu grossen Teilen wohl auch gegen antiquierte Wertvorstellungen von sog. Flüchtlingen.

    Ein Blick in unser Nachbarland verrät diesbezüglich auf jeden Fall nichts Gutes:

    http://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/beschimpft--verfolgt--geschlagen-schwulen-hatz-am-kottbusser-tor-23494082

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article166696406/Weil-er-ein-Kreuz-trug-griffen-die-Jugendlichen-an.html
    63 27 Melden
  • Asmodeus 14.08.2017 08:46
    Highlight Alternativvorschlag.

    Die Erfassungen notieren nicht nur ob die Opfer Teil der LGBT-Community waren, sondern auch welche Religion/Herkunft die Täter hatten.

    Dann können CVP und SVP darauf hoffen, dass die Mehrheit böse muslimische Ausländer sind und dann lohnt es sich plötzlich wieder für sie das ganze statistisch zu erfassen.
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    • Nukular! Das Wort heisst Nukular. 14.08.2017 09:16
      Highlight Nicht hoffen, sondern den Tatsachen ins Auge sehen.
      Eine genaue Erfassung der Verbrechen, wird höchstwarscheinlich zeigen das eine Merheit der Übergriffe auf die LGBT-Community von Muslimen erfolgt.

      Freundliche Grüsse aus Sektor 7G.
      24 30 Melden
    • Candy Queen 14.08.2017 09:48
      Highlight Naja, wahrscheinlich würde es tatsächlich darauf hinauslaufen, dass die Religion der meisten Täter der Islam ist.
      27 20 Melden
    • Asmodeus 14.08.2017 10:48
      Highlight Ich denke die eigentliche "Religion" der meisten Leute wäre Atheist.

      Die wenigsten Christen/Muslime in der Schweiz sind sonderlich religiös.

      Ich streite nicht einmal ab, dass viele der Täter vermutlich Türken, Ex-Jugoslawen und Leute aus anderen Machismo-Kulturen wären die homophob sind.

      Aber der Schwulenhass legt auch bei Anhängern der CVP und der SVP massiv zu.

      Konservative wollen Dinge gerne so wie sie "früher" waren.
      Frau in der Küche. Der Mann Heterosexuell. Und die Ausländer auf dem Bau oder beim Klo putzen.
      24 17 Melden
    • stabiler 14.08.2017 11:01
      Highlight Verstehe die Blitze bei User-Nukular! ehrlich gesagt nicht. Ja, jedes Delikt ist eines zu viel. Und ja, auch ewiggestrige Rechtsextreme zeichnen sich verantwortlich.

      Aber nehmt doch zur Kenntnis, was Betroffene berichten: „In den vergangenen Monaten habe ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis [...] gehört, von Leuten, die überfallen, beleidigt, bespuckt, geschlagen oder beschimpft wurden. Das ist immer schlimmer und immer mehr geworden. Ja, die Täter hatten oft einen Migrationshintergrund."

      Hier: http://www.bz-berlin.de/leute/zoff-um-wuetendes-facebook-statement-von-nina-queer
      15 7 Melden
    • Candy Queen 14.08.2017 11:15
      Highlight @asmodeus: du pochst sonst auch gerne auf belegbare Behauptungen. So belege doch bitte dein Statement, wonach der Schwulenhass bei Anhängern der CVP&SVP zulege.
      15 3 Melden
    • stabiler 14.08.2017 11:18
      Highlight @Asmodeus:

      "Schwulenhass" als Bezeichnung für die Einstellung von CVP/SVP-Wählern finde ich schon harter Tobak. Klar, es lassen sich da viele Personen finden, für die bspw. die Ehe nicht gleichgeschlechtlich sein kann. Das ist dann eben deren konservativem Wertesystem geschuldet.

      Aber daraus gleich auf "Hass", der sich auch physisch manifestiert, zu schliessen, halte ich für gewagt. Nicht zuletzt deshalb, weil mit Hans-Ueli Vogt und Thomas Fuchs ja auch prominente, offen-homosexuelle SVP-Kandidaten gewählt werden.
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    • Asmodeus 14.08.2017 13:01
      Highlight Stimmt. Hass ist ein zu starkes Wort.

      Homophobie ist das treffendere Wort. Und je mehr Rechte der LGBT-Community zugestanden werden (Ehe für Alle, Adoptionsrecht, Aufnahme in den Diskriminierungsartikel) desto mehr drängen die Emotionen bei Leuten zur Oberfläche die sich daran stören.
      11 4 Melden
  • Kronrod 14.08.2017 08:45
    Highlight Bürokratie wächst genau so: 1000 Leute machen für sich genommen gute Vorschläge, aber am Ende hat der zuständige Polizist ein Formular vor sich, bei dem er 1000 Häkchen setzen muss. Ich fordere, dass jeder, der eine neue Statistik einführen möchte, auch gleichzeitig sagen soll, auf welche alte Statistik man verzichten kann.
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  • atomschlaf 14.08.2017 08:44
    Highlight Es braucht nicht nur diese Statistik.
    Falls ein Anstieg wie in Deutschland auffällt, ist auch den Ursachen auf den Grund zu gehen.
    80 11 Melden
  • Weinglas 14.08.2017 08:43
    Highlight Wie bitte? Weil das Aufwand-Ertrag-Verhältnis nicht stimmt? Seit wann braucht es Ertrag beim Schutz von Bevölkerung und vor allem Minderheiten? Und dann noch den Täter in Schutz nehmen? Dann findet die Polizei dann wieder "ach der hat das gar nicht so gemeint"? Hier geht es um die Registrierung von Hassverbrechen um ein Problem sichtbar zu machen, nicht um die Bestrafung des Täters, das ist ne andere Abteilung. Und wenn sich die Dorfpoliizisten nicht im Stande fühlen, soll man sie schulen! Minderheiten kommen zunehmend schlechter weg in dieser direkten Demokratie!
    52 48 Melden
    • fandustic 14.08.2017 09:24
      Highlight Und was hat das nun genau mit der Polizei zu tun? Die haben sich nicht mal geäussert, aber trotzdem einfach mal "feste drauf".
      22 7 Melden
    • Weinglas 14.08.2017 11:54
      Highlight Weil die Polizei bei der Aufnahme eines Gewaltverbrechens die Stelle ist, wo die Art und Motivation eines Verbrechens überhaupt definiert wird. Und das braucht Kompetenzen.
      http://www.watson.ch/Schweiz/UserInput/874598941-«Es-geht-ja-nur-darum--wen-ich-liebe»-–-LGBT-watson-User-erzählen-von-ihren-Erfahrungen-

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  • Starfox 14.08.2017 08:39
    Highlight Ein vernünftiger Entscheid, wie ich finde, eine solche Statistik braucht es definitiv nicht, es gibt keinen Grund, solche Straftaten separat in der Kriminalstatistik zu erfassen. Das würde nur den Verwaltungsapparat unnötig aufblähen.
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  • Triumvir 14.08.2017 08:35
    Highlight Hassverbrechen sind per seh verwerflich. M.E. ist es jedoch nicht gerechtfertigt eine Bevölkerungsgruppe gesondert als Opfer solcher Verbrechen zu erfassen, zumal eine derartige gesonderte Erfassung nichts an der grundsätzlichen Verwerflichkeit ändern würde. Oder ist es etwa weniger schlimm, wenn heterosexuelle Menschen Opfer eines Hassverbrechens werden!?
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    • Ylene 14.08.2017 09:04
      Highlight Es behauptet doch keiner, dass Gewalt gegen Heteros irgendwie weniger schlimm sei! Gesonderte Auswertungen gibt es bei Rassismus, s. hier https://www.edi.admin.ch/edi/de/home/fachstellen/frb/FAQ/wo-finde-ich-statistische-angaben-zu-rassismus-in-der-schweiz-un.html Die Polizei erfasst Angaben zu rassistisch begründeten Vorfällen, warum geht das jetzt plötzlich nicht bei LGBT? Man kann das ja allgemein auf sexuelle Ausrichtung machen - dann sind auch die Heteros und Asexuellen drin. Zudem finde ich Asmodeus' Vorschlag von 8.46 gut - dann wäre die Frage endlich auch mal geklärt.
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    • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 14.08.2017 09:13
      Highlight Du verstehst schon den Unterschied? Heterosexuelle werden meistens nicht Opfer eines Hassverbrechens, weil Sie Heterosexuell sind, sondern wegen anderen Dingen. Diese Fälle (z.B. Rassismus und Sexismus) wird geahndet.

      Homosexuelle werden aber zuweilen eben wegen ihrer Neigung angegriffen.
      Da man die Daten aber nicht registriert, werden Hassverbrechen gegen Homosexuelle weder registriert noch geahndet.

      Im Moment könnte man offiziell (und zynisch) sagen: bei uns existiert kein Hass auf Schwule, da wir keine solchen Verbrechen gemeldet kriegen (da sie ja eben nicht als solche erfasst werden).
      23 18 Melden
    • Nukular! Das Wort heisst Nukular. 14.08.2017 09:24
      Highlight Nein, aber als Heterosexuelle Person werden Sie weniger aufgrund Ihrer sexuellen Orientierung zum Opfer eines Hassverbrechens. LGBT-Leute werden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung Opfer von Hassverbrechen. Dies ist ein wichtiger Unterschied. Zudem sollte auch der Bund interesse haben, aus welchen Bevölkerungsgruppen die Übergriffe auf die LGBT-Community stattfinden. Um entsprechende Gegenmassnahmen zu treffen.

      Freundliche Grüsse aus Sektor 7G.
      20 11 Melden
    • Kriss 14.08.2017 09:38
      Highlight Nein, denn wenn ein Hetero z. B. wegen seiner Hautfarbe angegriffen wird ist das genau so ein Hassverbrechen. Und dieses ist genau so schlimm und sollte als solches erfasst werden.
      Nur zeig mir mal den Hetero, der wegen seiner Sexualität angwgriffen wurde.
      Bei den LGBTQI* hingegen sind solche Angriffe leider sehr verbreitet. Und diese nicht gesondert zu erfassen ist nichts als totschweigen.
      19 6 Melden
    • mia83 14.08.2017 09:54
      Highlight Genau!
      4 4 Melden
    • Mietzekatze 14.08.2017 10:25
      Highlight Nein es ist nicht weniger schlimm. Aber die Motivation ist anders... Wenn ein Schwuler bsp. zusammengeschlagen wird weil er sich schlecht verhalten hat, ist das nicht das selbe wie wenn er attakiert wird, weil er Schwul ist. Das gleich gilt übrigens bei Rassismus. Nicht jede Tat gegen einen Schwarzen, Juden, Asiaten etc. ist rassistisch motiviert. Aber wenn sie es ist, dann wird die gesondert Registriert. Mit LGBT müsste es dann auch so gehandhabt werden...
      20 3 Melden
  • ruetolo 14.08.2017 08:25
    Highlight Schaut euch bitte mal an, was das BFS jährlich für Kosten produziert und was da ausgewertet wird? Nicht nur die Steuergelder gehen drauf, auch die Datenlieferer haben Kosten. Viele der statistischen Daten werden nur für die Politik generiert um Entscheide oder Fehlentscheide zu untermauern. Hier geht es um Menschenleben. Aus meinem Bekanntenkreis ist ein Homosexueller so krass zugerichtet worde ausserhalb vom Gayclub auf dem Heimweg, dass er heute noch ein Gesicht voller Narben mit sich trägt. Und die Polizei hat die Täter bis heute nicht gefasst.
    44 7 Melden
    • fandustic 14.08.2017 09:23
      Highlight Und wo ist da nun der Zusammenhang? Wurde er so zugerichtet weil er homosexuell ist, oder hätte es jedem anderen genauso passieren können? Passiert leider immer wieder an den Wochenenden...unabhängig von der sexuellen Orientierung.
      17 12 Melden
  • lilie 14.08.2017 08:15
    Highlight Klar ist es ein zusätzlicher Aufwand - der allerdings gerechtfertigt ist.

    Und dass die Motive nicht immer abgrenzbar sind, ist auch ein Scheinargument: Wenn LGBT-Menschen häufiger angegriffen werden als Heteros, dann ist das auf Homophobie zurückzuführen.

    Genau deswegen braucht es doch die Statistik. 🙄
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    • Atlantar 14.08.2017 09:51
      Highlight Bitte sag mir, dass du diese Konklusion nicht im Ernst meinst. xD
      22 6 Melden
    • lilie 14.08.2017 11:40
      Highlight @Atlantar: Wie meinst du jetzt das?
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Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

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