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In den letzten zehn Jahren kam es zu sieben Zugunglücken wegen Erdrutschen. grafik: watson.ch

Bahnunfall

Von Moudon bis Tiefencastel: Hier verursachten Erdrutsche Zugunglücke



Bahnen sind in der Schweiz und im benachbarten Alpenraum relativ oft von Bergstürzen und Rutschungen betroffen. Meist bleibt es bei Unterbrüchen und Schäden an der Infrastruktur. Nachfolgend ein Überblick über einige folgenschwerere Ereignisse der letzten Jahre.

13. August 2014: Tiefencastel GR

TIEFENCASTEL

bild: Augenzeugin, radio grischa

Ein Zug der Rhätischen Bahn fährt bei Tiefencastel GR auf einen Erdrutsch auf. Ein entgleister Waggon bleibt in einem Steilhang im Wald hängen. Sieben der 200 Passagiere werden verletzt, fünf davon schwer.

2. Februar 2013: Palézieux–Payerne VD

Wegen eines Erdrutsches ist auf der Linie Palezieux- Payerne VD ein Personenzug entgleist. Die Bahn fuhr am Samstag, 2. Februar 2013, gegen 9.00 Uhr zwischen Ecublens-Rue und Moudon auf den Erdhaufen auf den Geleisen auf. Laut SBB-Angaben wurde niemand verletzt. Im Zug befanden sich rund 15 Passagiere. Sie wurden evakuiert. Der Sachschaden sind betraechtlich. Die Strecke bleibt bis Sonntag gesperrt. (SCHWEIZERISCHE BUNDESBAHNEN SBB)

Bild: SBB

Wegen eines Erdrutschs entgleist auf der Linie Palézieux-Payerne VD bei Moudon ein Personenzug. Die 15 Passagiere können unverletzt geborgen werden.

5. Juni 2012: Gurtnellen UR

Bei einem Felssturz sind am Dienstag, 5. Juni 2012, bei Gurtnellen im Kanton Uri zwei Bauarbeiter verletzt und ein Bauarbeiter verschuettet worden. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bild: KEYSTONE

Bei Gurtnellen UR geht ein Felssturz auf die Gotthardachse nieder und verschüttet drei Arbeiter, die mit Sicherungsarbeiten beschäftigt waren. Einer von ihnen kann nur noch tot geborgen werden. Die Strecke bleibt einen Monat lang gesperrt.

7. Januar 2007: Chur–Disentis GR

Aufraeumarbeiten nach der Entgleisung eines RhB-Zugs, am Sonntag, 7. Januar 2007, in Valendas GR. Der Zug der Rhaetischen Bahn (RhB) war am spaeten Freitagabend nach einem Felssturz in der Rheinschlucht bei Ilanz knapp an einer Katastrophe vorbeigefahren. Die Komposition entgleiste und brachte Teile einer Galerie zum Einsturz. Wie durch ein Wunder blieben der Lokfuehrer und die 30 Fahrgaeste unverletzt. Die Schaeden an Rollmaterial und Infrastruktur gehen aber in die Millionen von Franken. Die Aufraeumarbeiten wurden am Wochenende tagsueber unter Sicherheitsueberwachung aufgenommen. Sie werden einige Tage in Anspruch nehmen, so dass mit einem fahrplanmaessigen Betrieb auf der Surselvalinie nicht vor dem kommenden Dienstag gerechnet wird. (KEYSTONE/Jakob Menolfi)

Bild: KEYSTONE

Auf der Strecke Chur–Disentis GR fährt ein Zug der Rhätischen Bahn auf einen Schuttkegel auf und entgleist. Dabei reisst er eine Galerie ein und wird zum Teil verschüttet. Wie durch ein Wunder bleiben der Lokführer und die 30 Passagiere unverletzt.

26. Juli 2006: Martigny VS

A derailed train of the Saint-Bernard Express lies in the debris near Bovernier, just above Martigny on the St. Bernhard route, Valais, Wednesday, July 26, 2006. The torrent Durnand had swollen up after heavy rainfall. Some 3000 people were evacuated for a couple of hours but could turn back home by now. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Eine Komposition des «St-Bernard-Express» wird wegen einer Rüfe bei Martigny VS aus den Schienen geworfen und bleibt zur Hälfte in einem Bachbett liegen. Die Passagiere kommen mit dem Schrecken davon.

28. März 2006: Interregio Zürich–Bern

Bahnreisende besteigen am Dienstag, 28. Maerz 2006, einen Extrazug, nachdem zuvor ein Interregio-Zug Zuerich - Bern bei Riedtwil im Kanton Bern in einen Erdrutsch gefahren und entgleist ist. Rund 500 Personen mussten aus dem entgleisten Zug evakuiert werden. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Bild: KEYSTONE

Wegen eines Erdrutschs entgleist ein Interregio-Zug Zürich–Bern zwischen Wynigen und Riedtwil BE. Auch ein Auto wird verschüttet. Die 500 Zugpassagiere können die Reise nach über drei Stunden fortsetzen.

18. Juli 2004: Herisau AR

Der Steuerwagen der Appenzeller Bahnen liegt am Sonntag, 18. Juli 2004 neben den Schienen, nachdem der Zug am Samstagabend auf einen Erdrutsch auffuhr, der das Trassee verschuettet hatte. Die fuenf Passagiere und der Lokfuehrer blieben unverletzt. Die Bergung des Unglueckszuges dauerte bis zum spaeten Sonntagnachmittag. Arbeiter mussten eine provisorische Zufahrt fuer die Kranwagen errichten. (KEYSTONE/Rainer Bolliger)

Bild: KEYSTONE

Ein Unwetter löst bei Herisau AR einen Erdrutsch aus, der eine Komposition der Appenzeller Bahnen entgleisen lässt. Die fünf Zugpassagiere und der Lokomotivführer bleiben unverletzt. (pma/sda)

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