Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Verhütungspille

Antibabypille: Schwerstbehinderte beschäftigt Bundesgericht



Die Antibabypillen

Bild: KEYSTONE

Der Fall der jungen Frau, die nach der Einnahme von Antibabypillen eine Lungenembolie erlitt und seither schwer behindert ist, wird bald das Bundesgericht beschäftigen. Die Familie der 22-Jährigen zieht das Urteil des Zürcher Obergerichts weiter, wie ihr Anwalt am Montag gegenüber dem Regionaljournal Zürich-Schaffhausen von Radio SRF sagte.

Mitte Januar 2008 hatte die damals 16-Jährige von ihrem Gynäkologen die rezeptpflichtige Antibabypille «Yasmin» erhalten. Nachdem sie sie wenige Wochen eingenommen hatte, erlitt sie eine Lungenembolie. Als Folge des Sauerstoffmangels wurde ihr Hirn schwer geschädigt.

Die Familie der Frau führt den Gesundheitszustand auf auf eine Nebenwirkung von «Yasmin» zurück. Vor Bezirksgericht Zürich forderte sie 5,3 Millionen Franken Schadenersatz und 400'000 Franken Genugtuung vom Pillenhersteller, dem Pharmakonzern Bayer.

Das Gericht lehnte die Klage Mitte August letzten Jahres ab, Mitte Mai bestätigte das Obergericht den erstinstanzlichen Entscheid. Der geltend gemachte Produktemangel sei nicht erwiesen, begründete es den Entscheid. Und nicht nur das: Die Familie sollte auch noch 120'000 Franken Prozessentschädigung an Bayer zahlen.

Die Familie der Geschädigten akzeptiert dieses Urteil nicht und zieht es an Bundesgericht weiter, wie ihr Anwalt Felix Rüegg gegenüber dem Regionaljournal Zürich-Schaffhausen sagte. «Wir sind der Auffassung, dass gestützt auf das Produktehaftpflichtrecht, ein anderer Entscheid hätte gefällt werden müssen», sagte er. (kub/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen