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epa06280104 German police officers are seen at the crime scene where a man injured several people in a knife attack in Munich, Germany, 21 October 2017. Police has confirmed they harve arrested the suspect that injured a total of five people.  EPA/THOMAS POEPPEL / DEDINAG

Bild: EPA/DEDINAG

Täter in München griff Zufallsopfer an – acht Leichtverletzte



Einige Stunden nach der Messerattacke von München mit acht Verletzten hat die Polizei Entwarnung gegeben. «Es besteht keine Gefahr mehr», teilten die Beamten am Samstag mit. Der festgenommene 33-Jährige bleibe nach jetzigem Ermittlungsstand «dringend tatverdächtig».

Er sei deutscher Staatsbürger und in München gemeldet. Die Polizei geht davon aus, dass die Taten aus einer psychischen Störung heraus begangen wurden. Der Mann mache keine Angaben, hiess es. Er sei in der Vergangenheit wegen gefährlicher Körperverletzung schon polizeilich in Erscheinung getreten.

Bei den Opfern handle es sich um sechs Männer, einen zwölf Jahre alten Jungen sowie um eine Frau. Alle seien Zufallsopfer des Angreifers gewesen. Bei den männlichen Opfern handle es sich um fünf Deutsche, einen Rumänen und einen Italiener, die ebenfalls attackierte Frau sei eine Deutsche. Alle wurden ambulant ärztlich versorgt.

Nach Angaben der Polizei griff der Mann an mehreren Orten in München Menschen an und konnte später in der Nähe der Ottobrunner Strasse gefasst werden. Der Angreifer sei wahllos mit einem Messer auf Passanten losgegangen, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Samstag nach einem Treffen der Unionsspitze zu den Jamaika-Sondierungen in Berlin. Es sei Grossalarm ausgelöst worden.

Viele Menschen fühlten sich an den Amoklauf vom Juli 2016 erinnert. Damals hatte ein 18-Jähriger neun Menschen erschossen. Am Samstag meldeten sich unter dem Twitter-Hashtag #Rosenheimerplatz schnell Anwohner und besorgte Bürger.

Die Fahndung nach dem Täter konnte womöglich erleichtert werden, da auf der S-Bahn-Stammstrecke in der Münchner Innenstadt seit dem späten Freitagabend für rund 54 Stunden keine Züge fahren. Der Angreifer hatte also keine Möglichkeit, mit der S-Bahn zu flüchten. (sda/dpa)

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