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Paris und Washington wollen Stabilisierung im Nahen Osten



Angesichts der Krise im Libanon wollen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und US-Präsident Donald Trump gemeinsam an einer Stabilisierung der Region arbeiten. Bei einem Telefonat am Samstag seien sich beide über diese Notwendigkeit einig gewesen.

Man müsse zusammen mit den Verbündeten «den destabilisierenden Aktivitäten der Hisbollah und des Iran in der Region entgegenwirken», gab das Weisse Haus bekannt.

Macron hatte am Samstag auch mit dem libanesischen Präsidenten Michel Aoun, dem ägyptischen Staatschef Abdel Fattah al-Sisi, dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und UNO-Generalsekretär Antonio Guterres telefoniert. Nach Angaben des Elysée-Palasts ging es dabei um die Lage im Nahen Osten sowie um Möglichkeiten, die Region zu stabilisieren und Frieden zu schaffen.

Paris kündigte weitere Gespräche Macrons dazu in den nächsten Tagen an. Macron hatte am Freitag seine Bereitschaft zum Dialog mit dem Iran bekräftigt, der ihm Einseitigkeit in dem Konflikt vorgeworfen hatte.

Ringen um Einfluss

Der libanesische Ministerpräsident Saad Hariri hatte am 4. November von Saudi-Arabien aus überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Als Grund nannte er wachsenden Druck der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz. Rasch wurde der Vorwurf laut, Saudi-Arabien habe Hariri zum Rücktritt gezwungen. Saudi-Arabien und der Iran ringen seit Jahren um Einfluss in der Region und insbesondere auch im Libanon. Hariri wurde bisher von Saudi-Arabien gestützt.

Hariri bestritt nachdrücklich, in Riad festgehalten worden zu sein. Am Samstagmorgen traf er zusammen mit seiner Frau von Saudi-Arabien aus kommend in Paris ein. Dort wurde er von Macron im Elysée-Palast empfangen. Zum Unabhängigkeitstag des Libanon am Mittwoch will er nach eigenen Angaben wieder in Beirut sein und eine öffentliche Erklärung abgeben. (sda/afp)

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