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Weshalb kam es zur grünen Welle bei den Zürcher Wahlen? Nun liegen erste Erkenntnisse vor



Martin Neukom, links, (Gruene) strahlt mit Marionna Schlatter-Schmid, rechts, Praesidentin Gruene Kanton Zuerich im Mediencenter bei den kantonalen Wahlen in Zuerich am Sonntag, 24. Maerz 2019. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Der neu gewählte Regierungsrat Bild: KEYSTONE

Sie gingen nicht nur an die Klimademos: Junge Erwachsene aus der Stadt Zürich sind bei den Kantons- und Regierungsratswahlen vermehrt auch wählen gegangen. Auch Frauen nahmen häufiger teil als bei früheren Wahlen. Der Anteil der über 60-jährigen Männer sank hingegen.

Normalerweise gehen ältere Stimmberechtigte, insbesondere ältere Männer, häufiger an die Urne als Junge. In der Regel ist die Stimmbeteiligung in der Stadt Zürich auch in jenen Quartieren am höchsten, wo das meiste Geld wohnt: am Zürichberg, im Seefeld, in Ober- und Unterstrass sowie in Höngg.

Bei den Wahlen vom 24. März, welche den Grünen überraschend einen Regierungssitz und der SVP eine Schlappe bescherten, war dies jedoch anders: 23.5 Prozent der 18- bis 29-jährigen Wähler gaben ihre Stimme ab. Bei den Wahlen 2015 waren es nur 19.5 Prozent. Auch die Beteiligung der 30- bis 59-Jährigen nahm zu.

Weniger Beteiligung in bürgerlichen Quartieren

Besonders gross waren die Unterschiede bei den jungen Frauen. Vor vier Jahren beteiligten sich lediglich 19.6 Prozent der 18-Jährigen an den Wahlen. Bei diesen Wahlen lag dieser Wert jedoch bei 25.1 Prozent - ein Plus von 5.5 Prozentpunkten. Frauen fast aller Altersklassen gaben ihre Stimme häufiger ab als 2015. Demgegenüber beteiligten sich Männer ab 60 Jahren seltener.

In den Stadtkreisen 3, 4, 5, 6 und 10 lag die Wahlbeteiligung höher als vor vier Jahren. Hingegen sank sie in den eher bürgerlichen Quartieren wie Fluntern, Witikon, Hottingen und Mühlebach.

Persönlicher Code auf den Stimmrechtsausweisen

Die Analyse beruht auf den eingereichten Stimmrechtsausweisen, auf denen ein persönlicher Code aufgedruckt ist. Diesen verglich die Statistik der Stadt Zürich mit einem Auszug aus dem Personenregister, der alle stimmberechtigen Personen enthält. Auf diese Art lässt sich bestimmen, wer am Urnengang teilnahm. Es ist aber nicht ersichtlich, wen sie gewählt haben. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Phrosch 17.04.2019 19:51
    Highlight Highlight Ihr alle könnt beklagen, dass die Stimmbeteiligung so tief ist. Was aber spannend ist: wenn einige sich aufraffen und wählen oder abstimmen gehen, macht es tatsächlich einen Unterschied. Ich hoffe fest, dass sich diese Erkenntnis rumspricht.
  • Posersalami 17.04.2019 16:05
    Highlight Highlight Lächerliche Stimmbeteiligung! Erzähl das mal jemandem in Ägypten oder dem Iran.

    Aber schön das der Trend bei den Jungen aufwärts zeigt. Hoffentlich hält das an! Immerhin geht es um eine Zukunft, die ein 60+ Senior nicht mehr erleben wird.
  • crik 17.04.2019 14:53
    Highlight Highlight "23.5 Prozent der 18- bis 29-jährigen Wähler gaben ihre Stimme ab."

    Ja, 4 Prozent mehr als vor 4 Jahren. Aber eigentlich eine Schande für die Demokratie, drei von vier gehen nicht wählen. Und dies bei einem Gremium, das vermutlich mehr direkten Einfluss auf den Alltag hat als der Bundesrat.
  • Chriguchris 17.04.2019 14:20
    Highlight Highlight Es ist schön, dass sich die ganz Jungen auch mal aufraffen an die Urne zu gehen. Gut ist es auch, dass sie sehen, dass dies durchaus etwas bringen kann. Trotzdem finde ich erschreckend wie wenige es sind. Klar ein plus von 5% ist toll aber eine Gesamtbeteiligung von 23.5% ist nicht berauschend....
    Hoffentlich hält der Trend an.
  • Magnum44 17.04.2019 14:17
    Highlight Highlight 23.5% meiner Altersklasse gehen wählen, unvorstellbar so ein tiefer Wert.