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Konfliktparteien haben ein Einsehen

Zivilisten sollen belagerte syrische Stadt Homs verlassen dürfen



A woman walks through a damaged street in the besieged area of Homs, February 1, 2014. Picture taken February 1, 2014. REUTERS/Yazan Homsy (SYRIA - Tags: POLITICS CIVIL UNREST CONFLICT)

Mehrere tausend Bewohnerinnen und Bewohner sind in der zerstörten Stadt Homs von jeglicher Versorgung abgeschnitten.  Bild: Reuters

Die syrischen Bürgerkriegsparteien haben sich auf humanitäre Hilfe für rund 3000 Bewohnerinnen und Bewohner der syrischen Stadt Homs geeinigt. Zudem sollen notleidende Zivilisten die seit Monaten belagerte Stadt bald verlassen dürfen. Der Gouverneur der Stadt, Talal al-Barasi, einigte sich heute Donnerstag mit den Vereinten Nationen auf eine entsprechende Vereinbarung, wie beide Seiten übereinstimmend mitteilten. 

UNO-Sprecher Farhan Haq bestätigte die Einigung auf eine «humanitäre Pause» und die Bereitstellung von Hilfe für etwa 2500 Menschen. Die Lage in der Altstadt von Homs, die seit zwei Jahren von Regierungstruppen belagert wird, gilt als äusserst kritisch. Nach Aktivistenberichten würden die Menschen dort bereits hungern. Die Lage in Homs war auch Gegenstand der Syrien-Friedensgespräche, die Ende Januar in Genf begannen und am kommenden Montag dort fortgesetzt werden sollen. Damals war keine Einigung über Hilfe für die in Homs eingeschlossenen Menschen erzielt worden. 

Die Region um Homs ist seit langem Schauplatz erbitterter Kämpfe. Sie liegt im Zentrum des Landes an der strategisch wichtigen Autobahn zwischen Damaskus und Aleppo im Norden.

Rebellen aus Gefängnis befreit

In Aleppo, der umkämpften nördlichen Metropole, griffen indes Aufständische das Zentralgefängnis im Norden der Stadt an. Nach Angaben der Syrischen Menschenrechtsbeobachter in London gelang es ihnen, mehrere Hundert von insgesamt 3000 Gefangenen zu befreien. Das staatliche syrische Fernsehen meldete, dass bei den Kämpfen ein lokaler Kommandant der islamistischen Al-Nusra-Front getötet wurde. Bei dem Mann soll es sich um einen Tschetschenen gehandelt haben. Der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, sprach von 20 Soldaten und zehn Rebellen, die getötet wurden. 

Im syrischen Bürgerkrieg sind nach Schätzungen der UNO und von Aktivisten mehr als 130'000 Menschen getötet worden. Friedliche Demonstrationen gegen das Assad-Regime waren Anfang 2011 von den Sicherheitskräften blutig niedergeschlagen worden. Im Laufe der Zeit formierte sich ein bewaffneter Widerstand, der heute stark fragmentiert und von mehr oder weniger radikalen islamistischen Milizen geprägt ist. (sda)

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