Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV: Geschaeftsfrauen und Geschaeftsmaenner unterhalten sich am auf der Hannover Messe in Hannover am einem Messestand (Foto vom 06.04.11). Der Praesident der Chemie-Arbeitgeber und BASF-Aufsichtsratschef Eggert Voscherau hat die politischen Ueberlegungen zur Einfuehrung einer gesetzlichen Frauenquote fuer Fuehrungspositionen scharf kritisiert.

Bild: AP dapd.

Schilling-Report 2014

In nur 5 Minuten wissen Sie das Wichtigste über Frauen und Ausländer auf Schweizer Teppichetagen

Die ausländischen Manager verlassen die Geschäftsleitungen der 100 grössten Schweizer Unternehmen. Und: Frauen sind auf dem Vormarsch. Der Schilling-Report 2014 in der Fünfminuten-Übersicht.

Zuerst ein paar allgemeine Informationen aus den Teppichetagen in der Schweiz: Im Durchschnitt sitzen in den 100 grössten Unternehmen unseres Landes

6,77 Personen in der Geschäftsleitung.

Dabei zeichnet sich eine weitere Abnahme ab, die sich seit 2011 (7,21 GL-Mitglieder) fortsetzt, wie es im neuesten Schilling-Report heisst.

Die Aufsichtsgremien der 100 grössten Unternehmen unseres Landes setzen sich derweil durchschnittlich aus

9,13 Verwaltungsräten

zusammen. Auch die Verwaltungsräte werden kleiner: Laut dem Schilling-Report 2014 lag diese Zahl vor einem Jahr noch höher, nämlich bei durchschnittlich 9,21 Verwaltungsräten pro Unternehmen.

Die Grundlage des Schilling-Reports bilden 119 Geschäftsleitungen und 90 Verwaltungsräte in der Schweiz, die von Headhunter Guido Schilling und seinem Team untersucht wurden.

Erstmals seit der Erhebung des Schilling-Reports im Jahr 2006 geht der Ausländeranteil in den Geschäftsleitungen zurück: Waren es im letzten Report noch 45 Prozent, sind es heute nur noch 

42 Prozent ausländische Geschäftsleitungsmitglieder

Hauptgrund für den Rückgang ist laut Guido Schilling die Konkurrenz anderer Topkader-Arbeitsmärkte, eine Tendenz, die sich schon seit zwei oder drei Jahren abzeichnet: Deutschland und andere wirtschaftlich starke europäische Länder böten ihren Managern heute mehr attraktive Positionen im Heimmarkt. 



Mit der Zustimmung zur SVP-Zuwanderungsinitiative habe der Rückgang direkt nichts zu tun. Das Ja zur Initiative sei aber ein «Knieschuss», sagte Schilling. Die Diskussion um die Begrenzung der Zuwanderung schrecke einige Manager und ihre Familien von einem Umzug in die Schweiz ab.

Die Verwaltungsräte hingegen setzen sich zu

36 Prozent aus ausländischen Staatsangehörigen

zusammen. Dieser Anteil ist im vergangenen Jahr stabil geblieben. 

Innerhalb der letzten fünf Jahre haben in den Verwaltungsräten aber die

Frauen von 10 auf 13 Prozent zugelegt.

Weibliche Führungskräfte besetzen inzwischen

jeden vierten VR-Sitz.

Dabei geben die SMI-Unternehmen den Trend vor: Dort besetzen die Frauen sogar 

jeden 3. vakanten VR-Sitz.

In den Geschäftsleitungen der Schweizer Topfirmen hingegen blieb der Frauenanteil stabil. Ein Grund für den stagnierenden Frauenanteil ist laut Schilling, dass sie Geschäftsleitungen relativ früh wieder verlassen: «Männer sind sich gewohnt, Männerteams zu führen. Frauen wollen anders geführt werden.» Dies werde zu wenig berücksichtigt: «Da fühlen sich Frauen nicht eingeladen, das höre ich durchs Band.»

Der Durchbruch für die Frauen sei dennoch geschafft: «In den letzten Jahren ist auf leisen Sohlen enorm viel passiert.» Die Individualisierung der Gesellschaft und der Trend zu unkonventionellen Arbeitsverhältnissen werde zur Vergrösserung des Frauenanteils in den Chefetagen führen. Die Prognose von Guido Schilling für den Frauenanteil lautet deshalb:

Im Jahr 2034 wird es 20 Prozent Frauen in den Geschäftsleitungen geben.

Dies bei einer linearen Entwicklung. «Das ist das Mindestmass», sagt Headhunter Guido Schilling dazu. Viel eher erwartet der Topkadervermittler aber sogar bis 2034 einen Anstieg auf

25 bis 30 Prozent Frauen in den Geschäftsleitungen, wenn man optimistisch rechnet.

Es gibt in der Schweiz unter den untersuchten 100 grössten Firmen

22 Unternehmen, die sowohl Frauen in GL als auch im VR haben

Es sind dies (GL/VR)

Es gibt aber auch 

27 Unternehmen, die weder Frauen in der GL noch im VR haben

Es sind dies:

(mit Material der sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen