Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08482830 A Black Lives Matter protest in Trafalgar square during a Black lives matter demonstration in London, Britain, 13 June 2020. Protesters gathered to express their feelings in regard to the death of 46 year old George Floyd while in police custody. A bystander's video posted online on 25 May appeared to show George Floyd, 46, pleading with arresting officers that he couldn't breathe as an officer knelt on his neck, in Minnesota, USA. The unarmed black man later died in police custody.  EPA/NEIL HALL

Bild: keystone

Anti-Rassismus-Aktivisten und rechte Gruppen demonstrieren in London



Ungeachtet der Warnungen von Regierung und Polizei haben sich in London Hunderte Menschen an Anti-Rassismus-Protesten sowie an Kundgebungen rechtsextremer Gruppen beteiligt. Auf dem Parliament Square und in der Umgebung sei es am Samstag zu Zusammenstössen rechter Demonstranten mit der Polizei gekommen, hiess es in britischen Medienberichten.

Innenministerin Priti Patel kritisierte die Gewalt als völlig inakzeptabel. Wer sich an gewalttätigen Ausschreitungen und Vandalismus beteilige, müsse mit der ganzen Härte des Gesetzes rechnen. «Gehen Sie nach Hause, um die Ausbreitung (des Coronavirus) zu stoppen und Leben zu retten», schrieb sie auf Twitter. Auch Bürgermeister Sadiq Khan rief dazu auf, von Kundgebungen Abstand zu nehmen. Unterstützung erhielten die Demonstranten von der Bischöfin von Dover. «Ja, es gibt eine Pandemie, aber dieses Thema ist wirklich wichtig», sagte Rose Hudson-Wilkin. Sie ist die erste schwarze weibliche Bischöfin Kirche von England.

Verschiedene Gruppen aus der Black-Lives-Matter-Bewegung («Schwarze Leben zählen») hatten in Grossbritannien zu Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt aufgerufen. Ausgelöst wurden die Proteste durch den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA Ende Mai. Rechtsextreme Gruppen kündigten ihrerseits an, Denkmäler zu «schützen». Aus Sorge vor Beschädigungen bei den Protesten war am Freitag die Statue von Premierminister Winston Churchill (1874-1965) vor dem britischen Parlament mit Brettern verkleidet worden.

Die Polizei hatte gewarnt, dass mit der Teilnahme an Demonstrationen die Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus verletzt würden. Demnach dürfen sich nicht mehr als sechs Menschen versammeln. Um Zusammenstösse beider Gruppen zu verhindern, hatte die Polizei diesen unterschiedliche Bereiche in London zugewiesen.

Nach Angaben der Polizei verliefen die Demonstrationen zum grössten Teil friedlich, es sei aber auch zu Gewalt gegen Polizisten gekommen. Fünf Menschen seien zeitweise festgenommen worden. Weitere ähnliche Demos fanden in gut einem Dutzend britischer Städte statt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen