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Kim überquert als erster Führer Nordkoreas die Grenze nach Südkorea



Als erster nordkoreanischer Führer seit dem Ende des Korea-Krieges vor 65 Jahren hat Kim Jong Un die Grenze nach Südkorea überquert. Der Machthaber wurde an der Demarkationslinie am Freitag von Südkoreas Präsident Moon Jae In zu ihrem ersten Gipfeltreffen empfangen.

Zu Beginn des historischen Gipfeltreffens mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In reichten sich beide an der Demarkationslinie zwischen beiden Ländern die Hand, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. «Ich freue mich, Sie zu treffen», sagte Moon, der kurz nordkoreanischen Boden betrat.

Beide Staatschefs begrüssten sich herzlich. Spontan forderte Kim den südkoreanischen Präsidenten auf, seinerseits die Betonschwelle im Boden, die die Linie kennzeichnet, auch nach Norden zu überqueren. Moon betrat damit nordkoreanischen Boden, was nicht angekündigt war. Zwischen den blauen Baracken, die beide Seiten nach dem Krieg als Besprechungsräume nutzten, markiert die Betonschwelle zwischen dem Sandfeld im Norden und dem Kiesbett im Süden die Demarkationslinie.

Grosse Hoffnungen

Im Mittelpunkt des mit Spannung und grossen Hoffnungen erwarteten Gipfels stehen die atomare Abrüstung und eine langfristige Friedenslösung. Wie die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete, will Kim mit Moon «freimütig» alle Themen wie die Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen sowie Frieden, Wohlstand und eine Wiedervereinigung auf der koreanischen Halbinsel diskutieren. Auf Nordkoreas Atomwaffen ging der Bericht nicht ein.

Die Ergebnisse des Gipfels werden auch Grundlage für das Ende Mai oder Anfang Juni geplante Treffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump sein. Es ist nach 2000 und 2007 in Pjöngjang der dritte innerkoreanische Gipfel, aber der erste seit der Eskalation der Spannungen über Nordkoreas Atom- und Raketentests und der erste auf südkoreanischem Boden.

Offenes Ende

Mit welcher Art von Vereinbarung das eintägige Treffen im Friedenshaus in Panmunjom zu Ende gehen wird, war noch unklar. «Es hängt wirklich vom Verlauf der Diskussionen ab», sagte der Sprecher Moons. Die USA und Südkorea fordern ein eindeutiges Bekenntnis Kims zur Denuklearisierung, womit sie eine baldige, überprüfbare und nicht umkehrbare Beseitigung der Atomwaffen meinen.

Nordkoreas Machthaber hatte aber erst am vergangenen Freitag, als er überraschend die Einstellung seiner Atom- und Raketentests verkündet hatte, die Vollendung des Atomprogramms als «grossen Sieg» gefeiert. Er sprach nur allgemein davon, dass Nordkorea mit diesem Teststopp zur «weltweiten Abrüstung» beitrage.

Experten sind deswegen skeptisch, ob er seine nuklearen Waffen aufgeben will. Sie sehen seinen Willen zur Beseitigung seiner Atomwaffen eher im Rahmen der globalen Abrüstungsbemühungen aller Nuklearmächte. (sda/reu/dpa/afp)

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