Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Während des Anschlags in Tunis waren zwei Polizisten im Café, einer holte sich etwas zu essen und einer erschien gar nicht zum Dienst



Nach dem Anschlag auf das Bardo-Nationalmuseum in Tunis mit 21 Toten hat Präsident Béji Caïd Essebsi Sicherheitsmängel eingeräumt. Polizei und Geheimdienste sind seiner Ansicht nach nicht systematisch genug vorgegangen, um die Sicherheit des Museums zu gewährleisten.

epa04673386 A Tunisian policeman stands at Carthage airport in Tunis, Tunisia, 21 March 2015. On 18 March 2015 gunmen had stormed the Bardo Museum in Tunis and killed 23 people, including 20 foreign visitors. The attack, claimed by the Islamic State extremist group, was Tunisia's deadliest in more than a decade.  EPA/MOHAMED MESSARA

Wachleute markieren Präsenz nach dem Anschlag in Tunis.  Bild: MOHAMED MESSARA/EPA/KEYSTONE

«Es gab Defizite», sagte Essebsi dem französischen Magazin «Paris Match» am Samstag. Zugleich betonte er aber, dass die Sicherheitskräfte «sehr effektiv reagiert» und dem Anschlag schnell ein Ende bereitet hätten. Dadurch seien dutzende weitere Todesopfer verhindert worden, da die Attentäter ihre Sprengstoffwesten nicht mehr hätten zünden können.

Ein ranghoher tunesischer Politiker hatte am Freitag erklärt, dass die Wachmänner, die das Museum und das nahegelegene Parlament schützen sollten, zum Zeitpunkt des Anschlags nicht auf ihren Posten waren. 

Von vier Polizisten seien zwei in einem Café gewesen, der dritte habe sich etwas zu essen geholt und der vierte sei gar nicht zum Dienst erschienen.

Beim Attentat, zu dem sich die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) bekannte, waren am Mittwoch unter anderem Touristen aus Italien, Japan, Frankreich, Spanien und Polen getötet worden. Die bewaffneten Angreifer, zwei junge Tunesier, wurden von der Polizei erschossen. (feb/sda/afp)

Attentat in Tunis

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter