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Syrische Luftwaffe für Giftgasangriff mit 87 Toten im April verantwortlich



Für den Giftgasangriff im syrischen Chan Scheichun im April ist die syrische Luftwaffe verantwortlich. Das zeigt der am Mittwoch in Genf publizierte Bericht der unabhängigen Untersuchungskommission zu Syrien. Laut dem Bericht verstiess auch die US-Armee gegen Völkerrecht.

Bei der Bombardierung von Chan Scheichun wurden 87 Personen getötet und über 290 Personen verletzt.

Die Beauftragten des UNO-Menschenrechtsrats fanden zudem Hinweise auf mindestens 23 weitere Chemiewaffenangriffe in Syrien seit März 2013. In mindestens drei Fällen hätten Regierungstruppen giftiges Chlorgas eingesetzt. Dies gelte für Angriffe auf von Rebellen kontrollierte Gebiete in Idlib, Hama und Ost-Ghuta bei Damaskus. Die Untersuchungskommission fordert die Regierung auf, den Einsatz dieser Waffen sofort zu stoppen.

Auch USA verletzten Völkerrecht

Der nun in Genf vorgelegte Bericht hält fest, dass die syrische Luftwaffe das Nervengas Sarin verwendet hat. Nur die syrische Luftwaffe verwende entsprechende Flugzeugtypen, steht im Dokument.

Ernsthaft besorgt äusserten sich die Ermittler auch über die Angriffe der von den USA angeführten internationalen Koalition. Bei einem US-Luftangriff auf eine Moschee nahe Aleppo im März seien entgegen der Forderung des humanitären Völkerrechts keine Vorkehrungen getroffen worden, um Zivilisten zu schützen. 38 Menschen wurden getötet, darunter zahlreiche Kinder. (whr/sda)

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