DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
In this image made from video, Sudanese forces escort civilian in Khartoum, Sudan on Monday, June 3, 2019. Sudanese security forces moved against a protest sit-in camp in the capital Monday, witnesses and protest organizers said. Machine gun fire and explosions were heard and smoke rose from the area. Protest organizers said at least two people were killed.(AP Photo via AP video)

Standbild aus einer Videoaufnahme, die zeigen soll, wie sudanesische Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Khartum versuchen, Demonstranten zum Fortgehen zu bewegen. Bild: AP/AP

Militärrat im Sudan geht gewaltsam gegen Demonstranten vor – mindestens zwei Tote



Im Sudan hat das regierende Militär offenbar damit begonnen, eine Protestkundgebung tausender Demonstranten vor dem Armeehauptquartier aufzulösen. Das teilte das an der Spitze der Proteste stehende Gewerkschaftsbündnis SPA am Montag mit.

Der Militärrat habe einen «Versuch» gestartet, den Platz vor dem Armeehauptquartier in der Hauptstadt Khartum «gewaltsam» zu räumen, erklärte das SPA. Nach Angaben des Zentralkomitees der sudanesischen Ärzte, das der Protestbewegung nahe steht, wurden bei dem Einsatz der Sicherheitskräfte mindestens zwei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt.

Ein Anwohner sagte, er habe Schüsse gehört und Rauch gesehen. Ein anderer Anwohner sagte, Einsatzkräfte in Polizeiuniformen hätten versucht, eine Strasse nahe der Proteste zu räumen.

Der SPA warnte vor einem «blutigen Massaker» und forderte die Sudanesen zu «totalem zivilen Ungehorsam» und neuen Protesten auf, um den Militärrat zu stürzen. Die Demonstranten fordern eine zivile Regierung für den Sudan.

Im Sudan hatte nach dem Sturz des langjährigen Staatschefs Omar al-Baschir infolge von monatelangen Massenprotesten im April ein Militärrat die Führung übernommen. Mit diesem einigte sich die Protestbewegung Mitte Mai grundsätzlich darauf, dass ein gemeinsamer Übergangsrat die Geschicke des Landes in den kommenden drei Jahren lenken soll. Seither herrscht aber Streit darüber, welche Seite dieses Gremium führen soll.

Die Botschaft der USA im Sudan kritisierte die Gewalt gegen Demonstranten scharf. «Angriffe sudanesischer Sicherheitskräfte auf Demonstranten und andere Zivilisten sind falsch und müssen aufhören», twitterte die Botschaft. Die Verantwortung dafür trage der militärische Übergangsrat. Der Rat könne die Menschen Sudans nicht verantwortungsvoll führen, hiess es. (sda/afp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die einflussreichsten Fotos aller Zeiten laut «Time»

1 / 44
Die einflussreichsten Fotos aller Zeiten laut «Time»
quelle: ap/ap / malcolm browne
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das Breitmaulnashorn Sudan ist das letzte seiner Art:

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter