Briefbomben für die britische Armee 

TodesGrüsse aus Nordirland

Briefbomben für die britische Armee 

14.02.2014, 03:0014.02.2014, 08:59

Die Entdeckung mehrerer Briefbomben in Rekrutierungsbüros der britischen Armee hat die Regierung in London alarmiert. Premierminister David Cameron berief am Donnerstag eine Sitzung des Krisenstabs COBRA ein, wie sein Büro am Abend mitteilte.

Zudem sei die Anti-Terrorpolizei eingeschaltet worden. In insgesamt sieben Rekrutierungsbüros der Armee waren zuvor Briefe oder Päckchen mit Sprengstoff entdeckt worden, die Regierung machte nordirische «Terroristen» verantwortlich.

«Sieben verdächtige Sendungen wurden identifiziert. Sie enthielten einen kleinen, simplen aber potenziell funktionierenden Sprengstoffmechanismus, der auf Terroristen in Nordirland hinweist», erklärte ein Regierungssprecher nach dem Treffen des Krisenstabs in London. Alle Sendungen seien von Experten sicher entschärft worden.

 Nordirland war drei Jahrzehnte lang Schauplatz blutiger Unruhen und Anschläge. Mehr als 3500 Menschen wurden in dem Konflikt getötet. 1998 wurde ein Friedensvertrag abgeschlossen, der eine Aufteilung der Macht zwischen Protestanten und Katholiken vorsieht. Es kommt aber immer noch gelegentlich zu Gewalt zwischen den rivalisierenden Gruppen und zu Anschlägen. (kad/sda)

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