Aargau
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Frau liest die Mails ihres Mannes, entdeckt mehrere Affären – und wird verurteilt

Eine Ehefrau hat unbefugt die E-Mails ihres Mannes gelesen und gesehen, dass dieser mehrere Affären mit anderen Frauen hatte. Für ihre Spitzeltätigkeit ist sie vom Bezirksgericht Bremgarten AG verurteilt worden.

19.12.17, 08:44 19.12.17, 22:25

Walter Christen / Aargauer Zeitung



Diana und Leon (Namen geändert) nutzten gemeinsam einen Computer und pflegten daher einen offenen Umgang mit persönlichen Daten. Die E-Mail-Zugänge waren für beide Ehepartner frei verfügbar, denn sie hatten die Passwörter als Gedankenstütze für den Fall des Vergessens auf kleinen Kärtchen notiert, die für beide jederzeit zugänglich in einem Korpus in der Wohnung aufbewahrt wurden.

Eines Tages fiel Diana ein neues E-Mail-Konto auf, das ihr Ehemann eingerichtet hatte. Sie sah, dass das Passwort identisch war mit jenem des gemeinsamen Kontos. Ob sie sich einmal kurz anmelden soll?

Sie fragte einen Bekannten, der sich mit den einschlägigen Gesetzesvorschriften auskennt, und erfuhr, dass sie sich in einer Grauzone bewegen würde. Diana war unsicher und googelte: «Mache ich mich strafbar, wenn ich das Konto meines Mannes anschaue?» Die Antwort der Suchmaschine wusste sie vor dem Bezirksgericht Bremgarten nicht mehr, wo sie sich wegen mehrfachem unbefugten Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem verantworten musste.

Sie landete auf der Anklagebank, weil sie damals der Versuchung nicht widerstehen konnte und sich in Leons Mail einloggte. Dieser wiederum liess sich die Bespitzelung durch seine Gattin nicht gefallen und erstattete Anzeige.

Was Diana auf dem Konto ihres Mannes sah, war für sie ein Schock: «Er stand bereits über längere Zeit mit mehreren Frauen in Kontakt. Ich habe ihn mit seinen Affären konfrontiert, worauf er relativ rasch aus unserer gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist», erzählte sie vor Gericht. Es folgte eine sehr schwere Zeit mit einem schwierigen Verhältnis zwischen ihr und Leon, wie sie sagte. «Mein Vertrauen in ihn war weg. Wir haben nicht mehr miteinander gesprochen.» Inzwischen leben die beiden schon längere Zeit getrennt, sind aber noch immer verheiratet.

Gerichtspräsident Peter Thurnherr wollte von Diana wissen, weshalb sie ihren Mann nicht gefragt habe, ob sie sein Mail-Konto öffnen dürfe und ob er damit einverstanden wäre. «Nein, bestimmt nicht. Er hätte mir gedroht», meinte die betrogene Ehefrau. Der Gerichtspräsident hakte nach: «Wäre das die Situation gewesen, um doch wieder miteinander zu kommunizieren?» Sie verneinte kategorisch.

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten erliess gegen Diana im Februar dieses Jahres einen Strafbefehl und sprach eine Geldstrafe von 9900 Franken (bedingt), eine Busse plus Gebühr und Polizeikosten von rund 4300 Franken aus. Sie sei mehrfach und vorsätzlich unbefugterweise in ein fremdes Datenverarbeitungssystem eingedrungen. Dabei habe sie Daten beschafft beziehungsweise heruntergeladen. «Darunter mindestens 23 Dateien (Bildaufnahmen), welche den Zivil- und Strafkläger und eine junge weibliche Person darstellen», wie aus dem Strafbefehl hervorgeht, gegen den die Beschuldigte Einsprache erhob.

Die Rechtsvertreterin von Leon hielt fest, dass Diana immer wieder ins Mail-Konto ihres Mandanten eingedrungen sei, Mails gelesen, heruntergeladen, Anhänge und Fotos auf ihrem PC gespeichert habe. Dieser Computer, eine externe Harddisk, ein USB-Stick und acht Kärtchen mit Passwörtern wurden übrigens beschlagnahmt.

Dianas Verteidiger beantragte einen Freispruch und die Übernahme der Kosten und Auslagen durch die Staatskasse. Die Staatsanwaltschaft wollte seiner Mandantin Hacking unter Strafe stellen, «doch sie ist keine Hackerin und hat auch keine Passwörter geknackt», betonte der Verteidiger. Vielmehr habe der Kläger sein E-Mail-Konto nicht besonders gesichert und ein bereits vorhandenes Passwort nochmals verwendet. Diana sei per Zufall auf das Konto und die Zugangsdaten des Accounts gestossen, die sozusagen in Form der erwähnten Kärtchen auf dem Präsentierteller lagen.

Im Sinne des Strafbefehls fällte Gerichtspräsident Peter Thurnherr das Urteil, reduzierte allerdings die vom Staatsanwalt beantragte Geldstrafe von 9900 auf 1500 Franken, bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren. Die Busse setzte er von 2000 auf 300 Franken herunter.

In seiner Begründung wies er darauf hin, dass normal gesicherte Daten geschützt seien. Durch das ungefragte Eindringen ins E-Mail-Konto ihres Mannes habe sich die Beschuldigte strafbar gemacht. Sie habe sogar Skrupel empfunden, ansonsten hätte sie sich vorgängig nicht über die Rechtslage erkundigt. «Die Unvorsichtigkeit ihres Ehemannes hat sie ausgenützt, wobei sie nur minimale kriminelle Energie an den Tag legen musste. Denn der Zugriff auf das besagte Konto wurde der Beschuldigten leicht gemacht», schloss der Gerichtspräsident. (aargauerzeitung.ch)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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99
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99Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • droelfmalbumst 20.12.2017 13:14
    Highlight Rein praktisch gesehen ist die Verurteilung richtig!
    Moralisch gesehen ein fieser Zug...

    Aber wenn ich hier so lese "dieser Mistkerl" bla blubb...
    Kenn ihr die beiden? Wisst ihr was da sonst gelaufen ist?
    Er ist sicherlich nicht ganz sauber sowas zu tun, sie ist aber genau so wenig sauber ihn dermassen zu kontrollieren...
    14 1 Melden
  • i schwörs 20.12.2017 08:23
    Highlight Die Verurteilung der Frau kann ich nicht nachvollziehen: ich gebe meiner Frau die Kreditkartennummer und den Pin. Anschliessend bestelle ich eine neue, eigene Karte und setze denselben Pin. Da kann sich die Bank doch darauf berufen, dass ich diese neue Karte nicht genügend geschützt habe und mir einen allfälligen Schaden nicht ersetzen. Genauso ist doch das hier. Die Aussage, dass normal gesicherte Daten geschützt seien, trifft hier doch nicht zu: "Normal" verwendet man ein Passwort, von dem man weiss, dass niemand sonst es kennt. Also war das zweite Konto des Herrn nicht "normal" geschützt.
    10 3 Melden
    • droelfmalbumst 20.12.2017 13:12
      Highlight du schaust Suits? :D
      5 2 Melden
  • Hoppla! 20.12.2017 06:54
    Highlight Spannend wie bei solchen Themen viele zum Moralapostel werden. Wir kennen nicht mal die Umstände.

    Wer nun von Moral und strafrechtlich relevant erzählt, ist der Scharia vielleicht näher als er denkt, bewusst überspitzt formuliert.
    23 8 Melden
  • stadtzuercher 19.12.2017 21:53
    Highlight In einer Zeit, wo man die Einwilligung zu Sex schriftlich einholten muss, macht das voll Sinn. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder mal schnell ein paar Mail-Konten hacken würde?
    13 13 Melden
  • Nevermind 19.12.2017 20:07
    Highlight Da hat er ihr aber eine schöne Falle gestellt.

    Gemeinsamer Computer, neues Mail-Konto, altes Passwort. So beendet man also möglichst fies und hinterhältig eine Beziehung inkl. Unterstützung der Staatsanwaltschaft.
    60 5 Melden
  • fischolg 19.12.2017 19:05
    Highlight Und der Mann ist fein raus? Sie hätten ja zumindest die Ehe aufheben können, wenn er schon so ein Schwein ist. Dass er seine Frau anklagt, bestätigt dies ja nur noch mehr. Sonst gehts noch?
    28 13 Melden
    • stadtzuercher 19.12.2017 21:54
      Highlight Fremdgehen ist kein Vergehen. Es wird bei einer Scheidung auch nicht mehr in die Beurteilung miteinbezogen. Insofern alles korrekt und rechtens.
      23 4 Melden
    • fischolg 22.12.2017 05:49
      Highlight Das ist dämlich. Klar ist es deren Entscheidung, aber wenn der Partner dem nicht zugestimmt hat, sollte der Fremdgeher auch bestraft werden. Oder zumindest der hintergangene Partner bevorzugt.
      0 1 Melden
  • Snowy 19.12.2017 17:41
    Highlight Ein sehr gut aussehender Freund von mir erzählte mir, dass seine Freundin extrem eifersüchtig sei, obwohl er ihr keine Angriffsfläche biete (was auch stimmte).

    Auch hatte er sie bereits einmal erwischt wie sie in seinem Handy SMS las (für mich ein absolutes NO-Go).

    Da betrat eine extrem sexy und gutaussehende Frau das Lokal und fing umgehend und heftig an mit meinem Freund zu flirten. Mein Freund und ich rochen die Falle von seiner Freundin und stellten die Dame zur Rede. Sie hatte nur schlechte Ausreden.

    Mein Freund hat die Beziehung noch am selben Abend beendet. Absolut zu Recht!

    52 13 Melden
  • Gsnosn. 19.12.2017 17:16
    Highlight Als ich die Überschrift gelesen habe, dachte ich, typisch die Amis. Nicht gedacht das so ein Urteil hier in der Schweiz möglich ist.
    26 24 Melden
    • speaker33 20.12.2017 13:50
      Highlight Lern den Unterscheid zwischen Recht und Moral.
      8 0 Melden
    • Bits_and_More 20.12.2017 14:45
      Highlight Ein Unrecht (Betrug) rechtfertigt noch lange keine kriminelle Tat (Datenschutzverletzung).
      Im Strafmass hat dann der Richter die Möglichkeit, die Strafe auf Bewährung auszusetzen, wenn die Umstände es zulassen.
      7 1 Melden
  • Tilman Fliegel 19.12.2017 17:14
    Highlight Jeder findet fremdgehen moralisch verwerflich, trotzdem ist es nicht strafbar. Eigentlich schon komisch.
    15 38 Melden
    • rodman 19.12.2017 19:00
      Highlight Strafbar ist nur, was rechtsgüter verletzt. Dazu gehört eine monogame beziehung nicht.
      34 0 Melden
    • Henzo 20.12.2017 07:03
      Highlight Bei uns wird man auch nicht gesteinigt.
      16 2 Melden
    • Fabio74 20.12.2017 08:03
      Highlight Zum Glück leben wir nicht in einem Gottesstaat
      15 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinktank 19.12.2017 15:40
    Highlight Haha, das unbefugte eindringen in fremde Frauen ist erlaubt, das unbefugte eindringen in ein email-Konto nicht. Grundsätzlich können Frauen sicher sein, dass ihr Mann sie betrügt, wenn sie nicht mindestens dreimal pro Woche Sex haben.
    12 94 Melden
    • rauchzeichen 19.12.2017 16:43
      Highlight dein vergleich ist unsinnig, genauso wie deine faustregel. aber schön verteidigst du ihn wenigstens nicht.
      67 3 Melden
    • Olaf44512 19.12.2017 17:41
      Highlight Vujo, bist dus?
      75 0 Melden
  • P. Saulus 19.12.2017 14:56
    Highlight Ich finde an diesem Urteil gut, dass es einfach mal klarstellt, das ich nicht einfach - auch als Partner- alles darf, und dessen Privatsphäre respektieren muss.
    Mein Partner ist nicht mein Eigentum ! Das verstehen sehr viele Menschen nicht .
    118 12 Melden
  • Posersalami 19.12.2017 14:00
    Highlight "Sie sah, dass das Passwort identisch war mit jenem des gemeinsamen Kontos. "

    Dafür hätte man den Typen aber auch gleich verknacken sollen! Wie blöd kann man sein..
    138 7 Melden
  • Emanzipator 19.12.2017 13:18
    Highlight Naja.... er mag ein Arschloch sein. Aber trotzdem: richtig wäre gewesen, ihn anzusprechen warum er ein neues Konto hat und ihm zu drohen die Beziehung wegen Vertrauensbruch zu beenden weil er offenbar unter gegebenen Umständen (offener Umgang) auf einmal geheimnisvoll tut.... alles Andere ist auch von ihrer Seite moralisch nicht wirklich Vertretbar.

    Wie Wertet man einen Vertrauensbruch? Welcher ist Schlimmer??
    40 28 Melden
    • Emanzipator 19.12.2017 20:14
      Highlight Wo bitte schreibe ich das??

      Im Artikel steht die beiden hätten einen offenen Umgang gehabt.
      11 1 Melden
    • Emanzipator 19.12.2017 20:15
      Highlight Das ist jetzt sowas von frei interpretiert....
      8 1 Melden
  • RETO1 19.12.2017 13:13
    Highlight ist Fremdgehen strafbar?
    17 21 Melden
    • Posersalami 19.12.2017 14:00
      Highlight Nein
      43 0 Melden
    • Fabio74 19.12.2017 14:21
      Highlight Nein
      34 0 Melden
    • A7-903 19.12.2017 16:02
      Highlight Wohl nicht, könnte mir aber gut vorstellen dass es bei der Scheidung dann doch zum tragen kommt, und dass er wohl auch seiner noch–Partnerin auch den arzt berappen muss wegen überprüfung auf sexuell übertragbare krankheiten.
      21 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daniel* 19.12.2017 13:12
    Highlight Wow die arme Frau tut mir leid. Würde mich wunder nehmen, ob der Richter dieses Urteil wirklich gerecht findet.
    Der Mann hat doch ein Rad ab! Kranke Welt!
    42 55 Melden
    • Bruno Wüthrich 19.12.2017 15:46
      Highlight Es spielt keine Rolle, ob der Richter sein eigenes Urteil gerecht findet. Er hat sich an die Gesetze und seinen darin verfügbaren Ermessensspielraum zu halten. Nichts anderes hat er getan.

      Mit anderen Worten: So sympathisch ihm die Frau, so verständlich ihm ihr Vorgehen, und so unsympathisch ihm möglicherweise der Mann gewesen sein mag: Er darf nicht willkürlich richten, sondern muss sich an das halten, was im Gesetzbuch steht. Dort steht nichts darüber, dass Ehebruch strafbar ist. Aber es steht etwas darüber drin, wie weit man die Daten des/der Partners/Partnerin ausspionieren darf.
      72 2 Melden
  • Charlie B. 19.12.2017 12:31
    Highlight Die Frau hat richt gehandelt und kann froh sein, dass diesen "dickhead" nun los ist.
    44 36 Melden
    • Snowy 19.12.2017 17:46
      Highlight Du findest also der Zweck heiligt die Mittel und man "darf" bei Verdacht die Mails und SMS des Partners ungefragt lesen... ?!

      Das sehe ich zu 100% anders.

      Wahre Liebe lässt frei. Wenn mich wirklich jemand betrügen soll, dann soll sie das tun. Ich möchte niemand als Partnerin, die nur bei mir bleibt weil sie das Gefühl hat sie müsse.
      Menschen gehören einem nicht. Niemals.
      38 4 Melden
    • Zwingli 20.12.2017 08:32
      Highlight naja der bund darf nicht mal bei verdacht meine mails lesen, von dem her...
      4 0 Melden
  • Donald 19.12.2017 12:10
    Highlight Die Story klingt nicht sehr realistisch.
    14 51 Melden
  • Bruno Wüthrich 19.12.2017 12:05
    Highlight Beide Partner haben das Vertrauen des jeweils anderen übelst missbraucht. Moralisch scheint mir das Verhaltens des Mannes verwerflicher zu sein. Doch Affären und ausserehelicher Sex sind kein Straftatbestand.
    Bei ihr sieht es anders aus. Sie wird wohl einen Verdacht gehabt haben. Ihr Misstrauen hat sie dann zu einer Straftat "verführt".
    Ihre moralische Schuld können wir am ehesten bemessen, wenn wir uns den ausspionierten Partner als unschuldig vorstellen (was ja möglich gewesen wäre). Was bedeutet es für eine Beziehung, wenn dem unschuldigen Anderen hinterher spioniert wird?
    59 9 Melden
  • oXiVanisher 19.12.2017 11:31
    Highlight «Er stand bereits über längere Zeit mit mehreren Frauen in Kontakt. Ich habe ihn mit seinen Affären konfrontiert, worauf er relativ rasch aus unserer gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist»
    Nicht dass ich ihn in Schutz nehmen will. Aber "in Kontakt" sein und Affären zu haben, ist IMHO etwas ganz anderes.
    48 43 Melden
    • Ms. Song 19.12.2017 12:26
      Highlight Der Kontakt wird ja nicht weiter ausgeführt. Vielleicht hatte er Sex Chats oder ähnliches? Das wissen wir ja nicht.
      32 2 Melden
    • oXiVanisher 19.12.2017 13:56
      Highlight Richtig, wir wissen es nicht. Aber anscheinend ist für alle blitzler klar dass er Sex mit anderen Frauen hatte. Natürlich sind hier Kommentare die nicht die Frau in die Opfer rolle setzt (oder diese sogar anzweifelt) verhasst, aber ausserhalb der Metoo-Bubble sind viel zu wenig Details im "Bericht" für dass man sich eine Objektive Meinung machen könnte.
      Und nun werft mich auf den Scheiterhaufen, sofort!
      25 27 Melden
    • Henzo 20.12.2017 07:09
      Highlight Sex chats sind wohl eine ganz andere stufe als regelmässig sex zu haben .....ich denke mir, wenn es rein platonisch wäre, ist das ganze nur halb so schlimm.
      Die frage ist auch, was dazu geführt hat, dass der mann fremd geht.
      Solche sachen sind selten schwarz/weiss.
      1 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dä Brändon 19.12.2017 11:18
    Highlight So bescheuert! In meinen Augen hat die Frau nichts verbrochen und der Schuldige ist eher der Mann. Geheimnisse gibt's in der Ehe NICHT! Meine Frau weiss genau das sie niemals eine E-mail Adresse haben darf ohne mir das PW zu geben, genauso umgekehrt. Genauso mit Handy und sonstiges. Natürlich kann sie im Geheimen Accounts haben, aber das ist dann ihr Problem wenn sie glaubt das sie das glücklich machen wird.
    19 236 Melden
    • Ms. Song 19.12.2017 11:30
      Highlight Auch in einer Ehe oder Partnerschaft wird man nicht zu einer Person. Ich verstehe deinen Ansatz. Auch mein Partner und ich gehen sehr offen miteinander um. Trotzdem hat grundsätzlich jeder Mensch ein Recht auf Privatsphäre. Ich respektiere dies bei meinem Mann und würde niemals ungefragt in seinen Sachen lesen. Das macht man einfach nicht. Das gilt auch in der Ehe. An Stelle der Frau wäre mir die Busse egal. Hauptsache sie ist sich nun im Klaren und den Betrüger los. Mir wärs wert.
      115 2 Melden
    • satyros 19.12.2017 11:32
      Highlight In meiner Ehe vetrauen wir einander und lassen uns dabei unsere Geheimnisse. Aber man kann es natürlich auch wie Du halten. Jedem das Seine. Strafbar bleibt das Eindringen in eien fremden Account ohne Einverständnis trotzdem.
      83 3 Melden
    • FensterAuf 19.12.2017 11:44
      Highlight Wissen die Leute, welche dir schreiben, dass auch deine Frau diese Mails lesen kann?
      38 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Radesch 19.12.2017 11:10
    Highlight Wow... einfach Wow...

    Seine Frau betrügen und dann wenn sie es raus kriegt verklagen. Rechtlich mag dieses Urteil in Ordnung sein, aber moralisch ist der Typ mal sowas von unter aller Sau.

    Ich hätte schön die Fresse gehalten, wenn ich schon nicht "Mann" genug bin mit ihr Schluss zu machen. Traurig, dass es solche Menschen gibt.
    638 74 Melden
    • cypcyphurra 19.12.2017 13:05
      Highlight Dass ist sexistisch, wieso muss ein Mann "Mann" genug sein?
      34 50 Melden
    • pinex 19.12.2017 14:19
      Highlight Weil er ein mann ist. Könnte auch umgekehrt so stehen, ist jetzt aber in dem fall halt der mann. Finde ich absolut nicht sexistisch in diesem zusammenhang. Lg eine frau
      44 16 Melden
  • Paternoster 19.12.2017 11:04
    Highlight Dieser Leon hat kein Rückgrad
    Fremdgehen und dann nicht die Konsequenz tragen
    wenn es rauskommt. Schäm Dich
    249 39 Melden
    • fabsli 19.12.2017 12:26
      Highlight Er hat ja die Konsequenzen getragen: Er ist gegangen.
      31 11 Melden
  • azoui 19.12.2017 11:01
    Highlight ich hätte den Mann verklagt, und zwar wegen Doofheit :)
    73 13 Melden
    • azoui 19.12.2017 14:13
      Highlight @Silent, dass wisse wir spätestens seit der 45. President der Vereinigten Staaten gewählt wurde
      36 6 Melden
    • Fabio74 19.12.2017 14:23
      Highlight Strafgesetzbuch Artikel?
      7 7 Melden
  • Judge Dredd 19.12.2017 10:56
    Highlight Da denkt man sich, die gehörnte Ehefrau wird bestraft und der Fremdgänger nicht. So eine Ungerechtigkeit.

    Zu Bedenken gilt es, dass in unserem Strafrecht der Ehebruch, so moralisch verwerflich er auch sein mag, nicht verboten ist. Dies im Gegensatz zum unbefugten Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem.

    Der Zweck darf auch in diesem Fall nicht die Mittel heiligen.

    Nichtsdestotrotz, erst seine Frau betrügen und sie dann anzeigen? Was ist das nur für ein Mann?
    432 30 Melden
    • Ms. Song 19.12.2017 11:31
      Highlight einer, auf den die Verurteile getrost verzichten kann. Adieumercitschüss
      38 2 Melden
  • Kronrod 19.12.2017 10:51
    Highlight Naja, die 300 Franken Busse für den heimlichen Zugriff auf die Emails sind ok. Das stossende an der Sache ist, dass der Mann straflos davonkommt, obwohl er moralisch gesehen wesentlich niederträchtiger gehandelt hat. Das haben wir dem "modernen" Scheidungsrecht der 68er zu verdanken, in dem leider nicht mehr darauf geschaut wird, wer an einer Scheidung schuld ist.
    26 95 Melden
    • SemperFi 19.12.2017 11:25
      Highlight Es geht ja in diesem Prozess nicht um die Scheidung.
      79 2 Melden
    • satyros 19.12.2017 11:33
      Highlight „Wer an einer Scheidung schuld ist“ Wer so denkt, hat die Ehe nicht begriffen.
      91 10 Melden
  • Max Dick 19.12.2017 10:49
    Highlight Was ist lächerlicher: Der ertappte Ehemann, der seine Frau anzeigt, weil sie seine Untreue so einfach aufgedeckt hat, oder der Richter, der sie hierfür noch verurteilt..klar Hacken gehört bestraft, sicher aber nicht im familiären Rahmen, wenn es um solche Dinge geht. Bald kann man die/den Ex aber wirklich für alles anzeigen.
    34 86 Melden
    • SemperFi 19.12.2017 11:27
      Highlight Lustiges Rechtsverständnis haben Sie da. Straftaten sind auch im familiären Rahmen Straftaten.
      106 5 Melden
    • opwulf 19.12.2017 14:08
      Highlight SemperFi: Ich finde nicht dass dies ein lustiges Verständnis ist, sondern einfach eines welches die Bürokratie nicht über alles Andere stellt. Der moralisch Schuldige hier ist ganz klar der Ehemann. Die Bestrafung kriegt aber alleine die Frau, welche das moralische Fehlverhalten des Mannes aufdeckte. Dies weil der Ehemann jegwelche Sorgfalstpflicht gegenüber dem Schutz des Datensystems vermissen liess. Ein Richter welcher nach Prüfung der Umstände doch noch auf eine Strafe besteht, handelt in meinen Augen unverhältnismässig! Der Ehemann mit seiner Anzeige ist einfach ein jämmerliches Subjekt!
      14 27 Melden
    • Max Dick 19.12.2017 15:44
      Highlight Bin gespannt was noch alles unter Strafe gestellt werden kann innerhalb der Familie: Lauschangriff weil das Ohr an der Tür war, wenn der Partner telefoniert? Verletzung des Briefgeheimnisses weil eine an den Partner adressierte Postkarte gelesen wird? Üble Nachrede, weil die Parterin erzählt, dass Mann jeweils besoffen vom Ausgang nach Hause kommt? Diebstahl, weil das Joghurt des Partners im Kühlschrank gegessen wird? Gebe einen ganzen Haufen.
      14 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • BigFudge28 19.12.2017 10:37
    Highlight Irgendwie liest sich der Bericht, als sei die Frau das Opfer. Dabei ist fremde Daten lesen und kopieren ganz klar eine Straftat, aus welchen Gründen auch immer.
    87 25 Melden
    • opwulf 19.12.2017 14:17
      Highlight Ja wer soll den sonst das Opfer sein, der Osterhase? Oder der jämmerliche Ehemann? Also NDG und NSA ist ok wenn die mitlesen. Aber wenns der Partner macht dann ja ist natürlich so schlimm dass man die Gerichte dafür bemühen muss. Schöne neue Welt!
      13 26 Melden
    • SemperFi 19.12.2017 18:03
      Highlight Moralisches Fehlverhalten der Gegenpartei als Grund für Rechtsfreiheit? Mannomann: So in der Art: "Du hast mich angelogen, also schlag ich Dich ein bisschen!" Schöne neue Welt...
      11 3 Melden
    • opwulf 19.12.2017 21:09
      Highlight Ein Gericht bemühen, weil deine Frau deine Mails gelesen hat? Mannomann was für eine kleinliche, konfrontationsscheue Welt... ich hab bei mir heute im Büro diese Geschichte meinen Bürokollegen (2 Finnen & 1 Italiener) vorgelesen und sie konnten nicht verstehen wie dieses Urteil wegen so einer Bagatelle zustande kam. Dein Pseudovergleich betreffend „also schlag ich dich ein bisschen“ kannste stecken lassen Semper...
      5 12 Melden
  • Raffaele Merminod 19.12.2017 09:46
    Highlight Auf den gemeinsamen PC ein Konto mit den gleichen Passwort einzurichten, sind nicht Normen gesicherte Daten! Sie sind lediglich gegenüber dritten gesichert.
    Der Mann musste damit rechnen, das seine Frau auch auch dort einloggt.
    Ein klares Fehlurteil.
    52 53 Melden
    • meine senf 19.12.2017 12:28
      Highlight Nach dieser Logik wäre auch Ladendiebstahl erlaubt, solange die Warensicherung nicht einem bestimmten Stand entspricht?

      Schliesslich hat der Ladenbesitzer zu wenig aufgepasst, da musste er damit rechnen, dass geklaut wird.
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    • Raffaele Merminod 19.12.2017 14:51
      Highlight Nein das ist nicht die gleiche Logik.
      Der gemeinsame PC ist wie der gemeinsame Kühlschrank. Wenn er sein Joghurt nicht anschreibt, muss er damit rechnen dass seine Frau es ihn weg isst.
      12 11 Melden
    • meine senf 19.12.2017 16:19
      Highlight Der PC vielleicht, aber nicht der Mail-Account.
      7 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erarehumanumest 19.12.2017 09:33
    Highlight "Gerichtspräsident Peter Thurnherr wollte von Diana wissen, weshalb sie ihren Mann nicht gefragt habe, ob sie sein Mail-Konto öffnen dürfe und ob er damit einverstanden wäre."

    Ernsthaft jetzt??!?
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    • satyros 19.12.2017 11:41
      Highlight In dieser Kommentarspalte wird ja auch argumentiert, der Mann habe mit dem schlecht gewählten Passwort quasi sein Einverständnis gegeben. Das wird wohl auch die Argumentation des Verteidigers gewesen sein. Da dünkt mich die Nachfrage nicht so dumm. Denn die Antwort wird klar sein: "Wenn er damit einverstanden wäre, dass ich die Mails lese, hätte er wohl kaum einen geheimen Zweitaccount gemacht". Damit ist die Tatbestandsmässigkeit gegeben und erwiesen, dass die Frau um den Geheimhaltungswillen des Mannes wusste.
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    • Baccara 19.12.2017 12:45
      Highlight Hahahaha..klar, ich frage meinen Mann auch vorher - du wenn ich deine geheimen Emailaccounts finde, darf ich sie dann anschauen??
      *togg togg*
      12 8 Melden
  • Okabe Rintarou 19.12.2017 09:32
    Highlight Das ist wirklich ein Dilema...
    Was der Mann macht ist nicht Recht aber nicht strafbar. (Er ist nur ein sogenantes *Hust*)

    Aber was die Frau macht ist streng genommen wirklich eindringen in die Privatsphäre und somit strafbar...

    Das "Schlimme" ist ja nicht das sie E-Mails gelesen hat sondern die Sachen heruntergeladen hat. Hätte sie dies nicht wäre das Strafmass bestimmt tiefer oder gleich 0.

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    • Raffaele Merminod 19.12.2017 19:55
      Highlight E. Edward Grey: E-Mailaccount, nicht Computeraccount.
      Wahrscheinlich innerhalb des gleichen Mailprogramm. Sonst hätte es sie wohl gar nicht bemerkt.
      7 0 Melden
  • fabsli 19.12.2017 09:29
    Highlight Ein tolles Verhältnis hatten die beiden: Sie spioniert ihm nach und er erstattet Anzeige.
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  • pinex 19.12.2017 09:09
    Highlight Der herr ehebrecher muss ein armer siech sein, aber einen sehr guten anwalt haben....
    44 11 Melden
  • Dragonlord 19.12.2017 09:04
    Highlight Was für ein erbärmlicher (Ex-)Ehemann!
    Der wird seine Strafe hoffentlich auch noch kriegen.
    39 21 Melden
    • Max Cherry 19.12.2017 11:29
      Highlight Strafe für was?
      28 10 Melden
    • Posersalami 19.12.2017 14:04
      Highlight @Max Cherry: Für seine Blödheit? Alleine schon zwei mal das gleiche PW zu verwenden ist kaum zu überbieten.
      12 1 Melden

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