Aargau
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Der Intercity bleibt im Bahnhof Rothrist stehen.
bild: idu

Intercity kommt bei Rothrist nicht mehr vorwärts – es bleibt nur der Weg zurück

Am Sonntagabend ist beim Bahnhof Rothrist ein Intercity-Zug in Richtung Solothurn stecken geblieben. Er musste rückwärts nach Olten fahren, um dort über die alte Strecke zu verkehren.



Direkt im Bahnhof Rothrist bleibt der Zug, der Olten 17.40 Uhr verlassen hat, stehen. Hat ihn ein Rotlicht zum Stehen gebracht? Nein, wie der Zugbegleiter einige Minuten später erklärt. 

«Unser Zug hat leider fünf Minuten Verspätung wegen einer technischen Störung», heisst es. Fast im gleichen Moment fährt der Intercity los. Die Passagiere scheinen ob der lediglich kleinen Verspätung erleichtert. Dieses Gefühl dauert jedoch nicht lange an. Der Zug fährt nur einige Meter, dann ist wieder Schluss. Immer noch sind die Bahnhofsschilder von Rothrist zu sehen.

Erneut vergehen Minuten, bis die Stimme des Zugbegleiters ertönt. Jetzt kommt das Ganze noch auf Französisch. «Ce n'est pas normal», wird er kurz darauf französischsprechenden Passagieren erklären.

18.04 Uhr. Der Intercity fährt los. Rückwärts. Der Lokführer hatte den Führerstand gewechselt ... Offenbar konnte der Zug nicht ans Netz der Neubaustrecke «angemeldet» werden. Da bleibt nur der Weg zurück.

Zugfahrt rückwärts: Von Olten nach Rothrist, wieder zurück und über Oensingen weiter nach Solothurn.

Video: © az

Wenn man nach Solothurn will und dann nochmals über Olten muss, ist das schon schräg. Drei Minuten später kommt der Zug im Bahnhof an. Über Lautsprecher wird angekündigt, dass nun der Lokführer nochmals die Lok wechseln müsse, dann könne die Fahrt gleich weitergehen. Auf Französisch wird das Ganze dann auch noch erklärt. Da wechselt der Lokführer mal eben «le train» – den Zug.

18.15 Uhr. Die Fahrt geht vorwärts weiter Richtung Oensingen. Dieses Mal ohne Stopper. 

In Solothurn angekommen stehen die Zeiger bei 18.35 Uhr. Die angezeigte Verspätung beträgt 40 Minuten. (ldu) (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Matrixx 06.06.2016 06:47
    Highlight Highlight Fährt ein Zug eigentlich wirklich rückwärts, wenn der Lokführer den Führerstand wechselt? 😉
  • MaskedGaijin 06.06.2016 06:45
    Highlight Highlight Peter Salvisberg is not amused.
  • Hierundjetzt 05.06.2016 22:43
    Highlight Highlight Hätten wir die Service Public Initiative angenommen, dann...

    😂😂😂😂😂

    (Lach grad wie blöd ins Smartphone)
  • Knut Knallmann 05.06.2016 21:16
    Highlight Highlight Ist das noch News oder kann das weg?
    Noch eine Bitte: Könnt ihr den Titel berichtigen? Mit einer Baustelle hat das ganze wenig zu tun. Der Lokführer bekommt auf der Neubaustrecke die Zustimmung zur Fahrt über ein spezielles Funknetz direkt in den Führerstand übermittelt - Die Fahrt nach Aussensignalen gibt es auf der NBS nicht. Wenn der Funkempfänger auf dem Zug kaputt geht können keine Zustimmungen empfangen werden -> Eine Fahrt auf die Strecke ist nicht möglich. Alternativen: Zug ausfallen lassen oder umleiten. Hier hat man sich für die kundenfreundliche Variante entschieden...
    • zettie94 05.06.2016 22:00
      Highlight Highlight Danke. Ich war auch gerade verwirrt, als ich die Baustelle im Text nicht finden konnte und plötzlich von einer ETCS-Störung die Rede war.
      Von watson ist man sich normalerweise bessere Recherche gewohnt, aber der Artikel ist halt von der Aargauer Zeitung...
    • Olaf 05.06.2016 22:03
      Highlight Highlight Stimmt, das mit der Baustelle passt nicht. Danke für den Hinweis. Haben es korrigiert.

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