Adolf Hitler

Hier soll der Nazizug gefunden worden sein.
Bild: EPA/PAP

Hobby-Schatzgräber starten neue Suche nach dem mysteriösen «Nazi-Goldzug» in Polen 

Die Suche nach einem mit Schätzen beladenen Zug, den die Nazis einst in Polen verbuddelt haben sollen, geht in eine neue Runde: An der angeblichen Fundstelle stehen neue Untersuchungen an.

08.11.15, 16:12 08.11.15, 16:52

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Die Abenteurer geben nicht auf: Die Suche nach einem geheimnisumwitterten Panzerzug aus der Nazi-Zeit geht in eine weitere Runde. Ab Montag sollen in Polen an der Bahnstrecke zwischen Wroclaw und Walbrzych zwei neue Expeditionen beginnen.

Der mysteriöse Zug soll in seinem Innern jede Menge Gold, Preziosen und mutmasslich Beutekunst bergen. Die Nationalsozialisten sollen ihn in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges irgendwo unterirdisch versteckt haben - was bisher nur eine Hypothese und nicht bewiesen ist.

Experten für Bodenuntersuchungen wollen die angebliche Fundstelle jetzt mit Bodenradar und Spezialkamera untersuchen.

Die Jagd nach den Nazi-Zug

«Nach diesen Nazi-Schätzen haben mindestens drei Geheimdienste gesucht»

Piotr Koper versteht, dass Berichte über versteckte Nazi-Schätze erst einmal als abenteuerliche Legenden abgetan werden. «Als ich vor 13 Jahren nach Niederschlesien gekommen bin, habe ich das alles nicht ernst genommen. Für mich waren das Märchen», betont der Besitzer einer Baufirma im niederschlesischen Walbrzych. Erst 2008 habe er begonnen, den Geschichten zu glauben. Heute sagt er: «Diesen Zug gibt es wirklich. Nach diesen Nazi-Schätzen haben mindestens drei Geheimdienste gesucht.»

Koper hatte zusammen mit seinem Schatzsucher-Freund Andreas Richter den Fund bei den Behörden von Walbrzych gemeldet und Anspruch auf Finderlohn angemeldet. «Das steht mir nach dem Gesetz zu», behauptet er.

Am Montag werden sowohl Hobby-Schatzgräber Koper als auch Experten der Bergbauakademie die Untersuchungen fortführen - mit Thermokameras, Georadar und Magnetometer. Das Militär hat die angebliche Fundstelle auf Minen untersucht und das dichte Unterholz gelichtet. Das Gelände ist nun leichter zugänglich. Erste Ergebnisse könnten Ende November vorliegen.

ala/dpa

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