Afghanistan
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FILE - In this photo taken in October 2012, Associated Press reporter Kathy Gannon, second from left, and photographer Anja Niedringhaus pose for a photo with Afghan police recruits at the main police training academy in Kabul, Afghanistan. Afghanistan’s highest court has ruled that the police officer convicted of murdering Niedringhaus and wounding Gannon almost one year ago,  should serve 20 years in prison, according to documents sent to the country’s attorney general on Saturday, March 28, 2015.  The final sentence for former Afghan police unit commander Naqibullah was reduced from the death penalty recommended by a primary court last year. Twenty years in prison is the maximum jail sentence in Afghanistan, said Zahid Safi, a lawyer for The Associated Press who had been briefed on the decision by the Supreme Court.  (AP Photo)

Wurde während einer Foto-Reportage in Afghanistan erschossen: Anja Niedringhaus (2. von rechts) – der Täter soll nun nicht mehr hingerichtet werden.  archivBild: Uncredited/AP/KEYSTONE

Mord an Fotografin Niedringhaus: Afghanische Justiz wandelt Todesurteil gegen Täter in Haftstrafe um

29.03.15, 11:07 29.03.15, 11:25


Das Todesurteil gegen den Mörder der deutschen Fotografin Anja Niedringhaus ist vom Obersten Gericht Afghanistans in eine Haftstrafe abgemildert worden. Der Täter muss für 20 Jahre ins Gefängnis. Dies teilte ein Justizvertreter am Sonntag in der Hauptstadt Kabul mit.

epa04677292 Undated handout image provided by the International Women’s Media Foundation of American freelance journalist Heidi Levine at work in Jerusalem, where she is based. Levine has become the first winner of the Anja Niedringhaus Courage in Photojournalism Award 2015, it was announced in Washington DC, USA, 24 March 2015.  EPA/International Women’s Media Foundation  EPA/International Women’s Media Foundation  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Heidi Levine, stationiert in Jerusalem, ist di erste Gewinnerin des Niedringhaus-Preises. Bild: EPA/International Women’s Media Fo

Der Polizist, der nur den Namen Nakibullah trägt, hatte die 48-jährige Niedringhaus vor fast einem Jahr an einem Kontrollpunkt in der Unruheprovinz Chost erschossen. Die Fotografin wollte gemeinsam mit der Reporterin Kathy Gannon über die Präsidentschaftswahl berichten. Gannon wurde bei dem Attentat schwer verletzt.

Im vergangenen Juli war Nakibullah zunächst zum Tode verurteilt worden. In einem Verhör nach der Tat hatte der Polizist als Motiv Rache für NATO-Luftangriffe auf sein Dorf in Afghanistan angegeben.

Bereits 2010 verletzt

Niedringhaus arbeitete seit 2002 für die Nachrichtenagentur AP. Die in Genf lebende Journalistin war die wohl bekannteste deutsche Kriegsfotografin und hatte grosse Erfahrung mit der Arbeit in Krisengebieten wie Afghanistan, Libyen, dem Irak und Bosnien.

2010 wurde sie in Afghanistan verletzt. Für ihre Aufnahmen aus dem Irak erhielt sie 2005 den renommierten Pulitzer-Preis. (sda/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 29.03.2015 12:16
    Highlight Die Sicht von Anja Niedringhaus auf den Kriegswahnsinn sowie auch einfache Alltagsszenen ist in der Tat brillant. Fotos dieser Klasse aus Kriegsschauplätzen heben sich klar von den täglichen Massenfotos ab, weil sie auf den Hintergrund des Kriegswahnsinns blicken lassen. Ein Blick auf ihre Internetseite lohnt sich allemal. Ewige Ehre dieser couragierten Fotografin.
    http://www.anjaniedringhaus.com/
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