Afghanistan

Menschenrechtler werfen Nato-Verbündeten Verbrechen vor

Folter, Verstümmelungen, Morde: Human Rights Watch wirft Politikern und Amtsträgern in Afghanistan schwere Menschenrechtsverletzungen vor. Die Beschuldigten sind wichtige Nato-Verbündete.

04.03.15, 22:35

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Acht afghanische Namen werden in dem zwölfseitigen Bericht «Heute sollen wir alle sterben» der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) aufgelistet. Es sind einflussreiche Politiker und Amtsträger. HRW zufolge haben die Verbündeten der Nato-Truppen schwere Menschenrechtsverletzungen begangen.

Einige Beispiele:

Der Bericht basiert auf 125 Interviews. HRW-Mitarbeiter führten sie überwiegend in Afghanistan unter anderem mit Opfern, deren Familien, Zeugen, Regierungsvertretern, Journalisten, Menschenrechtlern, Uno-Mitarbeitern und afghanischen und internationalen Sicherheitskräften.

Für ihre Vergehen würden die Beschuldigten nicht bestraft, es gebe keine Ermittlungen, die Opfer würden keine Gerechtigkeit erfahren, kritisieren die HRW-Menschenrechtler. Der ehemalige Präsident Hamid Karzai habe es versäumt, die Täter vor Gericht zu bringen.

Die Menschenrechtsaktivisten forderten die neue afghanische Regierung auf, dies nun zu tun. Die USA sollten Präsident Aschraf Ghani dabei unterstützen. (heb/dpa)

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