Airbus
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Bild: EPA

Prototyp vorgestellt

Bis 2030 will Airbus mit Batterien fliegen – sein Zweisitzer funktioniert bereits

26.04.14, 07:06 26.04.14, 11:30

Bei der Grundausbildung von Piloten könnten schon in wenigen Jahren leise und klimafreundliche Elektroflugzeuge zum Einsatz kommen. In Frankreich wurde am Freitag eine unter anderem vom Airbus-Konzern entwickelte Propellermaschine vorgestellt, die ihre Energie ausschliesslich aus Batterien bezieht.

Prototyp E-Fan

Video: Youtube/Airbus Group

Der knapp sieben Meter lange Zweisitzer soll von 2017 an in einem neuen Werk am Flughafen der südfranzösischen Stadt Bordeaux gebaut und unter anderem zum Training oder Kunstflug genutzt werden können. Eine Maschine mit vier Plätzen ist in Planung.

Seinen Jungfernflug hatte das bis zu 220 km/h schnelle Elektroflugzeug nach Angaben von Airbus bereits am 11. März. In Deutschland soll die Maschine mit dem Namen «E-Fan» im Mai bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin präsentiert werden.

Passagiermaschinen mit Hybridantrieb

Zudem will der europäische Luftfahrtkonzern kleinere Regionalflugzeuge mit Hybridantrieb entwickeln. Ziel sei eine Maschine mit 70 bis 90 Sitzen, die «voll elektrisch» starte und lande, sagte Technikchef Jean Botti.

«Das wird uns jetzt die nächsten 15 bis 20 Jahre beschäftigen.» Es gehe nicht darum, grössere Flugzeuge elektrisch anzutreiben oder zu ersetzen.

Bild: AP

Airbus habe heute Maschinen mit «150 Sitzen plus» im Angebot. Künftig könne man mit kleineren Hybridversionen, also Flugzeugen mit einer Kombination aus konventionellem und elektrischem Antrieb, einen neuen Markt erschliessen.

«Wir wollen überhaupt keine Schadstoffemissionen mehr haben und überhaupt keinen Lärmpegel mehr», sagte Botti.



Schwere Lithium-Polymer-Akkus als Problem

Im Moment fliege die «E-Fan» genannte Maschine 35 Minuten im Batteriebetrieb, Ziel sei eine Stunde. Danach soll eine Version mit drei Stunden Flugzeit entwickelt werden. Ein Problem seien die schweren Lithium-Polymer-Akkus.

«Das bereitet uns Kopfschmerzen», räumte Botti ein. Airbus schaue sich Elektroautos an, «um von ihnen etwas zu lernen». Botti rechnet damit, dass die Produktion Ende 2017 laufen wird. Einen Prototypen für den Hybrid-Regionalflieger wünsche er sich für 2030.

Bild: EPA

Gebaut werden sollen die neuen Flugzeuge in Bordeaux von einer Tochter namens VoltAir, die Airbus vor der Sommerpause gründen will. Wie hoch die Investitionen für die Elektro- und Hybridmaschinen sind, liess der Technikchef offen. Das Projekt werde unter anderem von der französischen Regierung unterstützt. Mehrere Partner sollen mitarbeiten. (sda/reu)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ast1 26.04.2014 13:04
    Highlight Diese Entwicklung wird wohl erst vollständig stattfinden, wenn es massenhaft günstiges Graphen gibt. Das wäre superleicht und in Form eins Superkondensators könnte es innert Minuten wieder mit Strom aufgeladen werden.
    1 0 Melden
  • Zeit_Genosse 26.04.2014 12:09
    Highlight Batterien in die Luft zu bringen ist sicher nicht das Zukunftskonzept. Doch als leichter Schulflieger und die Entwicklung von Hybridantrieben ist interessant. Je mehr an diesen Technologien arbeiten, dest eher ist ein echter Durchbruch zu erwarten. Die Drohnen-Nachfrage befeuert diese neuen Technologien, will man doch 24h/365d in der Luft sein können.
    0 0 Melden
  • edirenaud 26.04.2014 08:09
    Highlight Dies ist die Zukunft der Fliegerei! Ich kann den Menschen von Airbus nur gratulieren zu ihren TOP-Leistungen. Leichtere Hochleistungsbatterien wird es in zwei bis drei Jahren auf dem Markt geben; also keine Bange.
    5 0 Melden

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