Angriff auf Paris

Die derzeit 6 populärsten Antworten auf den Terror – und warum sie alle in die Sackgasse führen

19.11.15, 09:43 19.11.15, 10:30

Die Anschläge in Paris haben klar gezeigt, dass der Islamische Staat (IS) kein lokales Problem (mehr) ist, sondern uns in Europa ganz direkt betrifft. Kaum jemand ist bereit, einfach zur Tagesordnung überzugehen. Wir müssen etwas tun. Die Frage ist, was. Hier eine Liste oft gehörter Ansätze – und warum sie kaum funktionieren dürften:

Mehr Bomben!

Bild: HANDOUT/REUTERS

Das Bedürfnis, auf Gewalt mit Gewalt zu reagieren, ist menschlich. Daran sollte sich erinnern, wer nach Rache sinnt und gleichzeitig den USA bis heute vorwirft, nach 9/11 überreagiert zu haben. Frankreich lässt seine Luftwaffe seit den Anschlägen von Paris wieder vermehrt Angriffe gegen den IS in Syrien fliegen. Das beruhigt kurzfristig die Volksseele, aber niemand soll ernsthaft erwarten, dass der IS damit entscheidend geschwächt wird. Dafür bomben die USA, ab und zu ein paar Golfmonarchien sowie zuletzt Russland schon zu lange.

Bodentruppen!

Bild: GORAN TOMASEVIC/REUTERS

Wenn es Luftangriffe nicht richten, dann müssen eben doch Bodentruppen her, auch wenn dadurch die Wahrscheinlichkeit eigener Verluste dramatisch ansteigt. Stellenweise scheint das Tabu zu bröckeln. Und man soll es nicht versäumen, neben kulturfremden NATO-Soldaten auch lokale Kräfte am Kampf zu beteiligen. Mit anderen Worten: ein konventioneller Krieg mit einheimischen Verbündeten. Die ernüchternden Beispiele Irak und Afghanistan mahnen zur Vorsicht: Alle Luftwaffen, US-/NATO-Bodentruppen, einheimischen Armeen und Geheimdienste dieser Welt waren dort bislang nicht in der Lage, nachhaltig Frieden und Stabilität zu schaffen. Vielleicht gibt es triftige Gründe, warum dasselbe Rezept in Syrien doch funktioniert. Wer sie kennt, möge vortreten.

Mehr Überwachung!

Bild: Patrick Semansky/AP/KEYSTONE

Europa müsse sich eingestehen, dass es ein «grosses Sicherheitsproblem» habe und «alle bisherigen Antworten darauf unzureichend» gewesen seien, schreibt NZZ-Chefreadaktor und Geheimdienst-Fan Eric Gujer. Sein Ansatz: «Die enge Verzahnung von Polizei, Nachrichtendiensten und Armee bringt in der Epoche des globalen Jihad die besten Resultate. Die Amerikaner haben so die Kaida zerschlagen.» Wirklich? Die Führungsriege des IS ging bekanntlich aus al-Kaida im Irak (AQI) hervor. Wie es scheint, haben deren schlimmste Elemente die «Zerschlagung» durch die USA überlebt, sich einen neuen Namen zugelegt und lehren uns seither das Fürchten.

Grenzen zu!

Bild: EPA/MTI

Machen wir uns nichts vor: Eine kriminelle Organisation von der Grösse und mit den Ressourcen des IS wird Wege finden, einzelne Leute – mehr braucht es für einen Terroranschlag nicht – nach Europa zu schleusen. Wenn er sich dabei für die Variante «als Flüchtling getarnter Terrorist» entscheidet, dann kaum aus Not, sondern mit Absicht: Das weit verbreitete Misstrauen gegenüber Flüchtlingen in Europa weiter zu schüren und Überreaktionen durch Bevölkerung und Behörden zu forcieren. Dass Millionen Menschen dem «Kalifat» davonlaufen und anderswo ein besseres Leben aufbauen, passt nicht in die langfristigen Pläne des IS. Als sich die DDR mit dem gleichen Problem konfrontiert sah, baute sie die Mauer. Die Terroristen sind schlauer und perfider: Sie wollen, dass der Westen den Mauerbau für sie erledigt. Die Rechnung könnte aufgehen.

Integration!

Bild: Elaine Ganley/AP/KEYSTONE

Gewiss kein «quick fix» aber ein vielversprechender Ansatz: Arbeit, Perspektiven und letztlich westlich-humanistische Werte in die Banlieues, die Ghettos, und die Parallelgesellschaften in den Städten Europas bringen und damit dem Terrorismus den Nährboden entziehen. Allerdings sind längst nicht alle Terroristen Verlierer, die es im Westen nicht geschafft haben und deshalb für die Heilversprechen des IS besonders empfänglich wären. Wie der deutsche IS-Kenner Jürgen Todenhöfer gegenüber watson erklärte, ist der Lockruf des «Kalifats» derart mächtig, dass ihm auch vordergründig erfolgreiche Menschen erliegen. Dass Armut und Terrorbereitschaft nicht miteinander korrelieren, belegen zudem zahlreiche Studien.

Öl-/Geldhahn zu!

Bild: Getty Images Europe

Eine Lösung, dem Terror indirekt den Garaus zu machen: Die Ölförderungsanlagen unter Kontrolle des IS zerstören und ihm so den Geldhahn zudrehen. Oder noch nachhaltiger: Alternative Energiequellen erschliessen und gar kein Öl mehr importieren. Allerdings ist der IS-«Staatshaushalt» im Vergleich mit anderen Ländern in der Region wesentlich diversifizierter und keineswegs einseitig vom Ölhandel abhängig. Entführungen/Lösegeld, illegaler Antiquitätenhandel, Steuern und Spenden spülen Millionen in die Kriegskasse der Barbaren. Im Übrigen: Sollte sich der Westen dereinst tatsächlich aus der Öl-Abhängigkeit befreien, dürften einige Golfstaaten, die schon heute unter dem tiefen Ölpreis ächzen, vollends kollabieren. Ob Saudiarabien als «failed state» der Terrorgefahr zu- oder abträglich ist, sei einmal dahingestellt.

Ratlosigkeit?

Der Westen muss etwas tun. Was? Ich gestehe offen, ich weiss es nicht. Die oben aufgeführten, derzeit intensiv gehandelten Ansätze, taugen nicht. Vielleicht eine kompromisslose Kombination davon, was in ungefähr dem «Israel»-Ansatz entspräche: Abgesehen von kruden Messerattacken ist es dem jüdischen Staat weitgehend gelungen, Terroranschläge auf seinem Territorium zu unterbinden. Dafür bezahlt das Land einen hohen Preis: Grenzzäune, Armee und Polizei, wohin das Auge blickt. Gigantische Geheimdienst-Strukturen. Dauerhafte Besatzung. Unvorstellbar, dass ein westeuropäisches Land diesen Weg wählt.

«Ich habe die FLN im Algerienkrieg gesehen. Ich habe mit Al-Kaida und den Taliban gesprochen. Aber ich habe noch nie so etwas Machtvolles wie den IS gesehen, diese Kombination aus Fanatismus und vorzüglicher militärischer Ausbildung.»

Jürgen Todehöfer

Wen diese Analyse ratlos zurücklässt, befindet sich in guter Gesellschaft: US-Präsident Obama, nominell der mächtigste Mann der Welt, hat keinen Plan gegen den IS. Jürgen Todenhöfer, renommierter Terrorismus-Experte und intimer IS-Kenner, erstarrt in Ehrfurcht vor dem Phänomen. Wer einen einfachen Weg sieht, den IS zu zerstören, begeht den fatalen Fehler, ihn zu unterschätzen. Wenigstens das sollte uns nach Paris nicht mehr passieren.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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89Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • trio 03.03.2016 06:55
    Highlight Längerfristig gibt es wohl nur eine Lösung. Verzicht auf Öl und die Flüchtlinge aus den betreffenden Regionen ausreisen lassen. Dann wird der IS von alleine Zusammenbrechen.
    1 0 Melden
  • BeWi 19.11.2015 14:34
    Highlight nun, es zeigt sich einmal mehr, dass gewisse Regionen und vorallem deren Regierung zum Spielball der (scheinbaren) Weltmächte werden. Der Vergleich zu 9/11 hinkt m.E. Dort hat GWB mit Hilfe von falschen Meldungen SH gesürtzt und wollte sich im Gebiet breit machen. Aus meiner Sicht wurde die Daesh darum so stark, weil wir Westler uns anmassen zu wissen welche Machthaber die Guten und welche die Bösen sind; Die Rebellen in Syrien wurden u.a. auch von F unterstützt und Waffen geliefert, auch die USA haben dies (über Saudi-A) gemacht. Der einzge "vernünftige" war und ist anscheinen Putin...
    5 6 Melden
    • Kikan 19.11.2015 17:38
      Highlight Putin vernünftig? Der typ greift die syrischen Rebellen mit Bomben an und braucht Daesh als vorwand um Bomben abzuwerfen. Was ist daran vernünftig??
      8 4 Melden
  • a v 19.11.2015 13:41
    Highlight Habe selten einen dermassen unsachlichen Bericht gelesen. "Ich gestehe offen, ich weiss es nicht." Bitte erst überlegen, was man schreibt.
    12 24 Melden
    • Nick Name 19.11.2015 14:10
      Highlight Was ist denn "unsachlich" an der zitierten Aussage?
      Im Übrigen befindet sich der Hauptteil des "Berichts" obendran. Auch unsachlich?
      Bitte erst überlegen, was man schreibt.
      20 3 Melden
    • BeWi 19.11.2015 14:42
      Highlight hey Nick Name, sau guter Nick Name...
      5 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.11.2015 13:39
    Highlight ich mag watson wirklich sehr! wegen meinem beruf beschäftige ich mich seit gut 3 1/2 jahren mit isil, isis, is und all den anderen namen die der is bezüglich seinen gebieten schon beansprucht hat! ich finde es sehr komisch das watson weiss wie man die terrormiliz die mal eine region so gross wie grossbritanien besetzt hat zerschlagen kann!
    7 18 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.11.2015 21:36
      Highlight ???
      5 2 Melden
    • Tsunami90 19.11.2015 22:32
      Highlight Klarer Fall von: *Titellesenundgleichzudenkomentarenrunterscrollen*
      10 2 Melden
  • Mora 19.11.2015 13:12
    Highlight 2. ... den verschiedenen Kulturen das beste fördern und leben. Durch diese Verbindung entsteht gegenseitiges Vertrauen und durch das Vertrauen können zusammen Lösungen gefunden werden. Je mehr sich verbinden, desto mehr wird aus dem Westen und Osten eine grosse Kultur und der Terror verliert an Legitimation, da durch die Aufhebung der Trennung der Kulturen der böse Westen nicht mehr verurteilen werden kann. Es ist bestimmt ein längerfristiges Projekt, aber für mich die einzig fruchtbare Lösung.
    Und natürlich braucht es viel Arbeit und auch Bereitschaft für Frieden von jedem von uns.
    3 2 Melden
    • BeWi 19.11.2015 14:48
      Highlight 1. finde ich nicht, dass ich etwas damit zu tun habe und 2. scheint mir das reichlich naiv: genau das Zermischen der Kulturen macht ja diese imensen Probeme: jede Region die von anderen Aufgeteilt und vermischt wurde ist ein Spannungsfeld und Kriege sind vorprogrammiert. M.E. soll genau das Gegenteil sein: man soll die verschieden Kulturen respektieren und auch deren Eigenheiten akzeptieren. Araber / Chinesen / Inder / US / EU, alles unterscheidliche Menschen und wir dürfen uns nicht einbilden, dass wir besser sind. Wenn die Daesh wirklich einen Staat will, sollen die den doch haben...
      2 6 Melden
    • BeWi 19.11.2015 14:49
      Highlight .. aber nur, wenn die aufhören, die anderen als Ungläubige ab zu tun und zu ermorden. Wenn das nicht der Fall ist, dann muss die Daesh auch weg.
      6 0 Melden
    • Mora 19.11.2015 14:57
      Highlight Naja ich finde wenn ich ein Mensch bin und auf der Erde lebe, dann habe ich auch etwas mit den anderen Menschen zu tun und kann daran mitarbeiten.
      Sieh es ist ja so, dass die Kulturen ja schon lange vermischt sind. Im Handel sind wir ja schon globalisiert. Wir trinken Kaffee, Kakao, essen Currys, heizen mit Öl, gehen ins Hammam etc. etc.
      Weshalb sollten wir die Dinge ein- und die Menschen ausschliessen? Konsequenterweise müsste sich ja dann jeder Bürger in sein Land zurückziehen, die Grenzen zumachen und nur noch von inländisch erzeugten Produkten leben. Da wir aber bereits genetisch...
      5 2 Melden
    • Mora 19.11.2015 15:01
      Highlight ...durchmischt sind, ist das kaum noch möglich. Wieso sollten wir uns dann nicht auch anfangen den Menschen zu öffnen, wenn wir uns ja bereits ihren Rohstoffen geöffnet haben?
      Ist für mich eine logische Konsequenz. Wenn du einen Freund hast, der nur dein Zeugs will aber er dich sonst ablehnt, würdest du nicht auch wütend werden?
      Ausserdem tragen wir ja alle die selben menschlichen Eigenschaften in uns. Nur sind die Eigenschaften in den Kulturen verschieden geprägt.
      Es geht nicht drum sich zu respektieren aber ansonsten zu ignorieren. Sondern um echte, gegenseitige Integration.
      4 3 Melden
  • Mora 19.11.2015 13:06
    Highlight 1. Grundsätzlich müssen wir uns zuerst mal bewusst machen, dass wir alle dafür verantwortlich sind und etwas tun können und dass wir es nicht den "grossen Mächten" überlassen müssen zu handlen (oder über sie herziehen).
    Mein Lösungsansatz wäre echte Integration.
    Für mich muss Integration zwingend auf Gegenseitigkeit beruhen. Nicht nur der Islam muss den Westen integrieren, sondern wir den Islam. Mit Islam meine ich vor allem die dahinter stehende Kulturen.
    Wenn wir beginnen uns für die Kulturen zu interessieren und uns ihnen zu öffnen, verbinden sich die Kulturen und wir können beide aus....
    9 4 Melden
  • smarties 19.11.2015 12:37
    Highlight Für mich persönlich beginnt die frage schon viel früher. Was will man erreichen? Klar, gewinnen. Doch was dann? Was ist nachher?
    Was sind die ursachen für flüchtlinge und terror?
    Ich bin mir sehr sicher, dass irgend jemand einmal studien gemacht hat, was eine nachhaltig stabile und zufrieden gesellschaft (die auch noch ökologisch ist) aussehen sollte.
    Ich werde den verdacht nicht los, dass auch der westen sich ändern muss...
    Staatstheoretiker/gesellschaftstheoretiker ihr seid gefragt!
    12 0 Melden
    • Chrutondchabis ByebyeBillag 19.11.2015 13:54
      Highlight Etwas was wir alle machen können: alle respektieren. Klingt schwierig, da wir auch nicht immer respektiert werden. Jedoch kann man nichts anderes tun als das, dafür das aber richtig. Dafür müssen wir falsche Werte wie Stolz und Macht ablegen und mit wenig zufrieden sein. Der Verzicht von Erdöl ist auch wichtig, nur so werden die Drahtzieher geschwächt und wieder zu menschlichen Wesen. Der Krieg wird von jedem finanziert der die grossen Player der Wirtschaft unterstützen. Google, Microsoft, Apple, Coca Cola, Autohersteller etc. Das alles bringt Ungleichgewicht und damit Krieg. Weniger Konsum!!!
      6 6 Melden
    • Toerpe Zwerg 19.11.2015 14:11
      Highlight Gute idee. Wir sollten unseren Wohlstand schleunigst aufgeben, um Gleichheit zu schaffen. Am besten, du beginsst gleich damit und gehst mit gutem Beispiel voran.
      5 9 Melden
    • Nick Name 19.11.2015 15:13
      Highlight Toerpe (in starker Annahme, der Kommentar ist ironisch/sarkastisch gemeint ...): 1. ist die Frage, was wir mit "unseren Wohlstand" genau meinen. 2. ist es schlicht eine Tatsache, dass es nicht genug Ressourcen auf unsrer guten Mutter Erde gibt, damit alle Menschenkinder so leben (und verbrauchen) können wie wir in der Schweiz, zum Beispiel.
      Also müssen wir früher oder später in einigen Punkten etwas "aufgeben", oder besser: ändern.
      2 Möglichkeiten: Entweder wir machen's gelegentlich von uns aus. Oder es passiert dann mal was aus unserer Sicht überhaupt nicht Lustiges ...
      5 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 19.11.2015 16:50
      Highlight Stimme mit dieser Meinung nicht ueberein und stelle fest, dass die Gruene Gehirnwaesche funktioniert und dass dinge vermischt weden, die nicht zusammengehoeren.
      3 14 Melden
    • Nick Name 19.11.2015 17:06
      Highlight @Toerpe Zwerg: Konkret, bitte? Interessiert mich. Ich lerne gerne.
      Welche "Grüne Gehirnwäsche"? Welche Dinge werden vermischt?
      5 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 19.11.2015 18:12
      Highlight Der Oekologische Fussabdruck und das Vermischen dieses ideologischen Konstrukts mit ISIS Terror.
      0 4 Melden
    • Nick Name 19.11.2015 20:02
      Highlight Ach so, ökologischer Fussabdruck = ideologisches Konstrukt.
      Aber das ist hier ja nicht das Thema.
      0 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 19.11.2015 20:35
      Highlight M.e. schon, denn dieser Ausdruck impliziert, dass der Mensch grundsaetlich nicht auf die Erde gehoert, weil er einem Widespruch zur "Natur" stehe. Das ist Ideologie, wenn nicht gar eine Art Religion.
      1 4 Melden
    • Tsunami90 19.11.2015 22:39
      Highlight Der Ökologische Fussabdruck sagt doch nur aus wie wir unseren Planeten nutzen. Wenn jeder wie ein Schweizer leben würde wäre die Welt zu 300% übernutzt. Solange wir uns lieber selber gegenseitig töten und nicht in Raumfahrt investieren, werden wir auch nur diese eine Erde haben.
      5 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.11.2015 11:54
    Highlight meiner meinung nach eine schmerzliche und mit den westlichen moralvorstellungen schlecht zu vereinbarende, aber wohl langfristig die beste lösung: den forderungen des is folge leisten und sich komplett, wirtschaftlich, militärisch und politisch aus dem nahen osten zurück ziehen und sich auf sich selbst konzentrieren. das wird nichts daran ändern, dass es im westen in naher zukunft zu weiteren anschlägen kommen wird. aber das ist das einzige was die gewalt spirale durchbricht. wird aber eh nicht passieren...
    11 7 Melden
  • Denkmal 19.11.2015 11:41
    Highlight Es braucht eine vollständige Säkularisierung der Gesellschaft. Die Wissenschaft der letzten 2000, v.a. aber die der letzten 200 Jahre und die Vernuft - sofern ausreichend vorhanden - sollten uns eigentlich längst klar gemacht haben:
    Gott oder Allah oder wie auch immer man "es" nennen mag, sind bloss menschliche Erfindung und vor dem Auftauchen von uns Hominiden in der Erdgeschichte hat keine Seele auch nur einen Gedanken daran verschwendet.
    Alle "heiligen" Bücher sind voller Lügen und müssen endlich kritisch hinterfragt anstatt als gottgegeben hingenommen werden. "Glauben" = "NICHT WISSEN" !
    27 9 Melden
    • Anam.Cara 19.11.2015 13:26
      Highlight Glauben an eine höhere Macht hilft vielen Menschen, ihren Alltag zu ertragen oder in ihrem Leben einen Sinn zu finden.
      Es ist möglich, dass Du recht hast und die Abschaffung jeglicher Religion eine bessere Gesellschaft möglich machen würde. Möglicherweise auch nicht.
      Die Frage ist eher, wie man die extremistischen Führern davon überzeugen könnte. In der westlichen Welt hat die Säkularisierung ja auch ein bisschen gedauert...
      4 4 Melden
    • kunubu 19.11.2015 13:40
      Highlight Ich kann da nicht bedingungslos zustimmen. Auch die Wissenschaft hat längst nicht alle Antworten. Ich denke, dass der Mensch nach wie vor ein starkes Bedürfnis nach Spiritualität hat. Diesem Bedürfnis muss ebenfalls Rechnung getragen werden. Das Problem ist, dass die Religionen die absolute Warheit für sich beanspruchen und damit Intoleranz fördern. Nur scheint auch das eine dem Menschen anhaftende Eigenschaft zu sein. Wie schnell erachten wir "säkulären" und "aufgeklärten" Westler Menschen die anders leben, andere kultutelle Hintergründe oder andere Ansichten haben als minderwertig?
      4 3 Melden
    • Nick Name 19.11.2015 14:18
      Highlight Denk mal: Das wär was vor dem Mund-voll-nehmen ...
      "Vollständige" Säkularisierung ist unmöglich, siehe kunubu. Das Problem sind denn auch nicht die Religionen. Wie richtig erwähnt: Der Mensch hat's erfunden.
      Der Mensch mordet, ist gierig, machtversessen, rachsüchtig - nicht Religionen oder ein Glauben.
      Es liegt einzig an uns: Wie wir uns selbst verhalten, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen und wie und was wir kommunizieren.
      2 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.11.2015 11:32
    Highlight Das ist doch nicht zuletzt auch ein Krieg zwischen Schiiten u Sunniten.
    Wie ist dieser Aspekt zu beurteilen?


    13 4 Melden
    • RatioRegat 19.11.2015 15:19
      Highlight Richtig. Dabei ist es mir unverständlich, weshalb sich der Westen relativ unreflektiert auf die Seite der Sunniten (Türkei, Saudi Arabien und weitere Golfmonarchien) stellt, anstatt eine neutrale Haltung einzunehmen. Gleiches gilt auch für Russland.
      Klar ist zwar, dass die jeweiligen Allianzen insbesondere gegen Ende des letzten Jahrhunderts entstanden und gewachsen sind, weshalb man aber weiterhin daran festhält ist mir unverständlich.
      Saudi Arabien ist kaum fortschrittlicher als Daesh und betrachtet diesen als kleineres Übel als den Erzfeind Iran.
      3 0 Melden
    • RatioRegat 19.11.2015 15:24
      Highlight Daher fliegt Saudi Arabien auch mehr Luftangriffe gegen die Huthi Rebellen im Yemen als gegen Daesh. Für andere Golfmonarchien gilt das ebenso.

      Natürlich könnte man einwenden, es liege alles am Öl. Doch das ist unsinn. Dank moderner Fördermethoden (insb. Fracking) sind die USA zunehmend weniger Abhängig vom Öl des Nahen Ostens.
      Der Grund dürfte vielmehr blinder Opportunismus sein. Ein stabiles und freundlich gesinntes, rüchständiges Saudi Arabien ist immer noch der bessere Partner als eine instabilere Demokratie (siehe etwa der gescheiterte Demokratisierungsversuch im Irak).
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.11.2015 16:31
      Highlight Demokratisierungsversuch im Irak mit shiitischer Minderheitsregierung und auch in Syrien mit den Alawiten das selbe. Musste ja so kommen.

      0 0 Melden
    • Kian 20.11.2015 22:18
      Highlight @Infonaut: Die Schiiten stellen im Irak die Mehrheit in der Bevölkerung - was die Marginslisierung der Sunniten allerdings nicht entschuldigt.
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.11.2015 12:27
      Highlight Eine Übersicht welche Muslime auf welchen Hochzeiten tanzen wäre ganz hilfreich. Ihnen als "Insider" müsste das ja leicht fallen diese wirren Verflechtungen
      zu erklären.
      0 0 Melden
  • Tobias K. 19.11.2015 11:25
    Highlight Solange der IS noch ein zu nützlicher Gegner ist für den Westen wird sowieso nichts grosses passieren. Habe dazu eine ganz interessante Reportage im Radio gehört. SRF Echo der Zeit.

    Die westlichen Mächte haben immer noch zu grosses Interesse an einem gefährlichen IS. Im Inland ist man leider dazu bereit einige Leute zu opfern. Dafür kann man dann neue "Patriot Acts" durchboxen. Kein Volk lässt sich leichter manipulieren als ein ängstliches Volk.

    Nun hat man mit der Absage des Fussballspiels auch den letzten Bürger in seiner absoluten Komfortzone erwischt.

    Manipulation war noch nie so easy
    35 5 Melden
    • kunubu 19.11.2015 13:42
      Highlight Top. Wir dürfen der Angst nicht unsere Freiheit opfern. Wie im Text steht, Verhältnisse wie sie in Israel herrschen kann und will ich mir in Westeuropa nicht vorstellen.
      6 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 19.11.2015 14:02
      Highlight Jaeso. Wer genau nimmt die Toten im Inland in Kauf?
      2 4 Melden
    • Tobias K. 19.11.2015 15:15
      Highlight @Toerpe Zwerg: Ich wollte das noch anfügen aber leider liess es die Zeichenmenge nicht mehr zu.

      1. Ich glaube, dass die Fuselbärte tatsächlich diesen Anschlag verübten.
      2. Ich glaube aber ebenfalls, dass der französische Geheimdienst informiert war. Sie wurden angeblich sogar gewarnt.
      3. Wer profitiert von solchen Anschlägen? Meinst du aus der Sicht von Regierungen sind 100 - 500 Tote ein zu grosses Opfer um im gegenzug die totale Bespitzelung fabrizieren zu können? Ich glaube nicht.

      Nun, das sind alles Vermutungen ohne Beweise. Aber für stinkt die ganze Sache zum Himmel.
      5 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 19.11.2015 16:51
      Highlight Sind einfach sehr steile Thesen.
      3 3 Melden
    • kunubu 19.11.2015 18:05
      Highlight Sind wohl steile Thesen. Nur wurden in der Vergangenheit immer mal wieder Kriege mit, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, dreisten Lügen legitimiert. Da ist ein gewisses Misstrauen schon angebracht. Und dass es auch in unserer Gesellschaft Menschen gibt, die skrupellos agieren ist, aus meiner Sicht, ebenfalls eine Tatsache. Weder die Wirtschaft noch die Politik ist dagegen gefeit. Es gibt genügend Beispiele wie Menschen geringeschätz werden. Da ist es wahrscheinlich nur ein kleiner Schritt, dies auch bei den eigenen Leuten zu machen. Man kann das ja sicherheitshalber in Betracht ziehen.
      4 1 Melden
    • Tobias K. 19.11.2015 19:32
      Highlight @toerpe zwerg. Das sind in der Tat steile Thesen. Da gebe ich dir recht. Wenn diese jedoch zum nachdenken anregen ist es gut so.
      1 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 19.11.2015 20:32
      Highlight Ist es wirklich sinnvoll, ueber Unsinn nachzudenken?
      1 3 Melden
    • kunubu 19.11.2015 21:17
      Highlight :D ja ist es sehr wohl! Auch über Unsinn sprechen ist wichtig! Oft entscheidet über Sinn oder Unsinn erst die Zukunft. Manche grosse Erfindung oder Errungenschaft wurde aus einer, in der Vergangenheit, utopischen oder idiotischen Idee geboren.
      1 0 Melden
    • Tobias K. 19.11.2015 22:48
      Highlight @toerpe zwerg. Kannst du mir deine Sicht schildern? Ich werde es auch nicht als Unsinn betiteln.
      0 0 Melden
    • Tsunami90 19.11.2015 22:51
      Highlight @ToerpeZwerg: Solange es Kreise gibt die von den Auswirkungen der Anschläge profitieren, müssen die Thesen diskutiert werden. Kleiner Denkanstoss: Die franz. Rüstungsfirma Dassault, welche den Rafale und den Mirage herstellt, besitzt über 70 Zeitunegn in Frankreich. Darunter auch Le Figaro, eines der Meinungsführenden Blätter Frankreichs.

      http://www.nzz.ch/article9OKGU-1.271843
      1 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 20.11.2015 11:27
      Highlight "Die Elite", "Die Regierungen", erfreut es also, dass Terroranschläge im Inland verübt werden, damit sie die Bürger besser überwachen können und Dassault fördert den Terrorismus, um dann mit Berichterstattung anzuheizen und mehr Waffen zu verkaufen.

      Nicht alles was denkbar ist, wird auch gemacht und solange ihr wie auch bei 9/11 genau zero Belege für eure steilen Thesen präsentiert sind sie nichts wert, sondern vermutlich Hirngespinste.
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    • kunubu 20.11.2015 11:51
      Highlight @Toerpe
      Kennst du die Aussagen von George Fridman am Chicago Council on Global Affairs zu den Weltmachtansprüchen der USA? Ich denke einfach, dass wir, aufgrund der vergangenen Erfahrungen, nicht einfach alles glauben sollten. Zumindest in Betracht ziehen, dass es so sein könnte, damit wir es mitbekommen, wenn es offensichtlich wird. Natürlich können wir auch einfach losrennen und in 20 - 30 Jahren, wenn der CIA dann wieder ein Mal Akten offenlegt sagen: Damit konnte ja niemand rechnen. Schade wir wurden verarscht. Oder ist dir das egal?
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    • Toerpe Zwerg 20.11.2015 12:28
      Highlight Die USA sind eine Weltmacht und ja, ich kenne Stratfors Tätigkeit und ich kenne viele Aussagen von Fridman. Daraus lassen sich keinerlei Hinweise gewinnen, dass eine verdorbene Elite in den USA (oder nun in Frankreich) die eigenen Bürger abschlachtet oder abschlachten lässt, um irgendwelche obskuren Ziele zu erreichen.

      Ich behaupte jetzt mal, Ken Jebsen, Alex Jones und Richard Gade würden durch Islamisten gesteuert, um Unsicherheit und Zwietracht zu säen unter den Bevölkerungen des Westens. Klingt m.E. äusserst schlüssig. Solle man darüber diskutieren?
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    • Tsunami90 20.11.2015 14:37
      Highlight Unbedingt!
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    • kunubu 20.11.2015 14:41
      Highlight Es scheint aber in der Vergangenheit verschiedene Vorkomnisse gegeben zu haben, bei denen durch Geheimdienste (eine Art verdorbene Elite) genau solche Methoden angewendet wurden. Frankreichs Geheimdienst hat nachweislich die Rainbow Warrior I versenkt und dabei den Tod von Zivilisten in Kauf genommen (ein portugiesischer Fotograf starb tatsächlich). Das sind doch nicht einfach nur Hirngespinste, das sind Erfahrungen aus der Realität. Wenn nun die Folgen davon sind, dass tausende Menschen bombardiert werden, ist es glaube ich erst recht nötig solche Geschehnisse offen zu diskutieren?
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  • Darkglow 19.11.2015 11:18
    Highlight Eine weitere Möglichkeit wurde komplett ausser acht gelassen. Es gibt Gründe weshalb sich Leute verzweifelt dem IS anschliessen. Weil sie keinen anderen Ausweg sehen. Nicht alle schlissen sich dem IS wegen religiösem Fanatismus an, klar gib es auch solche, wird aber hoffentlich die Minderheit sein. Wahrscheinlich treibt die meisten Hunger und Armut, welche der IS bekämpft, in dem er relativ gute löhne zahlt. Es braucht ein Globales umdenken, die Zeiten der Wirtschaft um jeden preis müssen endlich aufhören und der Mensch muss wieder an erster stelle stehen, nicht ein Konzern.
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    • Pipapo 19.11.2015 12:37
      Highlight Ich bin einigermassen entsetzt ob der vielen Likes für diesen unsäglichen Post. Da wird suggeriert, die armen Terroristen hätten in ihrer Verzweiflung gar keine andere Wahl, als Unschuldige zu enthaupten, bei lebendigem Leib zu verbrennen, zu vergewaltigen usw usf.
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    • Anam.Cara 19.11.2015 13:31
      Highlight @Pipapo: ich habe den Kommentar anders verstanden. Wenn auf der Welt ein besseres wirtschaftliches Gleichgewicht herrschen würde, wäre einer der (vielfältigen) Gründe für extreme Gruppierungen bereits eliminiert. Und es wäre schwieriger, Söldner zu rekrutieren.
      Immerhin ein Ansatz...
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    • Toerpe Zwerg 19.11.2015 14:03
      Highlight Ja klar, hunger ist die Ursache. Wir sollten Couscous abwerfen und alles wird gut.
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    • Anam.Cara 19.11.2015 14:56
      Highlight Na ja, vielleicht lieber Walliserbrot abwerfen. Das ist länger haltbar.
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    • Tsunami90 19.11.2015 22:56
      Highlight Die ultimative humanistische Utopie in diesem Sinne wäre ein Weltweites Bedingungsloses Grundeinkommen.

      Ich wär dabei!
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    • Darkglow 20.11.2015 09:50
      Highlight @Anam.Cara: Danke!
      @Pipapo: Nicht jeder Muslime ist Terrorist, genau so wenig wie jeder Weisse Rassist und jeder Schwarze Gangster-Rapper.
      @Tsunami90: Zwar komplett unrealistisch, aber wie viele Probleme würden damit gelöst? Dafür ein zu stehen lohnt sich, auch wenns nichts bringt.
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    • Pipapo 20.11.2015 12:49
      Highlight @darkglow: nein, aber jeder IS-Kämpfer.
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  • fuegy 19.11.2015 11:02
    Highlight Leider ist es so, dass es KEINE saubere Lösung ohne Krieg gibt. Krieg herrscht in Syrien und im Irak, der Terror welcher aus dem Krieg resultiert ist auf der ganzen Welt. Krieg ist die Summe allen Übels!!! Wenn wir uns für kriegerische Gegenmassnahmen wie in 1+2 beschrieben, wird es tausende unschuldige Opfer geben. Den sauberen Krieg gibt es nicht, kollateralschäden sind unvermeindbar, so gerne wir es auch anders hätten! Eine Diplomatische Lösung erfordert unser Zuschauen und das Akzeptieren, dass auch tausende sterben werden, bis ein "Kompromiss" gefunden wird.
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    • Nick Name 19.11.2015 11:30
      Highlight Leider ist es auch so, dass "Kollateralschäden" nicht einfach Kollateralschäden sind, die man bedauern kann, entschuldigen und wiedergutmachen (im besten Fall) – und gegessen ist die Sache.
      Vielmehr dürfte der Daesh geradezu darauf hoffen: Weil sich ihm dann noch mehr Leute zuwenden und er seine Macht dank der zuvorkommenden Unterstützung ohne Aufwand ausweiten kann ...
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  • StealthPanda 19.11.2015 11:00
    Highlight Ich komm einfach nicht drauf. Bei der IS kann ja jeder Muslime mitglied werden. Was ist so schwer daran einen Spion dort einzuschleusen bzw. mehrere und dort Sabotage akte durchzuführen bzw. zur Koordination von Luftschlägen. Ich meine comon wir haben mittlerweile Uhren mit GPS sendern drin kann ja nicht so schwer sein die Irgendwo ausversehen zu verlieren und dann auf dieses Ziel aufschalten und Präzisions angriffe zu erlauben.
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  • Ricky Baumgartner 19.11.2015 10:38
    Highlight Wir sollten vielleicht mal aktzeptieren das die Nato den grössten Teil dazu beiträgt, sowie die USA. Seit Jahren sind sie für Regimwechsel verantwortlich und sind an der ganzen Nahostkriese seit dem Arabischenfrühling verantwortlich.
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    • Tsunami90 19.11.2015 22:58
      Highlight Die Probleme im nahen Osten sind vieeeeeel älter als der Arabische Frühling.
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  • Triumvir 19.11.2015 10:35
    Highlight Dieser Terrorstaat kann nur durch eine KOMBINATION sämtlicher oben genannter Massnahmen bekämpft werden. Und es braucht dazu namentlich auch die Zusammenarbeit aller zivilisierten Staaten, die ihre Freiheit verteidigen und die Sicherheit ihrer Bürger gewährleisten wollen und müssen. Erstarren in Ehrfurcht ist da wohl kaum ein taugliches Mittel. Zudem noch nie konnte ein Terrorstaat langfristig existieren, vor allem dann nicht, wenn ihn eine Koalition zvilisierter Staaten entschlossen bekämpft hat. Da genügt ein Blick in unsere Geschichte. Daesh hat keine Zukunft und das ist gut so!
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    • fuegy 19.11.2015 11:09
      Highlight Mit der Kombination der Massnahmen stimme ich dir grundsätzlich zu. Das vor allem Europa endlich Einigkeit findet und, nicht nur dem Daesh sondern der ganzen Welt gegenüber, Stärke zeigt, ist längst überfällig!
      Leider ist es so, dass Terrorstaaten mit Iran, Nord Korea, (China) u.s.w. noch immer existieren. Sie verschwinden nicht von selbst! Wie viele Leben das akzeptieren dieser Staaten, das endlose verhandeln, schon gekostet hat, kann niemand genau sagen aber es ist bestimmt eine erschreckend hohe Zahl.
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    • Tsunami90 19.11.2015 23:00
      Highlight Wenn Europa Einigkeit finden soll, geht das nur über eine Verbindliche gemeinsame Sicherheits und Aussenpolitik. Aber das wäre dann ja ein grosser Schritt in Richtung United States of Europe.
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  • blueberry muffin 19.11.2015 10:12
    Highlight Es gibt jedoch eine Eskalationsstufe die wir bisher nicht bemuessigt haben. Die gleiche die damals schon die Faschisten in Japan zur Kaputalation gezwungen haben.

    Jetzt da sich Daesh auch mit Russland anlegt, wird die nukleare Option wohl weit realistischer als bisher.
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    • Tepesch 19.11.2015 10:22
      Highlight Damals kämpfte man allerdings gegen eine ganze Nation. Hier hat man es mit einer Organisation zu tun, die quasi ein Land als Geisel hält.
      Mit Atombomben werden tausende Zivilisten sterben, noch mehr Leid geschaffen und Landstriche auf Jahrzehnte zerstört. Die Folge wird sein, dass wir den Daesh nicht schwächen sondern stärken.
      Japan hätte übrigens auch ohne Atombomben kapituliert...
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    • Fumo 19.11.2015 10:43
      Highlight Und wieder wird sugeriert dass Russland das böse Land ist. Nur weil sich Russland einmischt ist die Wahrscheinlichkeit dass Nuklearwaffen eingesetzt werden höher? Ich denke du hast so ziemlich keine Ahnung davon welches Land was für Waffen einsetzt.
      Die USA benutzen schon seit den Krieg in Afghanistan regelmässig Nuklearwaffen (Uranumaltete Munition) und Raketen mit Atomsprengköpfe wird eher keine Nation mehr einsetzen, könnte es wer vertreten, wäre es schon lange wieder geschehen.
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    • blueberry muffin 19.11.2015 10:51
      Highlight Nein, Fumo, sondern weil das Gleichgewicht von Westen und Osten die Nukleare Option unmoeglich macht, solange man nur eine der beiden Seiten angreift.

      Darum wurden auch keine Nuklearen Sprengkoepfe eingesetzt, weil bisher alle soviel Verstand hatten sich nicht mit Russland/China und dem Westen gleichzeitig anzulegen. Daesh jedoch nicht.

      Russland hatte ja diese Woche schon ihre Nuklearen Langstreckenbomber wieder abgestaubt und in einem Grossaufgebot mit ihren Riesenbomber Syrien bombadiert.

      Jetzt muss nur noch ein Republikanischer Praesident kommen.
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    • blueberry muffin 19.11.2015 10:52
      Highlight @ Tepesch ich bezweifle das Japan auch ohne kapituliert haette. Verloren schon, kapituliert glaub ich nicht.
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    • StealthPanda 19.11.2015 10:54
      Highlight Bei "Uranumantelter Munition" handelt es sich nicht um Nuklear Waffen. DU Geschosse (= Depleted Uranium) bestehen aus abgereichertem Uran und ist ein Abfall Produkt bei der Produktion von Angereichertem Uran. Dieses Strahlt nur sehr schwach und hat eine geringe Halbwertszeit. Diese Geschosse werden eingesetzt da sie eine sehr hohe Dichte haben und im gegensatz zu Wolframcarbid sehr günstig zu haben ist. Nuklearwaffen erhalten ihre Energie durch Kernspaltung ( Fissionsbombe) oder durch Fusion ( Wasserstoffbombe: z.B Castle Bravo)
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    • Fumo 19.11.2015 11:16
      Highlight @StealthPanda Ja natürlich ist die Tatsache dass man von solch Munition selbst ab einer Verwundung stirbt völlig irrelevant, stimmts? ;)

      @blueberry Muffin Kein Staatsoberhaupt der Welt wird je wieder Atomsprengköpfe einsetzen, da bin ich mir sicher.
      Die "Nuklearbomber" der Russen können übrigens auch nicht nukleare Waffensysteme tragen.
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    • StealthPanda 19.11.2015 11:59
      Highlight @ FUMO. Wo hast du diesen quatsch her? DU Geschosse werden nicht als Handfeuerwaffen Munition ausgegeben da das Geschoss zu schwer währe und dadurch die Ballistische eigenschaft Flöte ginge. DU Geschosse werden nur von der 30mm Vulkan der A-10 Warthog und der 120mm ( APFSDS) Glattrohrkanone des M1A4 Abrams Verschosssen. Dieses Thema von wegen Streifschuss= Tod kam bei jeder neuen Munition( 7.62mm, 5.56mm, 5.45mm) wieder und wurde immer wieder wiederlegt. Aus diesem Grund geht die Tendenz auch wieder zu grösseren Kalibern da die Mannstop wirkung von 5.56mm Nato zu niedrig ist.
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    • RatioRegat 19.11.2015 15:40
      Highlight Im Hinblick auf die unterlegene Mannstopwirkung von 5.56mm Munition stimme ich zu. Als Kompromiss zwischen 7.62 mm und 5.56 mm wurde bei den US Spezialstreitkräften die Einführung von 6.5 bzw. 6.8 mm Kalibern geprüft, die sich aber - soweit ersichtlich - bis anhin nicht durchzusetzen vermochten.
      Die Kritik am 5.56 mm Kaliber betrifft in erster Linie die ballistische Wirkung bei Distanzen über 300m, wobei die Wirkung auch bei geringeren Distanzen schlechter ist als diejenige von 7.62 mm Geschossen.
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    • RatioRegat 19.11.2015 15:45
      Highlight Die 5.56 mm Munition hat jedoch auch Vorteile: So ist sie zunächst leichter als die 7.62 Munition. Ferner gilt es zu beachten, dass bei näherer Betrachtung nicht lethale Verletzungen aus militärischen Gesichtspunkten nicht zwingend schlechter sind: Verletzte Soldaten binden mehr feindliche Ressourcen als tote Soldaten.
      0 0 Melden
    • Tsunami90 19.11.2015 23:06
      Highlight So von wegen es braucht nur noch einen Republikaner: Die einzigen A-Bomben wurden von einem Demokraten abgeworfen.
      0 0 Melden
  • Tepesch 19.11.2015 10:04
    Highlight Ohne militärisches Eingreifen wird sich der Daesh nicht besiegen lassen. Aber dabei müssen Kollateralschäden vermieden werden und jeder Kriegsgefangene muss einen ordentlichen Prozess erhalten. Wir müssen zeigen, dass wir nicht die gleichen, von Hass getriebenen, Monster sind.

    Gleichzeitig müssen wir unsere Vorurteile ablegen. Und zwar alle. Bücher soll man nicht nach ihrem Einband beurteilen und gleiches gilt für Menschen. Einzig unsere Taten zählen.

    Wenn wir uns gegenseitig respektieren und eine Chance geben, dann werden sich auch weniger ausgeschlossen fühlen und sich in Extreme flüchten.
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    • blueberry muffin 19.11.2015 10:14
      Highlight Bevor wir es schaffen, einen gerechten und kollateralschaden freien Krieg gegen Daesh zu fuehren (was schon alleine dadurch erschwert wird, das Daesh sich absichtlich Zivile Schutzschilder aussucht), glaube ich eher daran das Daesh langweilig wird und sie einfach aufhoeren.
      15 4 Melden
    • Scaros_2 19.11.2015 10:34
      Highlight Ich persönlich kann jene Menschen (aber auch Christen oder Juden oder Buddhisten oder wer auch immer) erst ernst nehmen wenn die Religion keine Rolle spielt. Wenn die Religion einfach eine Religion bleiben würde und in unserer heutigen Kultur den Stellenwert hat wie es Yoga oder sonst was hätte, ja dann evtl. könnte ich anfangen diese Leute (oder auch Christen usw.) respektieren. Aber sorry jemand der mit Religion ständig kommt und was man alles nicht darf/tun lassen sollte weil so ein "Wesen" das nicht wollte. Sry solange kann ich von meiner Seite aus keinen Respekt an den Tag bringen.
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    • Tepesch 19.11.2015 10:40
      Highlight Ich denke auch, dass es ohne Kollateralschäden nicht gehen wird. Aber dennoch müssen Opfer, wenn immer möglich, vermieden werden. Sinnlose Opfer wie z.B. beim Drohnenkrieg oder im letzten Irakkrieg, können wir uns einfach nicht erlauben und wird dem Daesh in die Hände spielen.
      9 0 Melden
    • kEINKOmmEnTAR 19.11.2015 10:44
      Highlight Also ich beurteile meine Bücher nach dem Einband, sonst stimm ich dir aber zu :)
      2 1 Melden
    • Anam.Cara 19.11.2015 13:41
      Highlight @Scaros_2: Ich finde es eine zu starke Vereinfachung, die Religionen als eine Art "Strafgesetzbücher" zu betrachten.
      Religionen werden missbraucht. Das war schon immer so. Aber deswegen möchte ich nicht jene Menschen ausgrenzen oder verachten, die ihren Glauben an eine Religion binden und diese als Leitfaden für ihr Leben wählen.
      Bsp: An "liebe deinen Nächsten wie dich selbst" kann ich nichts negatives finden.
      1 0 Melden
    • Scaros_2 19.11.2015 14:25
      Highlight Anam.Cara ich habe kein Problem wenn du mit mir in Ausgang gehst und dann sagst: "Du trinkst kein Alkohol weil du ein Gläubiger Mensch bist." Alles ok - deine Art der Lebensführung. Wenn du aber mit mir in den Ausgang kommst und mir dann vorwirfst welch sündiges Leben ich führe und doch bitte gleich zum Islam zu konvetieren soll (oder Christentum weis der Geier was) und doch bitte aufhören soll dieses Unheilige Land zu vertretten usw. - Sry dann bist du bei mir unten durch. Religion wird Missbraucht ja - aber auch nur deshalb weil wir ihr zu hohen stellenwert geben. Das sollte man nicht tun.
      1 0 Melden
    • Anam.Cara 19.11.2015 14:54
      Highlight Einverstanden Scaros_2.
      "Missionieren" ist so eine Sache, die sehr unangenehm werden kann. Aber die Mehrheit der gläubigen Menschen missioniert nach meiner Erfahrung eher nicht.
      Um es mit einem anderen Zitat aus einem der grossen Religionsbücher zu sagen (sinngemäss): Was regst du dich auf über den Splitter im Auge deines Nächsten während du den Balken in deinem eigenen Auge nicht siehst?
      Anderen ihre "Sünden" vorzuwerfen gehört nicht zu den Aufgaben eines gläubigen Menschen...
      0 0 Melden
  • blueberry muffin 19.11.2015 10:00
    Highlight Trump traeumt davon, das ihm Mexiko eine Grenzmauer bezahlt. Der IS schaft es tatsaechlich. Lustig, nicht?
    16 6 Melden
  • The_Doctor 19.11.2015 09:55
    Highlight Interessanter Artikel. Ich denke auch, dass nur ein cleveres Kombinieren verschiedener Ansätze etwas bringt. Diese Ansätze dürfen aber keinesfalls unsere Freiheit zu stark einschränken. Denn sonst hat Daesh bereits gewonnen.
    19 1 Melden

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