Arbeitswelt
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Bloß keinen Stress: Frank Behrendt bezeichnet sich als «tiefenentspannten Vorstand».
bild: John m. john/fischerappelt

Wie holt man das Glück in den Arbeitsalltag? «Liebe deine Familie. Aber nie deinen Job» und 9 weitere Tipps von einem erfolgreichen Manager

Immer gut drauf, scheinbar nie gestresst. Wie macht er das bloss? Manager Frank Behrendt war für Kollegen ein Rätsel - bis er die wichtigsten Job-Ratschläge in eine Liste packte. Hier sind seine zehn Tipps.

Verena Töpper



Ein Artikel von

Spiegel Online

Die Werbung gilt als gefrässige Branche. Sie ist berüchtigt dafür, ihre Mitarbeiter in den Schleudergang zu nehmen, bis sie nicht mehr wissen, wo oben und unten ist. Da macht gute Laune verdächtig. Zumindest, wenn man Top-Manager ist.

«Frankie, welche Drogen nimmst du eigentlich?» So begann das Gespräch zwischen Peter Böhling, Erfinder und Herausgeber des Medien-People-Magazins «Clap», und Frank Behrendt, Vorstand der Kommunikationsagentur fischerAppelt. Er mache immer so einen entspannten Eindruck, ob er nicht mal sein Erfolgsrezept verraten könne?

zehen

Sein Rat: Hol dir den Happiness-Kick von früher zurück. Indem du dir etwa deine Zehen mit lustigen Zeichnungen versiehst – oder so.
Bild: shutterstock

Behrendt, 52, musste nicht lange überlegen. In der Wartezeit beim Friseur schrieb er's auf: «Zehn ernsthafte Ratschläge, wie man locker durchs (Berufs-)Leben kommt. Vom tiefenentspannten fischerAppelt-Vorstand Frank Behrendt.»

Vor allem auf den letzten Punkt wird Behrendt seit der Veröffentlichung in «Clap» ständig angesprochen. Er bekommt E-Mails von Menschen, die ihm mitteilen, welche Punkte sie schon berücksichtigen und an welchen sie noch arbeiten; drei Dutzend haben gleich ihre Bewerbung mitgeschickt. «Mit den Ratschlägen habe ich offenbar einen Nerv getroffen», sagt Behrendt. «Ich glaube, vielen Managern ist die Liebe verloren gegangen.»

alter Mann junge Frau

«Liebe deine Familie, deine Freunde, dich selbst und das Leben.»
Bild: Shutterstock

Besonders erschreckt habe ihn das Zitat von Ex-VW-Chef Martin Winterkorn: «VW war, ist und bleibt mein Leben.» Behrendt sagt, er habe viel Freude an seinem Job, fände es aber trostlos, wenn das der alleinige Lebensinhalt sei: «Sonst ist irgendwann der Job weg - und man hat gar nichts mehr.»

Dass es paradox scheint, zur Entspannung im Urlaub Firmen-E-Mails zu lesen, ist ihm klar. «Ich spreche da nur für mich. Andere können vielleicht besser entspannen, wenn sie das Handy im Urlaub abschalten», so Behrendt.

Und was ist mit seinen Mitarbeitern? Erwartet er auch von ihnen ständige Erreichbarkeit? «Nein, ich erwarte gar nichts.» Er wisse auch nicht, warum er überhaupt versuchen sollte, jemanden im Urlaub zu erreichen. «Es gibt keine Probleme, es gibt nur Lösungen. Alles ist lösbar, notfalls mit Geld.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Matrixx 02.10.2015 18:12
    Highlight Highlight "10. Liebe deine Familie, deine Freunde, dich selbst und das Leben. Aber nie deinen Job."

    Und woher soll ich dann jeden Morgen die Motivation nehmen, aufzustehen, wenn nicht von der Liebe zum Job?
    Man sollte seinen Job lieben, aber nicht zu viel. Genau richtig, um jeden Morgen gerne zur Arbeit zu fahren aber nicht mehr.
    Wer seinen Job nicht liebt, steht morgens ungern auf und bringt auch im Job keine Leistung.
    12 2 Melden
    • Aareschwumm 02.10.2015 21:04
      Highlight Highlight Wahre Worte 👍🏽
      2 0 Melden
  • Wnuss 02.10.2015 17:56
    Highlight Highlight Was dem Manager recht ist, kann für den Büetzer auch nicht schlecht sein, oder? Cooler Artikel, Danke!
    16 0 Melden
  • stadtzuercher 02.10.2015 17:48
    Highlight Highlight ah, der erfolgreiche manager.
    das ist etwa so, wie wenn man einen milliardär fragt, wie wichtig ihm geld sei.
    4 10 Melden

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