Argentinien
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Mysteriöser Todesfall in Argentinien

Hunderte erweisen Staatsanwalt Alberto Nisman die letzte Ehre

A motorcade caravan follows the hearse with the remains of late Argentine prosecutor Alberto Nisman as it travels to the cemetery in Buenos Aires, January 29, 2015. The man who lent Argentine prosecutor Nisman the gun that killed him the day before he was to testify in Congress about allegations against the president emerged from hiding on Wednesday, saying the investigator feared for his family's life. Nisman's employee, Diego Lagomarsino, is the only person to be charged with any offence so far in the case of Nisman, who was investigating the 1994 bombing of Jewish community center in Buenos Aires. REUTERS/Enrique Marcarian (ARGENTINA - Tags: CRIME LAW OBITUARY POLITICS CIVIL UNREST)

Autokolonne in Buenos Aires: Nisman soll in einem jüdischen Friedhof in La Tablada beigesetzt werden.  Bild: ENRIQUE MARCARIAN/REUTERS

Hunderte Menschen haben dem ums Leben gekommenen argentinischen Staatsanwalt Alberto Nisman zum Beginn eines Trauerzuges die letzte Ehre erweisen. Sie applaudierten und riefen «Argentina! Argentina!» und «Justicia» (Gerechtigkeit), als der Wagen mit dem Sarg des 51-Jährigen am Donnerstag in Buenos Aires losfuhr.

Der Staatsanwalt sollte anschliessend im privaten Kreis auf einem jüdischen Friedhof im Vorort La Tablada beigesetzt werden. Er war am 18. Januar tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. 

Nisman hatte den Anschlag auf das jüdische Gemeindehaus Amia von 1994 untersucht, bei dem damals 85 Menschen ums Leben kamen. Bislang ist ungeklärt, ob es sich bei seinem Tod um Selbstmord oder Mord handelt.

Argentiniens Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner bezweifelt, dass es Selbstmord war. Nisman hatte auch sie der Verschleierung angeklagt und ihr vorgeworfen, sie wolle gemeinsam mit Aussenminister Héctor Timerman die Strafverfolgung mutmasslicher iranischer Drahtzieher des Anschlags von 1994 vereiteln.

Kirchner bezeichnete dies als «absurd». Sie sieht den Tod Nismans als Teil einer Kampagne gegen die Regierung. (wst/sda/dpa)



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