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PORTSMOUTH, ENGLAND - MAY 20:  Queen Elizabeth II meets members of the Boarding Team who were involved in successful counter-narcotics operations with HMS Lancaster, during a royal visit to Portsmouth Naval Base on May 20, 2014 in Portsmouth, England. HMS Lancaster has recently returned from a seven month deployment in the North Atlantic and Caribbean and the Queen met members of the ship's company to hear about life on board and the support given from home.  (Photo by Mary Turner - WPA Pool /Getty Images)

Queel Elizabeth lässt sich Details des Flugzeugträgers erklären. Bild: Getty Images Europe

Taufe der HMS «Queen Elizabeth»

Queen tauft Flugzeugträger ohne Flugzeuge

Mit einer Flasche Whisky wird Königin Elizabeth II. den neuen Flugzeugträger der britischen Marine auf ihren Namen taufen. Doch die HMS «Queen Elizabeth» muss die ersten Jahre ohne Kampfjets auskommen. 

04.07.14, 06:41 04.07.14, 10:25

Carsten Volkery, London / Spiegel Online

Ein Artikel von

Die britische Royal Navy hat ein neues Flaggschiff: Königin Elizabeth II. tauft am Freitag den ersten von zwei bestellten Flugzeugträgern auf den Namen HMS «Queen Elizabeth». Die schwimmende Festung soll in den kommenden Jahrzehnten Grossbritanniens Ruf als globale Seemacht festigen. 

Weil die Schiffstaufe im schottischen Rosyth stattfindet, haben sich die Verantwortlichen einen kleinen PR-Gag überlegt: Statt des üblichen Champagners lässt die Königin eine Flasche Single-Malt-Whisky aus der Bowmore-Brennerei auf der Insel Islay am Schiffsrumpf zerschellen. Premierminister David Cameron wird ebenfalls anwesend sein. Drei Monate vor dem Referendum über die schottische Unabhängigkeit will er ein Signal der nationalen Einheit senden. 

ROSYTH, SCOTLAND - JUNE 17:  Construction workers remove scaffold surrounding a structure on the flight deck of the HMS Queen Elizabeth aircraft carrier being built in Rosyth Dockyard on June 17, 2014 in Rosyth, Scotland. In a few weeks HMS Queen Elizabeth, the lead ship of the Queen Elizabeth-class of aircraft carrier and the largest warships ever built for the Royal Navy, will be named named by her namesake the Queen in a traditional champagne ceremony. The ship, capable of carrying up to forty aircraft, is scheduled to be launched this summer, and to commission in early 2017, with full operational capability from 2020.  (Photo by Matt Cardy/Getty Images)

Der Flugzeugträger, als er noch im Bau war. Bild: Getty Images Europe

Der neue Flugzeugträger ist das grösste Kriegsschiff, das Grossbritannien je gebaut hat. So gewaltig sind die Dimensionen des 65'000-Tonnen-Kolosses, dass er derzeit noch nicht einmal in seinen künftigen Heimathafen Portsmouth in Südengland passt. Zufahrt und Hafenbecken müssen erst ausgebaggert werden. 

Bis zu 40 Kampfflugzeuge vom Typ F-35B finden auf dem Schiff Platz. Zwei Kräne können sie binnen 60 Sekunden aus dem Hangar auf das Flugdeck heben. Im Normalbetrieb wird der Träger mit zwölf Maschinen unterwegs sein. 

Erste Probefahrten auf See sind für 2016 geplant. Einsatzbereit ist das Schiff jedoch frühestens 2020, erst dann sollen die Flugzeuge an Bord kommen. Vorher werden von dem 280 Meter langen Flugdeck allenfalls Hubschrauber abheben. 

ROSYTH, SCOTLAND - JUNE 17:  Construction continues on the HMS Queen Elizabeth aircraft carrier being built in Rosyth Dockyard on June 17, 2014 in Rosyth, Scotland. In a few weeks HMS Queen Elizabeth, the lead ship of the Queen Elizabeth-class of aircraft carrier and the largest warships ever built for the Royal Navy, will be named by her namesake the Queen in a traditional champagne ceremony. The ship, capable of carrying up to forty aircraft, is scheduled to be launched this summer, and to commission in early 2017, with full operational capability from 2020.  (Photo by Matt Cardy/Getty Images)

Bild: Getty Images Europe

Kosten auf 6,2 Milliarden Pfund verdoppelt 

Die Vorstellung eines nagelneuen Flugzeugträgers ohne Flugzeuge hat in Grossbritannien für einigen Spott und in Militärkreisen auch für Unmut gesorgt. Der Grund ist schlicht Geldmangel. Die Cameron-Regierung hatte 2010 als Sparmassnahme den alten Flugzeugträger HMS «Ark Royal» ausser Dienst gestellt und alle 80 Harrier-Kampfjets abgeschafft. Seitdem besitzen Navy und Air Force keine Flugzeuge mehr, die von einem Schiff abheben können. Erst ab 2018 sollen nach und nach die amerikanischen Senkrechtstarter vom Typ F-35B geliefert werden. 

Der Bau der HMS «Queen Elizabeth» und ihres Schwesterschiffs HMS «Prince of Wales» war von Anfang an umstritten. Grosse Militärprojekte gelten in Zeiten schrumpfender Verteidigungsbudgets als nicht mehr zeitgemäss. Die Kosten für die beiden Flugzeugträger haben sich seit dem Baubeginn vor fünf Jahren auf 6,2 Milliarden Pfund verdoppelt. 

Zeitweise hatte die Regierung sogar überlegt, den Auftrag zu stornieren. Doch hätte dies hohe Ausfallzahlungen an die Werften bedeutet. Auch war der Lobbydruck der Admiräle zu gross. Es ist jedoch unklar, ob am Ende zwei Flugzeugträger unter britischer Flagge fahren werden - oder doch nur einer. Das Weissbuch des Verteidigungsministeriums empfiehlt, die «Prince of Wales» gleich nach der Fertigstellung einzumotten oder zu verkaufen. Eine endgültige Entscheidung soll nach der Unterhauswahl 2015 fallen. 



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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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