Australien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Lebenswille und Glück

Verlassenes Neugeborenes überlebt fünf Tage in Abflussschacht

24.11.14, 04:07 24.11.14, 09:38

In der australischen Grossstadt Sydney haben zwei Velofahrer am Sonntag ein ausgesetztes Neugeborenes in einem Abwasserschacht entdeckt und gerettet. Es grenzte schon an ein Wunder, dass sie die Schreie des ausgesetzten Jungen überhaupt gehört haben. Noch erstaunlicher ist aber: Der Junge hat fünf Tage ohne Wasser und Nahrung überlebt.

Da das Kind in Spitaldecken gewickelt war, machte die Polizei die Mutter des Neugeborenen noch am gleichen Tag ausfindig. Die 30-jährige Frau gab mittlerweile nach Medienberichten zu, dass Neugeborene rund 24 Stunden nach der Geburt im zweieinhalb Meter tiefen Schacht an einer Strasse im Quartier Quakers Hill ausgesetzt zu haben. Sie liess es offenbar durch einen Spalt in der Abdeckung fallen.

Die Frau wurde verhaftet und wegen versuchten Mordes angeklagt. Unklar sind die Gründe für ihr Handeln.

Mit Reserve für die ersten Tage geboren

Dass das Kind fünf Tage überlebt hat, erklären Kinderärzte einerseits damit, dass es trotz Hitzewelle an einem kühlen Ort gelegen hat - und es nicht geregnet hat. Neugeborene kommen zudem mit viel Flüssigkeit zur Welt, von der sie einige Tage zerren können, bis es die Mutter mit genügend Muttermilch versorgen kann, wie Kinderarzt Andrew McDonald in der Zeitung «Sydney Morning Herald» sagte. 

Auch nach Erdbeben würden Babys noch nach mehreren Tagen lebend in den Trümmern gefunden. Laut anderen Kinderärzten war es auch wichtig, dass das Kind keine Frühgeburt war. Fünf Tage ohne Wasser und Nahrung hält aber auch McDonald für aussergewöhnlich. «Überraschend ist, dass das Baby auch nach fünf Tagen noch kräftig schrie.» 

«Der kleine Junge wollte leben», sagte der Mann, der das Baby zusammen mit seiner Tochter auf einer Velotour am Sonntagmorgen gehört hat und die Behörden alarmierte. Nach Angaben vom Montag befindet sich das gerettete Baby in einem Kinderspital. Der Junge sei in einem ernsten, aber stabilen Zustand. (trs)

Der Junge überlebte fünf Tage ohne Wasser und Nahrung in einem Abwasserschacht. Zwei Velofahrer fanden ihn und alarmierten die Polizei. Bild: AP/NSW Police

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Piti 24.11.2014 08:59
    Highlight Ich wünsche dir alles gute dieser Welt, Baby *
    5 0 Melden

Wenn du diesen Mini-Wohnwagen siehst, willst du nur noch campen. Und kuscheln. Kuschel-campen! Genau! Das ist der neuste Trend!

Gidget Retro Teardrop Camper heisst das Ding. «Gidget» frei nach den Surfer-Girl-Filmen der 60er und «Teardrop» wegen der Tränenform. Kaum zu glauben, dass ein solch kleines Ding so viel Komfort bietet: Doppelbett, TV, Küche und und und. Riesig ist's nicht, aber so schön kuschelig!

So um die 18'000 Franken kostet so ein Ding. Es wird in Australien hergestellt (Sonne, Surfer ... ja, macht Sinn) und kann hier bestellt werden. Happy camping!

(obi)

Artikel lesen