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Donuts beim Denkmal: Eklat nach «Top Gear»-Raserei mitten in London

Bei Dreharbeiten der britischen Autosendung «Top Gear» ist ein Hollywoodstar zusammen mit Rallyefahrer Ken Block mitten durch London gerast. Der Stunt sorgt jetzt für Ärger.



Ein Artikel von

Spiegel Online
Actor and Top Gear presenter  Matt LeBlanc, left, waves , as he sits with  rally driver Ken Block during filming of BBC Top Gear in Westminster, London on Sunday Sunday March 13, 2016 . British DJ and TV presenter of of BBC car show

Hier lacht er noch: Matt LeBlanc.
Bild: AP/PA

Vor einem Jahr trennte sich die BBC von dem Moderatorenteam um Jeremy Clarkson und gab die Autosendung «Top Gear» in neue Hände. Die grösste Befürchtung der Fans war damals, dass «Top Gear» an Unterhaltungswert verliert. Beides ist nicht der Fall: Die Show beherrscht weiterhin regelmässig die Schlagzeilen. Allerdings nicht so, wie die BBC sich das wohl wünscht.

Der jüngste Eklat um die Vollgas-Show ereignete sich am Wochenende in London.

In der britischen Hauptstadt waren Teile der Innenstadt wegen Dreharbeiten gesperrt: Einer der neuen «Top Gear» Co-Moderatoren, der Hollywoodschauspieler Matt LeBlanc («Friends»), liess sich von Rallyefahrer und Gymkhana-Legende Ken Block in dessen 850 PS starkem Ford Mustang durch die Gegend chauffieren.

Wie bei Block üblich, blieben dabei einige Spuren sogenannter Donuts auf der Strasse zurück – schwarze Reifenabdrücke in Kreisform. Block und LeBlanc waren unter anderem auf der Tower Bridge, vor der St.-Pauls-Kathedrale, beim Buckingham Palace und unweit des berühmten Kriegsdenkmals The Cenotaph im Regierungsviertel unterwegs. Dass letztere Station als Kulisse für die Dreharbeiten genutzt wurde, hat nun ein Nachspiel.

Und so hat das ausgesehen:

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YouTube/wochit Entertainment

Der ehemalige Armeeoffizier Richard Kemp bezeichnete den Vorgang in einer BBC-Radiosendung als «unerhörte Respektlosigkeit». Das Kriegsdenkmal erinnere an den Einsatz von «Millionen von Menschen, die weit mehr für ihr Land geleistet haben» als die «Top Gear»-Macher «es je tun werden».

Moderator von «Top Gear» entschuldigt sich öffentlich

Am Montag folgte prompt die Entschuldigung von dem Hauptmoderator von «Top Gear», Chris Evans: Er bat in seiner eigenen BBC-Radioshow für die Stunts um Verzeihung und äusserte Verständnis an der Kritik: Die Bilder von dem Auto mit qualmenden Reifen vor dem Cenotaph seien in der Tat «total respektlos». Evans versprach, dass das Material nicht in der «Top Gear»-Sendung auftauchen werde.

Damit dürfte die Sache aber noch nicht ausgestanden sein: Bei ihrer Vollgasfahrt durch London wurden LeBlanc und Block nämlich von Beamten des Scotland Yard eskortiert, mehrere Strassenzüge waren während der Dreharbeiten für den Verkehr gesperrt.

Wer diesen Aufwand abgesegnet habe, sagte das britische Parlamentsmitglied Andrew Bridgen dem Boulevardblatt Daily Mail sinngemäss, müsse für seine Entscheidung nun sein Karriereende in Kauf nehmen. Der konservative Politiker zeigte sich enttäuscht darüber, dass die BBC sich an ein Publikum wende, das sich «von Donuts um ein Denkmal herum» begeistern lasse.

Selbst der britische Finanzminister George Osborne äusserte sich zu dem Vorfall – wenn auch nicht so verärgert wie Bridgen. Osborne hatte sich bereits während der Dreharbeiten zum City-Ausflug von LeBlanc und Block über Twitter an Chris Evans gewandt: Er versuche hier gerade den Haushalt aufzustellen, schrieb der Finanzminister, werde dabei aber von der «Top Gear»-Crew abgehalten, die auf dem Horseguards Parade eine Riesenkrach veranstalte. Horseguards Parade ist ein Paradeplatz in der Nähe des Regierungssitzes.

Chris Evans dürfte dieser kleine Scherz kaum aufheitern: Die Episode um die Cenotaph-Donuts ist nicht die erste, für die er sich öffentlich erklären muss. Vor zwei Monaten tauchten Fotos auf, auf denen zu sehen ist, wie Evans sich am Rande einer Rennstrecke übergibt. Bei den «Top Gear»-Dreharbeiten war ihm auf dem Beifahrerplatz eines Audi R8 offenbar übel geworden.

Immerhin das blieb Matt LeBlanc bei seiner Fahrt mit Ken Block erspart. Ausser den Donuts liessen sie auf den Strassen Londons nichts liegen.

cst

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Butterscotch&hardcandy 15.03.2016 10:04
    Highlight Highlight Zum Glück kst das alte Trio jetzt bei Amazon.. LeBlanc sollte auch dahin und gut ist!
  • Walter Sahli 14.03.2016 21:22
    Highlight Highlight England? Ist das nicht das Land, in dem ein berühmter Fernsehmoderator, mit dem Segen der Regierung, jahrelang Zugang zu Krankenhäusern und Behindertenheimen hatte, um minderjährige Patienten zu vergewaltigen?...Ahja, Donuts sind ein grosses Problem! Da muss man schon schauen, dass da nicht die Ehre von toten Soldaten verletzt wird.
  • Gantii 14.03.2016 17:06
    Highlight Highlight achja, wie respektlos
    //fuckoff
  • saukaibli 14.03.2016 16:03
    Highlight Highlight Und da liegt eben der Unterschied zu Clarkson. Der hätte sich nur entschuldigt, um nachher noch ein paar derbe Sprüche draufzugeben. Die BBC kann ganz London mit Donuts vollpflastern, sie werden trotzdem nicht mehr den Erfolg der letzten Jahre haben. Und Donuts sowie Eleventies sind eh nur witzig, wenn man dabei einen Penis auf den Boden zeichnet... in den USA :-D
    • Chrigi-B 14.03.2016 16:39
      Highlight Highlight 💪
    • EvilBetty 15.03.2016 08:08
      Highlight Highlight Whin das Jezzman geführt hat ist ja hinlänglich bekannt ;)

      Ich denke de Moderatorenwechsel wird der Sendung gut tun. In den letzten Jahren hat die Unterhaltungsqualität von TopGear merklich nachgelassen, drum gabs auch immer mehr Skandälchen.

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