Basel
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Tatort am Nasenweg in der Basler Breite: Hier tötete der 22-jährige Amokläufer eine 46-jährige Deutsche.  watson

Nachbarin des Opfers vom Nasenweg

«Ich hörte ihre Schreie, und ich hatte Angst, vor die Tür zu gehen»

Nadine Tasim* war in ihrem Zuhause am Nasenweg in der Basler Breite, als unmittelbar über ihrer Wohnung eine 46-jährige Deutsche getötet wurde. Im Interview spricht sie über die Tat.

04.11.14, 15:37 04.11.14, 16:28

rafaela roth, Daria wild, basel

Nadine Tasim, Sie waren gestern zu Hause, als ihre Nachbarin Opfer eines Tötungsdelikts wurde. Was haben Sie gesehen?
Gesehen habe ich nur das Blut im Treppenhaus. Es sah schrecklich aus, die Wände waren völlig verschmiert. Noch heute Morgen stank es fürchterlich. 

Haben Sie etwas gehört?
Ja. Ich habe die Frau schreien hören, mehrmals. Und dann Gepoltere im Treppenhaus. Es klang schrecklich.

Messer-Amoklauf in Basel

Bei den Opfern der beiden Tötungsdelikte in Basel vom Montag handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 46 respektive 76 Jahren. Beide waren mit einer Stichwaffe getötet worden.

Beim mutmasslichen Täter handelt es sich um einen 22-jährigen Schweizer, wie die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt am Dienstag mitteilte. Eine Nachbarin am Nasenweg hatte die Polizei alarmiert, weil eine Frau im Mehrfamilienhaus um Hilfe schrie und von einem Mann attackiert wurde.

Kurze Zeit später fand die Polizei die Mieterin, eine 46-jährige Deutsche, die mit einer Stichwaffe getötet worden war. Reanimationsversuche blieben ohne Erfolg. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung nach dem geflohenen Täter ein. Kurze Zeit später hatte dieser an der Wildensteinerstrasse wieder zwei Personen angegriffen.

Die Polizei, die Sanität sowie der Notarzt fanden vor einem Mehrfamilienhaus einen 87-jährigen Schweizer mit lebensgefährlichen Stichverletzungen, der von einer Passantin betreut wurde. 

Polizei-Siegel an der Wohnung des Opfers. watson

Haben Sie die Polizei gerufen?
Ich war wie gelähmt, traute mich weder, vor die Wohnungstür zu gehen, noch das Telefon in die Hand zu nehmen. Aber vielleicht war es besser – wer weiss, was sonst noch passiert wäre? In der Zeitung steht, der Täter sei ein Psychopath.

«Ich war wie gelähmt, traute mich weder, vor die Wohnungstür zu gehen, noch das Telefon in die Hand zu nehmen.»

Haben Sie erst aus der Zeitung erfahren, was wirklich passiert ist?
Ich wusste, es muss etwas wirklich Schlimmes geschehen sein. Aber ja, dass meine Nachbarin tot ist, habe ich erst im Nachhinein erfahren. Es ist ein mulmiges Gefühl, jetzt hier zu leben.

Kannten Sie Ihre Nachbarin gut? 
Ich kannte sie nur flüchtig, sie wohnte erst ein Jahr hier. Ab und zu haben wir uns im Treppenhaus gesehen, oder in der Waschküche. Sie sah nicht gut aus, war sehr in sich gekehrt, grüsste kaum.

(dwi/rar)



Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Von Kreuzfahrtschiff gesprungen: Noch keine Spur von Küblböck

Seit fast einem Tag suchten die Rettungskräfte intensiv nach dem vor Kanada vermissten Popsänger Daniel Küblböck. Nun schwinden die Hoffnungen, ihn noch lebend zu finden. Zwei Kreuzfahrtschiffe und ein Schiff der Küstenwache haben ihre Suchaktionen aufgegeben. 

Der 33-Jährige war nach Angaben des Anbieters Aida Cruises bei einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York am Sonntagmorgen über Bord gegangen. Das Schiff befand sich zu diesem Zeitpunkt ungefähr 100 Seemeilen nördlich von St. …

Artikel lesen