Bern
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privilegiert und subventioniert

Über die Hälfte der Mieter von Berner Sozialwohnungen ist zu reich

53 Prozent der Mieter, die in von der Stadt Bern subventionierten Wohnungen leben, erfüllen die Kriterien nicht. Als Folge kündigt die Stadt Bern 237 Mietparteien.

Aus einem Überprüfungsbericht, welcher der «Schweiz am Sonntag» zugespielt wurde geht hervor, dass in der Stadt Bern von den überprüften 560 Sozialwohnungs-Verträgen insgesamt 298 Mietparteien nicht anspruchsberechtigt sind. Bei 61 Parteien fällt künftig der Rabatt weg, die übrigen 237 Mieterinnen und Mieter erhalten die Kündigung.

In über 100 Fällen verfügen die Mieter über ein zu hohes Einkommen oder ein zu hohes Vermögen. In 35 Fällen ist die Belegung zu tief, die Wohnung also zu gross für die Anzahl Bewohner. «Sehr stossend» sind laut dem Bericht die 25 Fälle von Personen, «die von subventionierten Wohnungen profitieren, ohne in Bern gemeldet zu sein». Bei ihnen soll nebst der Kündigung «weitere Massnahmen» eingeleitet werden.

Die Stadt Bern hat 2011 ein neues Vermietungsmodell eingeführt, mit dem günstige Wohnungen nur noch an tatsächlich bedürftige Personen vermietet werden sollten. Bereits damals wurde für 2013 eine Überprüfung angekündigt, deren Resultate nun vorliegen. (whr/sda)



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