Blaulicht
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Soma, Demonstration, Erdogan, Erdogan-Vertrauter, Erdogan-Berater tritt auf dem Boden liegenden Demonstranten, links

Türkische Regierung tritt zurück: Erdogan-Vertrauter Yusuf Yerkel hat nun einen Bluterguss am rechten Knie. Bild: Twitter

Grubenunglück in Soma

Yusuf Yerkel im Spital: Erdogan-Berater tut nach Tritt das Bein weh

Das Bild ging um die Welt: Yusuf Yerkel, Berater von Regierungschef Erdogan, griff in Soma nach dem Bergwerksunglück einen Demonstranten an. Kurz darauf liess er sich krankschreiben – wegen Schmerzen in dem Bein, mit dem er den Mann getreten hatte.

20.05.14, 23:09 21.05.14, 08:42

Ein Artikel von

Die körperliche Auseinandersetzung mit einem Demonstranten hat für Yusuf Yerkel gesundheitliche Folgen: Der Berater des türkischen Regierungschefs Recep Tayyip Erdogan ist eine Woche krankgeschrieben, weil er sich am rechten Bein verletzt hat – jenem Bein, mit dem er am vergangenen Mittwoch im Unglücksort Soma mehrfach auf einen Demonstranten eingetreten hatte.

Die oppositionsnahe Zeitung «Radikal» berichtet unter Berufung auf Krankenhausdokumente, dass sich Yerkel noch am selben Abend mit Schmerzen im rechten Knie im Atatürk-Hospital in Ankara gemeldet habe. Der Erdogan-Vertraute soll ausgesagt haben, dass er sich bei einem Sturz verletzt habe.

Bild: EPA/EPA

«Es gibt ein zehn mal zehn Zentimeter grosses Ödem und Blutergüsse am rechten Knie»

Befund eines Mediziners zu Yusuf Yerkels rechtem Bein

«Es gibt ein zehn mal zehn Zentimeter grosses Ödem und Blutergüsse am rechten Knie, an der linken Schulter und an der Brust. Die Bewegungsfähigkeit von Bein und Arm sind eingeschränkt und es gibt Schwierigkeiten beim Laufen», zitiert «Radikal» aus dem Bericht des Mediziners Servan Gökhan.

Trotz der Krankschreibung war Yerkel nach dem Vorfall in Soma noch an der Seite von Ministerpräsident Erdogan zu sehen gewesen. Er hatte angegeben, dass er bei dem Besuch in dem Ort des Minenunglücks «provoziert, beleidigt und attackiert» worden sei. Yerkel sagte, es tue ihm leid, dass er nicht die Ruhe bewahrt habe.

Laut Augenzeugenberichten soll der Regierungsberater drei- oder viermal auf den am Boden liegenden Mann eingetreten haben.

(syd/Spiegel Online/Ankara)

Mehr zum Grubenunglück in Soma lesen Sie hier

Mehr zur Türkei erfahren Sie hier

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • elivi 20.05.2014 23:44
    Highlight ja herr berater ... ich würde ihnen anraten den Mann, denn sie auf dem boden liegen getretten haben, zu verklagen wegen Körperverletzung. Es war ja ganz klar seine Schuld das sie ihn tretten mussten! sie hatten keine andere wahl und jetzt tut das bein weh! ohje ohje!
    3 0 Melden

Keine lebenslängliche Verwahrung für den Mörder im Fall Marie

Das Bundesgericht hat die lebenslängliche Freiheitsstrafe für den Mörder der jungen Frau «Marie» bestätigt. Die vom Kantonsgericht Waadt angeordnete lebenslängliche Verwahrung haben die Lausanner Richter hingegen aufgehoben.

Das Bundesgericht führt aus, dass die gesetzlichen Voraussetzungen dafür nicht erfüllt seien. Nur ein Sachverständiger gehe davon aus, dass der Verurteilte «dauerhaft untherapierbar» sei. Für eine lebenslängliche Verwahrung brauche es zwei unabhängige Gutachten, die …

Artikel lesen