Blaulicht
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Todesfall in Gippingen: Rennfahrer verhaftet – war es kein Unfall?

Beim Amateurradrennen in Gippingen stürzte am Samstag ein 36-jähriger Schweizer schwer, am Sonntagmorgen starb er im Spital. Nun wurde ein anderer Teilnehmer verhaftet, der möglicherweise den Tod des Velofahrers verschuldet hat. 

17.06.14, 10:43 17.06.14, 12:33

Fabian Hägler / Aargauer Zeitung

Ein Artikel der

Was genau sich auf der Abfahrt in Richtung Böttstein am Samstag ereignet hat, ist weiterhin unklar. «Wir haben aber Hinweise darauf, dass es zwischen zwei Teilnehmern zu einem Körperkontakt kam, worauf das spätere Opfer stürzte», sagt Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft. Am Samstagabend hat die zuständige Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach deshalb einen 50-jährigen Schweizer aus der Region Zürich verhaften lassen. Erste, noch am Unfallort getätigte Untersuchungen der Kantonspolizei Aargau sowie Einvernahmen der Staatsanwaltschaft haben Hinweise darauf ergeben, dass der Beschuldigte den Sturz in der Abfahrt verursacht haben könnte. 

«Es ist zurzeit noch unklar, ob der Mann den anderen Teilnehmer absichtlich zu Fall gebracht hat, oder ob die Berührung der beiden Fahrer zufällig zustande kam.»

Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft

«Wir haben den Mann inzwischen befragt, er bestreitet aber, dass er verantwortlich sei für den Unfall und den Tod des anderen Teilnehmers», sagt Strebel. Die Staatsanwaltschaft hat gegen ihn ein Strafverfahren wegen eventualvorsätzlicher Tötung, möglicherweise fahrlässiger Tötung sowie schwerer Körperverletzung eröffnet und beim Zwangsmassnahmen-Gericht einen Antrag auf Untersuchungshaft für drei Monate eingereicht. Strebel erklärt: «Es ist zurzeit noch unklar, ob der Mann den anderen Teilnehmer absichtlich zu Fall gebracht hat, oder ob die Berührung der beiden Fahrer zufällig zustande kam.» Sie sagt, die beiden Unfallbeteiligten hätten sich nicht gekannt – nähere Angaben zur Identität der zwei Männer seien derzeit nicht möglich.

Zeugen gesucht

Zur Klärung des genauen Sachverhalts sucht die zuständige Staatsanwaltschaft nun dringend Augenzeugen, die den Unfallhergang beobachtet haben und/oder diesen fotografiert bzw. aufgezeichnet haben. Zeugen werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei in Brugg, Telefon 062 835 85 00, zu melden.

Der tödliche Unfall hatte sich am Samstag um 14.30 Uhr beim Gippinger Radrennen in Böttstein ereignet. Insgesamt vier Fahrer stürzten. Ein 36-jähriger Schweizer Radrennfahrer aus dem Kanton Zürich erlag seinen schweren Verletzungen im Spital. Die anderen drei Fahrer wurden verletzt. 



Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wie konnte der rote Nissan 17 Jahre in der Aare verborgen bleiben?

Arbeiter fanden am Montag einen roten Nissan Stanza in der Aare im Brugger Ortsteil Umiken. Darin sass ein seit 2001 vermisster Mann. Der Wagen steckte wohl in einer Art See.

Die Umiker Schache-Insle gehört zum Auenschutzpark Aargau. Sie ist ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung und beliebt für Ausflüge in die Natur, zieht derzeit aber die Aufmerksamkeit wegen eines spektakulären Fundes auf sich. Arbeiter des Kraftwerkbetriebs Wildegg-Brugg fanden am Montag einen dunkelroten Nissan Stanza in der Aare. Darin stiess die Kantonspolizei Aargau auf die Überreste der Leiche eines Mannes, der seit 2001 vermisst wurde.

Wie kommt es, dass ein Auto 17 …

Artikel lesen