Blaulicht
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
HANDOUT - Rescuers work at the wreckage of a tourist bus from Belgium at the accident site in a tunnel of the motorway A9, in Sierre, western Switzerland, early Wednesday, March 14, 2012. 28 people were killed, 6 adults and 22 childrens, according to local authorities. (KANTONSPOLIZEI WALLIS/POLICE OF VALAIS) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Die Unfallstelle. Bild: KANTONSPOLIZEI WALLIS

Suche nach der Ursache

Busdrama mit 28 Toten im Wallis wird nachgestellt

Ein auf Forensik spezialisiertes privates Unternehmen aus den Niederlanden wird am 2. Juli den Horrorunfall in Siders VS nachstellen und aufzeichnen. Im März 2012 verunglückte ein belgischer Reisebus. Dabei kamen 28 Menschen ums Leben – vor allem Kinder. 

24.06.14, 16:25 24.06.14, 21:02

Beim Unfall am 13. März 2012 im Tunnel der Autobahn A9 bei Siders verloren 22 Kinder und sechs Erwachsene ihr Leben. Weitere 24 Kinder wurden teilweise schwer verletzt. Ein belgischer Reisecar war frontal in eine Nothaltenische des Tunnels geprallt. 

Jetzt wird der Unfall nachgestellt, jedoch nicht in Siders, sondern an einer dafür geeigneten Stelle in den Niederlanden oder Belgien, wie es seitens des Independent Forensic Servises (IFS) hiess. Der genaue Ort ist noch nicht definitiv ausgewählt. 

The wreckage of a tourist bus from Belgium is dragged by a tow truck outside the tunnel of the motorway A9, in Sierre, western Switzerland, early Wednesday, March 14, 2012. 28 people were killed, 6 adults and 22 childrens, according to local authorities. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Der völlig demolierte Vorderteil des Busses. Bild: KEYSTONE

Schweizer Behörden verweigerten Nachstellung

«Dabei wird der Bus auch nicht in eine Mauer gelenkt», sagte Selma Eikelenboom, Direktorin bei IFS. Vielmehr werde ein Buschauffeur auf einem Parcours fahren, während 3D-Kameras die Bewegungen aufzeichneten.

Der von der Busfahrt hergestellte 3D-Film soll laut IFS vor allem über die Position der Räder und des Lenkrades Aufschluss geben. Ein Experte aus Kanada wird die Analyse übernehmen. Gerne hätte man die 3D-Aufnahmen am ursprünglichen Unfallort gemacht, doch die Schweizer Behörden hätten dies nicht erlaubt, sagte Eikelenboom. Die Walliser Staatsanwaltschaft wollte sich dazu nicht äussern. Sie verwies lediglich auf ein Communiqué, das an die Medien verschickt werden soll. Wann dies geschehen wird, wurde nicht gesagt.

ACHTUNG SPERRFRIST BIS FREITAG, 12. APRIL 2013, 20:00; EMBARGO JUSQUE 12. AVRIL 2013, 20:00 ---- SWISS PRESS PHOTO 13 - Hauptpreis - Swiss Press Photo of the Year - Laurent Gillieron - Bus Crash, Sierre, March 14, 2012 (Single) - Rescuers work at the tunnel entrance after a bus crashed in the tunnel, in Sierre, Switzerland, early wednesday, March 14, 2012. - Der Lausanner KEYSTONE-Fotograf Laurent Gillieron erhaelt fuer seine Bildberichterstattung ueber das Busunglueck in Sierre den Hauptpreis des von der Fondation Reinhardt von Graffenried ausgerichteten schweizerischen Pressefotopreises Swiss Press Photo. (KEYSTONE/ Laurent Gillieron)  ..

Rettungsarbeiten beim Unfalltunnel. Bild: KEYSTONE

Eltern gaben private Untersuchung in Auftrag

Die Untersuchungen zu dem Busunglück wurden seitens der Schweiz eingestellt, ohne die genaue Unfallursache eruiert zu haben. Ein im Mai 2013 veröffentlichtes Gutachten war zum Schluss gekommen, dass als wahrscheinlichste Unfallursache eine Unachtsamkeit oder ein Schwächeanfall des Chauffeurs in Frage kommen.

Unzufrieden mit den Ermittlungsergebnissen hatten 14 betroffenen Eltern Mitte April bei IFS eine zusätzliche Abklärung in Auftrag gegeben. Die Kosten werden vom Unternehmen übernommen. IFS-Direktorin Eikelenboom bezeichnete die Schlussfolgerung als «unbegreiflich». Ihr Institut verfolgt eine andere Spur. So ist bekannt, dass der Buschauffeur ein Antidepressivum eingenommen hatte.

«Es gibt Menschen mit einem Defekt im Erbgut, der dafür verantwortlich ist, dass die Einnahme von solchen Medikamenten Suizidgedanken und Aggressionen auslöst», sagte ein IFS-Sprecher zur SDA. In der Vergangenheit habe man bereits mehrere solche Fälle gehabt, bei denen dieser Zusammenhang festgestellt werden konnte. Der Abschlussbericht des Instituts soll veröffentlicht werden. Wann dies sein wird, ist noch offen. (whr/sda)

Flowers and soft toys are seen near the tunnel, where a tourist bus from Belgium crashed in a tunnel of the motorway A9, in Sierre, western Switzerland, Saturday, March 17, 2012. Last Tuesday, twenty-eight people, including 22 children, returning to Belgium from a skiing holiday died in a bus accident in Sierre in the Swiss canton of Valais.  (KEYSTONE/Maxime Schmid)

Eine improvisierte Gedenkstätte in der Nähe des Unglückstunnels. Bild: KEYSTONE



Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

4 Festnahmen bei Schlägerei in Zürcher Kreis 1 – Polizist mittelschwer verletzt

Nachdem sich die Situation rund ums Seebecken beruhigt hatte, kam es in der Nacht auf Sonntag noch einmal zu einem Polizeieinsatz, bei dem sich ein Polizist verletzte. 

Kurz nach 3 Uhr erhielt die Stadtpolizei Zürich die Meldung, dass es am Limmatquai eine Schlägerei gebe. Die Polizisten stiessen vor Ort auf mehrere Personen, die in eine tätliche Auseinandersetzung involviert waren.

Als diese den Streifenwagen erblickten, versuchten sie zu flüchten. Drei junge Männer, im Alter zwischen 18 …

Artikel lesen