Blaulicht

Ein Magnetfeld brachte den Multikopter durcheinander. Bild: KEYSTONE

«Söll emol cho»

Zürcher Polizei-Drohne stürzte wegen Magnetfeld ab

Der Multikopter der Zürcher Stadtpolizei geriet bei einem Demonstrationsflug ausser Kontrolle und stürzte ab. Jetzt ist klar, warum das geschah.

17.11.14, 16:10 17.11.14, 17:02

Sechs Wochen nach dem Absturz des Multikopters der Zürcher Stadtpolizei ist der Grund für das jähe Ende des Demonstrationsfluges geklärt: Schuld war ein Magnetfeld im Boden, verursacht durch Metall- oder Stromleitungen.

Dieses Magnetfeld habe dazu geführt, dass der Multikopter die Nord-Süd-Ausrichtung für den Autostart falsch berechnet und gespeichert habe, teilte die Stadt Zürich am Montag mit. Als das Magnetfeld plötzlich verschwand, registrierte der Multikopter wieder das Erdmagnetfeld, das eine fast entgegengesetzte Ausrichtung aufwies, geriet deshalb ins Trudeln, streifte einen Baum und landete unsanft in einem Kiesbett.

Eigentlich sei der Multikopter gegen magnetische Einflüsse abgeschirmt, sagte Mike Sgier vom Tiefbau- und Entsorgungsdepartement auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Bei diesem Flug habe der Schutz aber wohl nicht funktioniert.

Piloten werden besser geschult

Der Hersteller nimmt das Gerät nun zu sich und entscheidet, ob sich eine Reparatur lohnt, oder ob der Multikopter ersetzt werden muss. Er werde zudem Anpassungen vornehmen, um Sensorstörungen besser zu erkennen.

Damit weitere Abstürze vermieden werden können, will die Stadt die Startplätze künftig auf störende Magnetfelder hin untersuchen. Die Multikopter-Piloten werden zudem spezifisch für solche Vorkommnisse geschult. Der Schaden geht gemäss Sgier voll zu Lasten des Herstellers. Über die Höhe konnte er keine Angaben machen.

Der Multikopter soll zur Unfallfotografie und für Vermessungszwecke eingesetzt werden. In Ausnahmefällen könnte das Gerät auch bei Geiselnahmen oder Entführungen zum Einsatz kommen. (whr/sda) 

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Todesopfer nach Auffahrunfall auf der A4 – Autobahn mehrere Stunden gesperrt

Ein Auffahrunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen hat am Mittwochmorgen auf der A4 bei Affoltern am Albis im Kanton Zürich ein Todesopfer gefordert. Wegen des Unfalls musste die Autobahn für mehrere Stunden gesperrt werden.

Kurz nach 8 Uhr kam es auf der Höhe der Raststätte Knonaueraumt in Fahrtrichtung Zürich zu einem Rückstau, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte. Aus noch ungeklärten Gründen ereignete sich eine heftige Auffahrkollision von drei Fahrzeugen.

Dabei wurde der 48-jährige Lenker …

Artikel lesen