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Polizeibeamte bei Sicherungsarbeiten auf dem Rheinwuhr bei Ruggell im Fuerstentum Liechtenstein, am Freitag, 11. April 2014. An einer Medienkonferenz in Ruggell informierte die liechtensteinischen Landespolizei ueber den aktuellen Stand der Ermittlungen zum Toetungsdelikt von Balzers vom Montag, 7. April 2014. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Bild: KEYSTONE

Liechtenstein

90 Polizisten suchen den Todesschützen Jürgen Hermann – obwohl vieles auf Suizid hindeutet

11.04.14, 16:34

Die Liechtensteiner Polizei hat die Suche nach dem mutmasslichen Schützen im Tötungsdelikt von Balzers intensiviert. Beamte aus den Kantonen Graubünden und Glarus sowie Aspiranten der Ostschweizer Polizeischule helfen mit. Im Visier stehen Handy und Waffe des Täters. 

Es seien etwa 90 Polizisten im Einsatz, sagte der Liechtensteiner Polizeichef Jules Hoch am Freitag vor Medienvertretern in Ruggell, wo sich die Spur des mutmasslichen Todesschützen Jürgen Hermann verlor. Eine Flucht über den Rhein erachtet die Polizei als wenig wahrscheinlich, da zwei unbenutzte Taucheranzüge des mutmasslichen Täters sichergestellt wurden. 

Der liechtensteinische Polizeichef Jules Hoch praesentiert die gefundenen Dokumente des mutmasslichen Taeters an einer Medienkonferenz in Ruggell, FL, am Freitag, 11. April 2014. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Bild: KEYSTONE

Nach Polizeiangaben befand sich der Ex-Fondsmanager Jürgen Hermann am letzten Montagmorgen kurz nach sieben Uhr etwa vier Minuten in der Tiefgarage der Bank Frick in Balzers, als er auf den Chefbanker Jürgen Frick drei Schüsse aus einer Pistole abfeuerte. Zwei dieser Schüsse waren tödlich. Hermann machte den Banker für den Ruin seiner Investmentfirma mitverantwortlich. 

Für die Polizei steht der Suizid des Täters nach dem Tötungsdelikt nach wie vor im Vordergrund. Sie veröffentliche am Freitag Ausschnitte der handschriftlichen Notizen, die Hermann im Pass eingetragen hatte. 

Polizeiangehoerige bei der Feinsuche am Ufer des Rheins bei Ruggell im Fuerstentum Liechtenstein, am Freitag, 11. April 2014. An einer Medienkonferenz in Ruggell informierte die liechtensteinischen Landespolizei ueber den aktuellen Stand der Ermittlungen zum Toetungsdelikt von Balzers vom Montag, 7. April 2014. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Bild: KEYSTONE



Zur Selbstmordtheorie fehlt bislang allerdings immer noch die Leiche des Täters. Die Polizei ermittelt deshalb in alle Richtungen. Hermann ist weltweit zur Fahndung ausgeschrieben. 

HANDOUT - Das von der Landespolizei Liechtenstein am Montag, 7. April 2014, verbreitete Handout zeigt Juergen Hermann, undatiertes Portrait. Der ehemalige Fondsmanager Hermann brachte am Montag, 7. April 2014, Bankenchef Juergen Frick in der Tiefgarage des Geldinstituts in Balzers LIE mit drei Schuessen um. Hermann soll die Bank Frick jahrelang erpresst haben. Ob der Taeter nach der Bluttat mit einem Sprung in den Rhein Suizid beging und sich der Festnahme entzog, konnte immer noch nicht geklaert werden. Die Landespolizei teilte am Dienstag, 8. April 2014, mit, die Fahndungsmassnahmen zum Verbleib des Verdaechtigen seien aufrechterhalten worden. (HANDOUT Landespolizei Liechtenstein) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN, BEST QUALITY AVAILABLE ***

Bild: LANDESPOLIZEI LIECHTENSTEIN

Die Waffe, mit der Hermann schoss, war im Herbst 2012 von einem Angehörigen des Täters in Österreich besorgt worden. Vorher hatte die Polizei dem Schützen vier Pistolen abgenommen. 

Solange unklar ist, ob sich der frühere Fondsmanager wirklich selber das Leben nahm, wird der verstärkte Schutz einiger öffentlicher Gebäude sowie möglicherweise bedrohter Personen aufrecht erhalten. Die Polizei wird dabei durch private Sicherheitsdienste unterstützt. 

Die Liechtensteiner Polizei erstellte wegen der regelmässigen Drohmails Jürgen Hermanns eine Liste von Personen, die gefährdet sein könnten. Es handelt sich um ein Dutzend Leute. Betroffen sind nicht nur Personen in Liechtenstein, sondern auch im Ausland, speziell in Österreich. 

Zu Wort gemeldet hat sich am Freitag überdies die Familien des getöteten Bankers. Sie schrieb, ihr sei es ein wichtiges Anliegen mitzuteilen, dass sich auch Mitglieder der Familie Hermann angemeldet hätten für die Trauerfeier am Samstag. 

Die Familie Frick schrieb weiter, damit werde ein wichtiges Zeichen der Christlichkeit und Mitmenschlichkeit gesetzt. Der Täter habe nicht nur grosses Unglück über die Familie Frick gebracht, sondern auch über die eigene. (sda) 

epa04157840 A policeman films the entrance to the underground garage of Bank Frick in Balzers, Liechtenstein, 07 April 2014. According to media reports, a 48-year-old man was shot and killed in the garage of the bank. Meanwhile, the perpetrator remains on the run.  EPA/ARNO BALZARINI

Bild: EPA/KEYSTONE

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Justin Kognito 11.04.2014 18:18
    Highlight und wo steckt sein 2 wagen ein roter porsche?
    2 0 Melden
    • sewi 11.04.2014 20:45
      Highlight Mit dem ist er ohne Brille durch den Rhein getaucht..... glaub mir er ist tot.... er war geisteskrank und völlig Grössenwahnsinnig und als er merkte dass er falsch liegt..... Bumm
      1 0 Melden
  • papparazzi 11.04.2014 17:31
    Highlight "Catch me if you can" ist ja eigentlich nicht die typische Abschiedsbotschaft bei Suizid oder? Ausser der Schütze war schon vorher geisteskrank, was ich nicht so einschätzen würde. ut (dp)
    2 0 Melden
    • Nicoscore 11.04.2014 18:45
      Highlight Was bewegt sie, zu denken dass der Mann nicht schon vorher geisteskrank war?
      1 0 Melden
    • papparazzi 11.04.2014 20:29
      Highlight Lieber Nicolas... das Zitat alleine bewegt schon durch seine Wortwahl und die Bedeutungsgebung mit gleichnamigem Film. ut (dp)
      1 0 Melden

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