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Tötungsdelikt

Gehörnter Wirt nach Bluttat von Riaz zu elf Jahren Haft verurteilt 

Der Wirt, der im März 2011 in Riaz FR den jungen Liebhaber seiner Frau mit acht Schüssen aus kürzester Distanz niederstreckte, ist vom Kantonsgericht Freiburg zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Erstinstanzlich war der Mann zu acht Jahren Haft verurteilt worden. 

Gegen das Urteil des Strafgerichts des Greyerzbezirks in Bulle FR vom Dezember 2012 hatten sowohl der Staatsanwalt als auch der Täter Rekurs eingelegt. Ersterer forderte 12 Jahre Haft. 

Dieser Forderung kam das Kantonsgericht nun teilweise nach. Der heute 57-Jährige habe seinen Widersacher «kaltblütig erschossen», hiess es im Urteil. Es habe sich um eine eigentliche Exekution gehandelt. Den Rekurs des Täters wies das Gericht hingegen ab. Dieser hatte eine Reduktion der Freiheitsstrafe von acht auf sechs Jahre verlangt. 

Mehrere falsche Entscheidungen 

Zwei psychiatrische Gutachten zum Täter waren zu einem unterschiedlichen Schluss gekommen. Im einen Gutachten wurde dem Mann eine mittlere verminderte Zurechnungsfähigkeit attestiert, im anderen eine sehr leicht verminderte Zurechnungsfähigkeit. 

Die Staatsanwaltschaft stützte sich auf die zweite Variante. Der Täter habe gleich mehrmals die falsche Entscheidung getroffen. Schliesslich folgte auch das Kantonsgericht diesem Gutachten. 

Die Verteidigung hingegen berief sich auf das erste Gutachten. Der Täter habe im Affekt gehandelt und bei der Ausführung des Mordes ausserdem keine Mordlust erkennen lassen. 

Vor den Augen der Frau 

Der Wirt hatte den 23-jährigen Liebhaber seiner Frau im März 2011 nach einem Streit erschossen. Er feuerte dabei acht Schüsse auf den Liebhaber, der in seinem Auto sass; dies vor den Augen seiner Frau, die sich ebenfalls im Fahrzeug befand. Der Täter hatte einen Monat vor der Tat vom Verhältnis seiner Frau mit dem jungen Koch erfahren. 

Nach der Tat hatte sich der Verdächtige ins Wallis abgesetzt. Die Polizei errichtete damals Strassensperren und fahndete in der Region Visp und im Saastal nach dem Mann. Ins Netz ging er der Polizei fünf Tage später, als er mit dem Auto von Visp nach Stalden im Oberwallis fuhr. (sda) 



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