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8 Verletzte nach Skilift-Horrorunfall in Georgien – Hersteller nimmt Stellung



Im georgischen Skigebiet Gudauri haben sich am Freitag dramatische Szenen abgespielt. Bei einem Unfall mit einem Sessellift wurden mindestens acht Personen verletzt, zwei davon schwer, wie georgische Medien berichten.

Bei YouTube wurden Amateur-Aufnahmen veröffentlicht.

In einem Video ist zu sehen, wie der Lift in übersetzter Geschwindigkeit rückwärts fährt. Dabei werden Passagiere aus den Sitzen gerissen, einige retten sich mit einem Sprung. 

abspielen

Ein Video zeigt den Unfall. Achtung: Die Bilder sind nichts für schwache Nerven. Video: streamable

Der folgende Amateurfilm zeigt, wie Schneesportler vom fahrenden Lift abspringen ...

Und so sah es oben am Skilift aus:

Wie es zum Unfall kommen konnte, ist noch nicht geklärt. Die Behörden haben eine Strafuntersuchung eingeleitet.

Lifthersteller nimmt Stellung

Der Hersteller der Skilifte, das österreichische Unternehmen Doppelmayr, hat laut dem «Telegraph» noch keine genaueren Informationen zur Ursache. «Wir haben die Videos natürlich gesehen. Das Unglück könnte sehr viele Ursachen haben», zitiert das österreichische Medium derStandard.at einen Sprecher.

Der Doppelmayr-Unternehmenssprecher sagte am Samstag gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA, dass zwei Techniker in Gudauri eingetroffen seien, aber nicht an den Unfallort vorgelassen würden von der Polizei.

Berichte darüber, was zu der Fehlfunktion des Vierersessellifts geführt hat, seien zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulationen. Eine Ferndiagnose wäre «völlig unseriös».

Ein vergleichbarer Vorfall sei ihm während seiner fast 20 Jahre dauernden Tätigkeit für den Vorarlberger Seilbahnhersteller nicht untergekommen, wird der Sprecher zitiert.

(dsc/cma)

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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mr. Raclette 17.03.2018 17:48
    Highlight Highlight Gemäss einem Kollegen von mir (Seilbahntechniker) vermutet er, dass nach einem üblichen Nothalt die Bremsen versagt haben, welche verhindern sollen, dass die Bahn wegen der bergwährts fahrenden Last durch die Passagiere rückwärts fährt. Dadurch beschleunigte die Sesselbahn unter Vollast mehr als doppelt so schnell rückwärts. Man höre auf dem Video, dass der Elektromotor der Ankage nicht läuft.
  • PenPen 17.03.2018 15:26
    Highlight Highlight Das passiert wenn man beim Strom stecker die Erdung entfernt und denn Stecker verkehrt in die Dose steckt.
    • Legaschtenie 17.03.2018 18:18
      Highlight Highlight Anscheinend die gängige praxis in diesem forum, nach den blitzen an...
      ;)
    • PenPen 17.03.2018 19:55
      Highlight Highlight Aber ich finds schön, dass man meinen Kommentar tatsächlich ernst nimmt :)
    • Masche 17.03.2018 23:18
      Highlight Highlight @PenPen: Solche Anlagen funktionieren mit Drehstrom. Da kann man den Stecker nicht verkehrt einstecken, auch wenn man die Erdung entfernt.
  • Gummibär 17.03.2018 13:37
    Highlight Highlight Es ist möglich, das nach dem vorhergehenden Stromausfall der Strom mit vertauschten Phasen wieder eingeschaltet wurde. Die Folge wäre ein Rückwärtslaufen des Antriebsmotors.
    Ist kein Aufsichtspersonal zur Stelle um die Notausschaltung zu bedienen läuft der Lift mit konstanter Geschwindigkeit rückwärts und auch die sich verhängenden Sitze bremsen den Lauf nicht.
    Hoffentlich erholen sich alle Unglücksopfer ohne bleibenden Schaden.
    • Citation Needed 17.03.2018 15:13
      Highlight Highlight Das Rückwärtslaufen hat doch eher mit dem Versagen der Bremsen zu tun. Die Geschwindigkeit ist höllisch schnell, so schnell läuft der Lift in die richtige Richtung niemals. Das Gewicht ist ja nur auf der Seite, die hochwill. Wenn also nichts mehr 'hält', dann strebt das Gewicht (=Seite auf der Menschen sitzen) runter und beschleunigt dabei.
    • Siebenstein 17.03.2018 17:04
      Highlight Highlight Diese Anlage dürfte wohl kaum einfach per Stecker sondern eher festinstalliert am Netz angeschlossen sein.
      Ausserdem wurde die Steuerelektronik, vereinfacht gesagt, verhindern, dass ein einfacher Phasentausch zum Rückwärtslauf der Anlage führen, schon gar nicht in Verbindung mit der offensichtlichen Geschwindigkeitserhöhung...
      Rein theoretisch würde die Anlage, dann allerdings mit Normalgeschwindigkeit, nur vielleicht zum Rückwärtslauf zu bringen sein wenn man die Phasen direkt am Antriebsmotor tauschen würde, die Sensorik würde aber auch das mutmasslich verhindern.
      Also eher doch die Bremsen.
  • PhilippS 17.03.2018 12:25
    Highlight Highlight Diese “Georgien = Bananenrepublik” Haltung einiger ist beschämend. Und dazu noch die Überheblichkeit „bei uns passiert sowas nicht“... Dann schaut mal hier: https://www.blick.ch/news/schweiz/appenzell-innerrhoden-unfall-der-sigelbahn-wird-untersucht-id1472110.html oder hier https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Seilbahnunglücken - alles gut in Europa?!?

    Und hier die Ursache, warum Bahnen heute so streng kontrolliert werden: https://www.srf.ch/play/tv/me_schonvergessen/video/seilbahnunglueck-im-wallis?id=003c0ed6-59f6-4528-836a-fd7f8a119a6a&station=69e8ac16-4327-4af4-b873-fd5cd6e895a7
  • NotWhatYouExpect 16.03.2018 20:04
    Highlight Highlight Heilige scheisse... ich hoffe ich denke nicht daran, wenn ich nächstes mal wieder auf solch einem Sessellift sitze.
    • Alnothur 16.03.2018 21:45
      Highlight Highlight Einfach nicht in Georgien auf den Lift. Dann sind da auch anständige Sicherheitssysteme installiert.
    • The IT Guy 17.03.2018 19:00
      Highlight Highlight Alnothur, ist ein Österreichisches Fabrikat.. ;-)
    • Masche 17.03.2018 23:31
      Highlight Highlight @oneTanglyBoi #teamIOTA: Der Lift hat Baujahr 2007. Da ist die Garantie schon längst abgelaufen. Will sagen, nach dieser Zeit kann man kaum mehr den Hersteller belangen, da für den ordnungsgemässen Betrieb und Unterhalt der Sicherheitssysteme der Betreiber alleinverantwortlich ist.
  • Magnum44 16.03.2018 20:02
    Highlight Highlight In solchen Momenten vermisse ich die Zeit vor GoPro und Handy. Sieht aus wie im Albtraum.
    • nödganz.klar #161 16.03.2018 20:58
      Highlight Highlight Wäre dieses Unglück vor GoPro und Handy nicht passiert?
    • cal1ban 16.03.2018 22:16
      Highlight Highlight Sie würden also den Fortschitt verhindern wollen, nur um solche Bilder nicht sehen zu müssen?
    • Magnum44 17.03.2018 00:34
      Highlight Highlight Nein, aber die Geschichte hätte mich ohne Bilder wohl relativ kalt gelassen.
  • Akunosch 16.03.2018 18:25
    Highlight Highlight Hui, das schaut ja aus wie bei Final Destination. 😱
    Gute Besserung den Verletzten!
  • Baberde361 16.03.2018 18:02
    Highlight Highlight Wie kann sowas passieren? Bruch der Getriebewelle bei gleichzeitigem Totalversagen der Sicherheitsbremse?
    Die Schwerkraft hat dann halt noch sein übriges getan...
    Hier noch ein Video von der Bergstation aus:
    Play Icon
    • B-Arche 16.03.2018 20:41
      Highlight Highlight Wie kamen die Menschen von der Bergstation dann herunter? Ich glaube Lust auf Abfahrt hatten die meisten nach diesem Ereignis nicht mehr.
    • sambeat 17.03.2018 00:48
      Highlight Highlight @B-Arche: Gell, Du hast Deine Frage nicht ernst gemeint, oder?
    • G.Oreb 17.03.2018 00:58
      Highlight Highlight In einem georgischen Artikel war die Rede von 3 unabhängigen Sicherheitssystemen (Bremsen und Notaus), welche alle 3 versagten. Zudem wird ein Stromausfall vermutet, welcher für die erhöhte Geschwindigkeit verantwortlich war. Die Lifte sind nur auf einer Seite voll, die Schwerkraft zog deshalb alle vollen Sessel rückwärts ins Tal. Doppelmayr (Sitz: Bregenz), welche den Lift hergestellt haben, wagten jedoch noch keine Ferndiagnose.
  • sveinn 16.03.2018 17:55
    Highlight Highlight Aber Hauptsache, man hat es gefilmt...
    • Nussi2000 16.03.2018 18:20
      Highlight Highlight Ehrlich gesagt wüsste ich nicht was man sonst machen kann. Natürlich ist Gaffen und Filmen nicht sehr rücksichtsvoll, aber in diesem Fall konnte man kaum helfen.
    • Evan 16.03.2018 18:21
      Highlight Highlight Stoppen hätten sie ihn wohl auch nicht können. Dich würde ich gerne sehen, das Teil aufzuhalten.
    • G.Oreb 16.03.2018 18:28
      Highlight Highlight Viele haben heute GoPros auf den Helmen, zudem waren schon bevor die ersten Sessel unten waren genug Helfer da (die auch praktisch nichts tun konnten ausser „jump“ schreien), das sieht man auch aus der anderen Perspektive:

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  • Unserious_CH 16.03.2018 17:42
    Highlight Highlight Die Ursache liegt auf der Hand:
    Durch ein defekt konnten die Bremsen die Last nicht halten.
    Durch das ungleiche Gewicht (viele Menschen links die hochwollen, wenige rechts) zieht es den Skilift nach unten.
    Deshalb fährt er auch Rückwärts
    • D(r)ummer 16.03.2018 18:25
      Highlight Highlight Sind Seilbahnen nicht doppelt und dreifach gesichert?

      Bei Personenaufzügen wird mit 3-7-facher Sicherheit dimensioniert und bei Notfallmechanismen nicht gespart...
    • Schläfer 16.03.2018 18:41
      Highlight Highlight In Georgien wohl noch nicht ...
    • B-Arche 16.03.2018 19:26
      Highlight Highlight D(r)ummer: Durch die so oft gebashte EU-Seilbahnverordnung ist das sowohl in der EU als auch in der Schweiz garantiert und wird jährlich kontrolliert.
      Georgien gehört aber nicht zur EU.
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