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Manuel G. hält fest, dass sein Verzicht nichts mit dem aktuellen Fleischskandal um Carna Grischa zu tun hat. «Pferdefleisch mochte ich sowieso nie. » Bild: shutterstock

Der Enthüller

Forscher fasziniert: Mann überlebt sechs Tage ohne Fleisch

buzz orgler

Zug (den) – Manuel G. aus Hünenberg hat das Unmögliche geschafft. Seit letztem Freitag ernährt sich der Student vegetarisch. Obwohl der Körper des 21-Jährigen seit Tagen kein lebenswichtiges Fleisch erhält, scheint es dem jungen Mann gesundheitlich bestens zu gehen. Kein Muskelschwund, keine Müdigkeit, kein Eisenmangel. Forscher sprechen bereits von einer medizinischen Sensation.

«So etwas habe ich noch nie erlebt», sagt Ernährungswissenschaftler und Hobbymetzger Rolf Dongi. «Der Wahnsinnige lässt einfach von heute auf morgen die elementaren tierischen Proteine weg. Trotzdem sind sämtliche Vitalfunktionen im grünen Bereich.» Obwohl Dongi von der Aktion beeindruckt ist, rät er Nachahmern ab. «Man weiss nicht, welchen Schaden der Körper bei diesem Experiment langfristig nimmt. Der Mensch braucht Fleisch. Das ist wissenschaftlich bewiesen und schriftlich dokumentiert. Und zwar in sämtlichen Ernährungsratgebern, die zwischen 1905 und 1955 erschienen sind.»

Heads of slaughtered calfs hang in the cold storage room of butcher Nyffenegger in Zollbrueck, Emmental Valley, April 4, 2014. A veterinarian releases every slaughtered animal. The family-owned business butches every week around 30 pigs and 15 cows. The sausages are produced according to a traditional formula. (KEYSTONE/Gaetan Bally) 
 
Geschlachtete Kalbskoepfe haengen am 4. April 2014 im Kuehlraum der Firma Nyffenegger in Zollbrueck, Emmental. Ein Tierarzt prueft nach der Schlachtung jedes einzelne Tier und gibt es frei. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, wird das Tier von der Kette genommen. Die Metzgerei Nyffenegger fuehrt neben einem Metzgerei-Laden einen hauseigenen Schlachtbetrieb. Jeden Montag werden um die 30 Schweine und 15 Rinder geschlachtet. Das Fleisch wird jeweils am Dienstag und Mittwoch verarbeitet, am Freitag wird Wurst gemacht. Die Wurtswaren werden nach alter Tradition hergestellt, neben der traditionellen Cervelat auch Schwarten- und Dauierwuerste.   (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Wann hatten Sie eigentlich zum letzten Mal Blutwurst? Bild: KEYSTONE

Mangel an lebenswichtigen Antibiotika

Manuel G. sagt, er habe seinen Fleischkonsum eingestellt, weil er den Tieren das ganze Leid ersparen wolle. Ernährungswissenschaftler Rolf Dongi hält das jedoch für eine dreiste Ausrede: «Das Fleisch ist schön säuberlich abgepackt. Vom Leid kriegt man ja gar nichts mit.» Der Forscher versucht nach wie vor, die wahren Beweggründe für den Fleischverzicht von Manuel G. zu finden.

«Er hat keinen Grund auf Schnitzel und Co. zu verzichten, da er die gängigen Vegie-Klischees nicht erfüllt. Er ist weder schwul noch das Kind von Birkenstock-Ökofuzzis. Für mich macht das einfach keinen Sinn.» Dass Manuel G. möglicherweise der Geschmack von Fleisch nicht mehr zusagt, hält Dongi für ausgeschlossen. «Ich bitte Sie. Fleisch ist wie Brot. Das schmeckt jedem, notfalls auch drei Mal am Tag.»

Der Wissenschaftler rät Manuel G., sein Experiment so schnell wie möglich abzubrechen. «Seine Ernährung ist mangelhaft. Dem jungen Herrn fehlen Vitamin B, Kalzium und lebenswichtige Antibiotika-Kulturen, die nur im Fleisch aus Massenzucht vorkommen.»

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  • 71%Ich ernähre mich bereits seit über 40 Minuten vegetarisch.

Der Enthüller

Hart recherchierte Fakten, fundierte Kritik und realistische Analysen? Die gibt es anderswo. Chefredaktor Buzz Orgler und sein Praktikant Pavel Kulicka decken auf, was keiner wissen will. Ob Berichte über Schwulenhasser, die in Russland Asyl beantragen oder mit Zwiebeln verunreinigte Kebabs, die beiden gescheiterten Journalisten sind sich für keine satirische Schlagzeile zu schade. Und schneller als die Wahrheit sind sie noch dazu. 

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Luca94 28.11.2014 17:56
    Highlight Highlight Also das mit dem schwul sein ist überhaupt keinen grund
    Kenne genug die fleisch essen, ich selber auch!
  • blueberry muffin 28.11.2014 00:30
    Highlight Highlight Ja, also wirklich, die Ideen die der hat. Die Tiere leiden doch nicht, die sind doch schon lange gestorben, zerschnitten und abgepackt. Da machts denen nichts mehr wenn du sie isst.

    Immer diese Bildungsfernen Studenten.
  • halunke 27.11.2014 13:27
    Highlight Highlight Ärzte hassen ihn!
  • Harry Held 27.11.2014 11:43
    Highlight Highlight Köstlich! Pflichtlektüre.

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