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Ein eingeklemmtes Schwein kommt selten allein.  Bild: Kafi Freitag

FRAGFRAUFREITAG

Hallo Kafi. Du hast mal angetönt, dass ein Seitensprung nicht unbedingt das Ende einer Beziehung heissen muss. 

Ich hatte einen und frage mich nun, ob ich meinen Freund einweihen soll. Ich glaube es würde mir helfen mit dem schlechten Gewissen besser umzugehen. Ich will meinen Freund nicht verlieren, es war mehr ein Ausrutscher (Ferien, Party, Alkohol, usw...) Danke für deine Antwort. Melanie, 34

Liebe Melanie 

Grundsätzlich bin ich eine Verfechterin von Ehrlichkeit und Offenheit, aber es gibt auch hier, wie überall im Leben, natürlich Ausnahmen. Eine davon wäre Cleverness. Wenn Sie nämlich clever genug waren, den Ausrutscher im Ausland ohne Zeugen und Telefonnummerntausch zu begehen (und einen Gummi benutzt haben!!!), dann wäre ich eher dafür, dass Sie die ganze Episode für sich behalten.

Ich fände es ungerecht, wenn Sie Ihren Partner nur einweihen, um das eigene schlechte Gewissen zu erleichtern. Diesen Bock haben Sie geschossen. Jetzt müssen Sie auch dafür sorgen, dass der Kadaver artgerecht entsorgt wird.

Wenn Sie allerdings dusselig genug waren, dass es irgendjemand mitbekommen hat, dann müssen Sie es Ihrem Freund unbedingt sagen. Es ist sicher schmerzhaft, zu erfahren, dass man betrogen wurde. Aber es ist mit Sicherheit noch schlimmer, wenn man es, anstatt von der eigenen Freundin, zufällig im Gym unter der Dusche mitbekommt, weil die Story bereits die Runde macht.

Alles Gute und lieben Gruss. Ihre Kafi.

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Kafi Freitag (39) beantwortet auf ihrem Blog www.FragFrauFreitag.ch Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (www.FreitagCoaching.ch) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie ist verheiratet und Mutter eines neunjährigen Sohnes.

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Sälber tschuld! 

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Bild: Kafi Freitag



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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Addi 01.08.2015 12:14
    Highlight Highlight "Ferien, Party, Alkohol, usw... " - für mich klingt das nach einer, die im Urlaub ihre Füße nicht zusammen hat halten können oder wollen. Mit 34 weiß sie ja sicher, wie das geht.

    Und warum war der Freund nicht dabei? Absicht, damit es ein 'ungezwungener' Urlaub mit viel Fremd-Sex wird?

    Immer das gleiche Lied!!
  • Quathi 04.11.2014 11:32
    Highlight Highlight Dem betrogenen Partner die Entscheidung wegnehmen ob er/sie mit einem zusammen bleiben will, hat nichts mit Cleverness zu tun, sondern ist einfach nur feige.
    Zu den Fehlern stehen, Konsequenzen aus seinen Handlungen ziehen und Verantwortung übernehmen. Punkt. Aus. Keine Alternativen.
  • Beat Ludin 04.11.2014 10:50
    Highlight Highlight Wenn wir nur endlich aufhörten, Worte wie "betrügen" zu verwenden, für etwas, was mit Betrug so gar nichts gemein hat. Wenn wir einander nicht dauernd einreden würden, dass wir uns betrogen zu fühlen haben. Ausgerechnet von dem Menschen, dem wir vertrauen. Dann würde es längst nicht so weh tun. Heimlichkeit wäre überflüssig. Das Vertrauen nicht in Frage gestellt. Und wir könnten eine kleine Eskapade, oder sogar eine Liebesaffäre, als das sehen was sie sind. Und uns im bestem Fall für einander freuen
    Ein gutes Beispiel, wie unreflektierter Umgang mit Worten viel unnötiges Leid verursacht.
  • Efbistan 04.11.2014 09:57
    Highlight Highlight "Ich will ihn/Sie nicht verlieren..." - Daran hast du in dem Moment, in dem du Sie genagelt / dich nageln lassen hast aber nicht gedacht...
  • Edwin Merki 04.11.2014 09:31
    Highlight Highlight Wenn die Sexualität als das betrachtet würde wie man sie immer beschreibt - die schönste Sache der Welt - müsste gar niemand ein schlechtes Gewissen haben.
  • Liz 04.11.2014 08:30
    Highlight Highlight Immer diese Ausreden mit Alkohol und Party … tztztz … und das mit 34 ... tztztz .... :-)
    Ich stimme zu – Kafi4President !
  • mukeleven 04.11.2014 06:23
    Highlight Highlight ... weises kind diese kafi. kafi4president!
  • SofaSurfer 04.11.2014 00:34
    Highlight Highlight Top antwort!

FRAGFRAUFREITAG

Hoi Kafi! Meine Mutter (68) hat die letzten zehn Jahre von Enkeln gesprochen und nun wo sie da sind, sind sie und ihr neuer Partner praktisch immer weg.   

Liebe Sabine  Da redet Ihre Mutter ein Jahrzehnt von Enkeln und kaum sind sie da, sucht sie das Weite. Und soll ich Ihnen etwas sagen: Ich würde exakt das Gleiche tun! Nein ernsthaft. Ich mache mir immer mal wieder Gedanken über das Leben nach der Pensionierung. Und komme immer zum selben Schluss: Wenn man nicht finanziell auf wirklich edlen Rosen gebettet ist, ist es keine schöne Lebensphase. Wir werden immer älter und bleiben dank der modernen Medizin auch länger fit. Und dennoch …

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